FritzHugo3 wrote: ↑Thu, 2. Apr 26, 19:30
Hört sich für mich danach an, als bekämst du nen "Hello World" hin - viel Komplexer ist ein Online Game zu entwickeln sicher auch nicht Kappa
Da haben wir was gemeinsam - ich wollte noch nie was perfekt einzelnes können, viel zu langweilig. Lieber von möglichst viel, etwas wissen als ein Fachi - ähhm, Fachlich kompetenter mein ich natürlich - auch wenn man diese Leute natürlich ebenfalls braucht, war nur nie meins. Ich könnte mir auch nie vorstellen, 20 Jahre den gleichen Beruf ausüben zu müssen - wie langweilig. Ich muss immer neues ausprobieren, neue Herausforderungen, lernen, mich mit Problemen beschäftigen. Mein eigenes Projekt lastet mich da allerdings mehr als aus. Als Nicht Programmierer, nicht Grafiker, nicht Animatör, nicht Musiker, nicht designer, nicht Pädagoge... Hab ich mir als Anfangsprojekt, direkt Mal ein 5+ Jahre gehendes Großprojekt als Autoditakt angelacht - Ob ich bescheuert bin stellt sich nicht erst die Frage oder?
Ich frag Mal an.
"viel Komplexer ist ein Online Game zu entwickeln sicher auch nicht"
-> Nein, für mich nicht. Nur es ist eine unglaubliche Fleissarbeit und eine sehr Komplexe Kopfarbeit. Am Ende baut man auch nur Strukturen nach zurechtgelegten Schematas.
Nein, ich finde du bist gar nicht "bescheuert". Meine Definition:
- Der Eine ist mehr der Spezialist, der will gaaaanz genau wissen wie diese eine Sache funktioniert, was dahinter steckt, was dazu gehört ... vom Felsbrocken bis zur abstrakten mathematsichen Quantenphysik. Das nennt man dann "Spezialisiert", wenn derjenige es ganz besonders gut kann und Interesse daran hat. Und doch, das kann sehr faszinieren sein alles kontrollieren zu können, alle Fäden bediienen zu können, die da dran hängen.
- Der Andere ist "Universalist" er kennt nicht alle Details, er kann nicht alles bis zur Quantenphysik zerlegen, aber er kennt die relevaten Eigenschaften, Bedingungen, Zustände, ... von vielen verschiedenen Sachen. Um so mehr er kennt, um so bessere und komplexere ganzheitliche Systeme kann er "erdenken" und (hoffentlich) auch zu Papier bringen. Er erkennt was wirklich "machbar" ist und etwa wie aufwendig es ist.
- Autodidakten haben oft sowohl Vorteile als auch Nachteile. Bei Autodidakten fliessen oft wissen und Informationen ein (Sideeffekte) die ein rein technischer "Universalist" / "System-Architekt" überhaupt nicht auf dem Schirm hat. Bei strikten Vorgaben, verpflichtenden Normungen und Anforderungen ist ein technsicher Systemarchitekt die deutlich bessere Wahl. Bei "experimentellen Projekten" ist ein offener "Universalist" oft viel Hilfreicher, weil es noch viele "Unbekannte" Sachen gibt, die reinhauen können. Er ist der "McGyver" der das Ganze dann mit "unothodoxen" Mittelnn wieder gerade ziehen kann.
Manchmal ist es gut einfach ins Kalte Wasser zu springen und zu schauen, was passiert. Du weisst jetzt z.Bsp. dadurch wie aufwendig es ist so ein Projekt auf die Beine zu stellen und durchzuziehen. (Daran scheitern die Meisten, die unterschätzen es.)