Ich hatte zwar eigentlich eine vollkommen andere Idee, die ich dann erst in Kapitel 18 umsetzen wollte, letztendlich hat sich aber hierraus wohl die Handlung der nächstens 2 Kapitel, evenutell sogar mehr auch geklärt
An ein paar Stellen hat mich mein Text irgendwie an Ray Bangs erinnert. ^^
Kapitel 17 - Ein schlechter Tag
Langsam wurde Ban wach, draußen war es schon längst hell.
Ein Blick auf die Uhr gestaltete ihm das wach werden allerdings sehr zeitsparend.
„MIST! Nur noch 20 Mizuras, dann muss das Zimmer abgegeben sein!“
Rasend schnell zog er seinen Overall an, wusch sich, packte seine Sachen wieder zusammen und stürmte Richtung Rezeption.
„Puh, gerade noch pünktlich angekommen.“
„So, 15 Tazuras, das macht dann…“
„FÜNZEHN? Wieso 15?“
„Wir haben schon vier nach.“
Ban blickte auf seine Uhr, sie zeigte ihm gerade eins nach an. Dann eine Wanduhr, fünf nach.
„Können sie nicht noch einmal ein Auge zu drücken?“
„Nein, wenn wir bei jedem ein Auge zudrücken würden, würde uns das auf die Dauer ‘ne Menge kosten.“
Gerade als er scherzhaft Fragen wollte, ob sie hier bei den Teladi sind, erblickte er ein Prospekt des Hotels.
„Gradias Industries“
„Das erklärt dann wohl die Einstellung der Mitarbeiter hier…“
„Wenigstens ein kleiner Rabatt?“
„Ich sag ihnen was, entweder sie bezahlen jetzt, oder ich rufe den Sicherheitsdienst.“
Widerwillig bezahlte er nun also 15 statt 14 Tagen, war auch eigentlich noch zu verkraften.
Gerade in sein Schiff eingestiegen erhielt er auch schon die Nachricht, dass der umgebaute TL bald, genauer in viel zu knapper Zeit, startet.
Direkt ging Ban auf vollen Schub, noch bevor er überhaupt aus dem Hangargebäude raus war, was eine Pegasus dazu veranlagte in die dahinter stehende Express zu krachen. Doch das war ihm jetzt egal.
Auf sicherer Höhe aktivierte er den Nachbrenner, er könnte es gerade so noch schaffen pünktlich zum TL zu kommen. Die überwiegend für planetarischen Einsatz gebauten Schiffe um ihn herum hatten allerdings darunter zu leiden, ohne Rücksicht auf Verluste jagte er durch die engen Schluchten zwischen den immer gigantischer werdenden Hochhäusern, rammte dabei eine Reklametafel,
„selbst Schuld, wenn die die mitten im Weg aufstellen,“
die nun durch den Ausfall der Schwebedüsen langsam aber sicher auf den Boden zu sank, streifte einen umgebauten Manta und wäre einige Male fast frontal auf auf ihn zukommende Schiffe geprallt.
Der TL war schon in Sicht, als der Mitteilungsmonitor erneut anfing zu blinken.
„Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass unser Shuttle momentan nicht einsatzbereit ist, bitte gedulden sie sich noch ein wenig.“
Wütend haute er auf die Steuerkonsole, was er allerdings lieber hätte lassen sollen.
Mittlerweile über den großen Platz des TLs hinweg, begann die Arouse sinnlos Kurven und Loopings zu drehen, was alle Piloten und Leute auf Aussichtsplattformen in der Nähe anscheinend für eine Showeinlage hielten.
Gerade als es schon fast zu spät war, denn ein Hochhaus war nur noch wenige hundert Meter entfernt, schaffte es Ban auf manuelle Kontrolle umzuschalten.
Er drosselte die Maschinen und brachte die Arouse in eine sichere Fluglage, dann verschwand er hinten im Schiff.
So schnell würde er nicht mehr auf irgendwelche Schiffskonsolen hauen.
„Super… Jetzt darf ich hier die ganze Zeit im Schiff sitzen bleiben, nur weil die nicht gesagt haben wie lange es dauert, dass drecks TL einsatzbereit zu machen.“
Murmelte er so vor sich hin.
Einige Stazuras, und außerdem noch ein nun wieder gereinigtes Bad später, durfte er endlich an das TL andocken. Was natürlich nicht bedeutet, dass er nun endlich wieder selbst fliegen dürfte.
„Oh man, welcher Idiot hat sich so enge Hangaröffnungen ausgedacht?“
Hinter ihm reihten sich noch ungefähr 50 weitere Schiffe an, in insgesamt zwei Reihen.
Heute war echt nicht Ban’s Tag, statt dass diese 50 Schiffe nun einfach ordentlich rein und an ihren Platz fliegen, was natürlich viel zu einfach wäre, drängelten die einen vor, was erneut zu erhöhten Wartezeiten führte und andere rammten beim reinfliegen bereits angedockte Schiffe, was natürlich dazu führte, dass erst einmal jemand von dem Security Personal kommen musste und den „Tatort“ samt Personalien sicherte.
Als Ban gerade dachte, dass nun Ruhe eingekehrt ist, erreichte das Geschehen seinen Höhepunkt. Er hörte nur einige laute Geräuschen von außerhalb des TLs und sah reichlich Funken durch das Hangar sprühen. Die Außenkameras des Shuttles, die zwecks Zeitvertreib für jeden benutzbar waren, zeigten ihm kurz bevor sie abgeschaltet wurden nur noch eine Discoverer, die mit sehr hoher Geschwindigkeit gen Boden raste und eine Mamba, die den Platz der Discoverer in der Warteschlange einnahm.
„Da fühlt man sich doch gleich sicherer, wenn man weiß dass man jeden Moment beim Warten abgeschossen werden könnte, nur weil irgendein Split mal wieder keine Lust zu warten hat.“
Nach also insgesamt ein ein halb Stazuras ging es endlich los. Die Maschinen rüttelten als sie gestartet wurden alles im Schiff kräftig durch, was aber bei der enormen Leistung, die gebracht werden musste, verständlich war.
„Wir öffnen nun die Hangarklappen, bitte warten Sie bis ihr Vordermann 50 Meter Abstand hat, bevor Sie ihre Triebwerke starten.“
Da Ban im mittleren Teil war, hatte er eine der längsten Wartezeiten zu verkraften, denn natürlich befanden sich nur vorne und hinten Öffnungen um das TL zu verlassen. Wieso die vorderen aber nicht auch zum Einlass benutzt werden, war Ban ein Rätsel.
„ENDLICH! Endlich muss ich den Mist hier nicht mehr ertragen!“
Jetzt musste er allerdings schnell machen, die mit Doda vereinbarte Zeit war schon längst überschritten.
Er bereitete sich schon auf eine Predigt vor, als er die Handelsstation betrat, doch nichts passierte. Doda war überhaupt nicht hier, ihr Schiff auch nicht.
„Komisch, normalerweise ist sie immer pünktlich.“