Die unglaublichen Abenteuer des Antihelden Ray Bangs (16+)

Der kleine Teladi aus dem X-Universum hat Gesellschaft bekommen - hier dreht sich jetzt auch alles um das, was die kreativen Köpfe unserer Community geschaffen haben.

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Crommwell
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Post by Crommwell » Thu, 2. Sep 10, 10:32

boah, ich kann langsam nimmer, mein sadismus gegenüber den boronen schwidet immer mehr, ich fang an die kleinen zu bemitleiden :o
Und die paraniden gehn mir mehr und mehr mit ihrem religösen geschnulze aufn sack :evil:

komm schon four, eine zwischenzeitlich bekommst du doch zu schaffen?
*vergötter* :xenon:
Ich kenne weder Freund noch Feind, nur geeignete Ziele!!

TheEarth der 2
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Post by TheEarth der 2 » Thu, 2. Sep 10, 20:21

@Glumski

Hast du zufälligerweise gerade ein Bild dieser Parabel zur Hand, mir fällt gerade nicht ein, was du damit wirklich meinst, denn eine Parabel g kenne ich gar nicht, das liegt aber alles nur am Mathelehrer, denn Mathe ist einfach und schnell zu verstehen :!:


Gruß

TheEarth
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Lorn1
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Post by Lorn1 » Mon, 6. Sep 10, 20:43

Eine Geschichte mit viel Sarkasmus und Zynismus!
Gefällt mir, wann geht es denn weiter? :)
Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis

4of25[FUP]
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Post by 4of25[FUP] » Tue, 14. Sep 10, 20:47

Sooo

Neues Kapitel fast fertig...

... am Donnerstag: Ray, ein Kap in absoluter Überlänge. :wink:
Kreuzzug der Ratten, Götterdämmerung Teil 1-4, Die unglaublichen Abenteuer des Antihelden Ray Bangs, Die mirakulösen Handelsfahrten des intergalaktischen Kleinkrämers Otto Schmitz-Barmen http://x2p.guennies-helpsites.de/

Erdgeborener
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Post by Erdgeborener » Tue, 14. Sep 10, 22:48

Jaaaaaaa!!!!!

Die Bangsdynasty ist wieder da. *freu*
Das Universum wird wieder noch tödlicher.
Ich freu mich total auf Donnerstag und kann kaum noch warten.
Müssen wir wieder mit tonnenweise toten Boronen rechnen oder kommen die Teladi jetz auch auf ihre Kosten? Oder beides? *total hippelig sei*

LG Erdgeborener
Erstens sind die in der Unterzahl
und Zweitens sind wir mehr als die!

trekki001
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Post by trekki001 » Wed, 15. Sep 10, 17:08

Super kanns kaum erwarten, endlich wieder gemetzel :twisted:

LastPhoenix
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Post by LastPhoenix » Wed, 15. Sep 10, 20:21

Die Vorfreude ist größer als auf...
...
Die Vorfreude ist zu groß als dass ich einen angebrachten Vergleich bringen kann *____* Gogogo!
Death of thousands won't stop the harvest of mankind.
Death of millions won't make us brighter in our minds.

4of25[FUP]
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Post by 4of25[FUP] » Wed, 15. Sep 10, 21:29

Fluppo oder Es gibt Fischburger

Kennen sie Fluppo?

Nein?

Normal, wenn sie kein blubbernder, labernder, schleimiger Borone sind. Denn wer sonst, als diese feigen Speichellecker, interessiert sich schon für das Lieblingshaustier der Fischkönigin.

Wie heißt das alte runzelige Schuppentier noch mal?

Atreus?

Und die Tochter Menelaus?

Pervers!

Also mal ehrlich, welche nur einen Hauch kultivierte Spezies gibt ihren Frauen die Namen von antiken griechischen Helden? Diese ja bekanntermaßen allesamt männlich und schwer mit Bartwuchs gesegnet waren! Keine!

Nur ein Wort noch dazu:

Abartig!!!

Also zurück dazu, wer an dem schlabberigen Haustier der ebenso schlabberigen Königin Interesse hat…

Also ich jedenfalls nicht…

… aber falls sie jetzt so einen „Wow-wollte-ich-schon-immer-wissen“ Impuls verspüren…

… dann schauen sie sofort mal ganz tief in den Spiegel in ihrem Bad, könnte sein, das sie so ein ständig labernder Fischburger sind und es bis jetzt nicht wussten. Ich weiß, das Leben kann ja so grausam sein. Ein wichtiger Punkt wäre da noch zu klären…

Vergessen sie nicht, umgehend ihre Badewanne vollaufen zu lassen, denn sie brauchen jetzt Wasser um durch ihre Kiemen zu atmen. Oder wollen sie einfach elendiglich ersticken?

Und überhaupt, wussten sie eigentlich, das sie dann ganz exquisit schmecken, so mit Bacon und geschmolzenen Käse, Zwiebel und etwas Remoulade drüber…


… sie alter Boromac, sie.

Ich weiche schon wieder ab.

Es liegt vielleicht daran, dass ich hier schreibe und schreibe bis die Fingerkuppen nur noch eine bluttriefende Masse sind. Dabei habe ich ganz vergessen mir was zwischen die Beißer zu schieben. Aber die Nöte des jämmerlichen, zerlumpten und total seelisch ausgebrannten Schreiberlings interessieren sie ja eh nicht, sie wollen wie immer was zu lesen und bitte mit viel action.

Kommen wir auf Fluppo und darauf zurück, was er mit unserem Helden Ray Bangs zu tun hat.

Was schon…

Wir hängen mal wieder in diesem ekelhaften Blindfugsektor namens „Königinnenhügel“ ab. Kennen sie sicher, da fliegt man besser nach Gehör, denn ein paar anständige Nebelscheinwerfer kriegen sie in keinem der X Spiele, egal wie viele Milliarden sie Credits auch gescheffelt haben. Das ist doch mal echter Fortschritt…

Die Teile kriegen sie übrigens auf guten, alten Mutter Erde für ein paar Euronen an jeder Straßenecke und mit nur einem Hauch von handwerklichem Geschick, implantieren sie die Dinger sicher auch erfolgreich in ihren Kleinstwagen.

Aber in jener Zeit in weiter Zukunft…

…nada …

… tja, also das ist also der Fortschritt….

Ach ja, Fluppo…

Wieder einmal hatte das Universum seinen schwarzen Humor spielen lassen.

Eigentlich sollte der alte, nach gammeligem Fisch stinkende Fluppo ja mit der „Guppy“ fliegen, einem Frachter des boronischen Königinnenhofes. Aber leider hatte auch der Pilot der „Guppy“ umsonst nach dem Schalter für die eben von uns besprochenen Nebelscheinwerfer gesucht.

Doch, ach, o weh, die Tentakel griffen ein aufs andere mal verzweifelt ins Leere.

Mit einem heftigen Knall semmelte der Frachter folglich vor einen der dortigen Asteroiden. Zum Glück für den Piloten war der Delphin im Schneckentempo unterwegs. Allerdings entledigte sich das Schiff bei dem kleinen Knautscher eine Triebwerkseinheit. So war Fluppo plötzlich ohne Transportgelegenheit.

Na und? Werden sie denken, ist doch nur ein bescheuerter, hässlicher Flügelkrake.

Aber da kennen sie die seltsamen Gepflogenheiten am boronischen Königinnenhof nicht. Hier wird aus jedem Pups ihrer planschenden Majestät ein galaktischer Donnerschlag gemacht, der dem Untergang des ganzen Universums gleich kommt.

Jede kleinste Unmutsäußerung versetzt die seit Generationen am Hof rumwuselnden, vollkommen degenerierten Hofschranzen in totale Panik. Klagelaute und Jammern erfüllen die Säle und Gänge des Palastes, ein aufgeschreckter Hühnerhaufen in Reinkultur. Als neutraler Beobachter wartet man förmlich darauf, dass einer der Typen tot zusammen bricht oder auf theatralische Weise Selbstmord begeht.

Und das alles deswegen, weil der Nachtisch der Potentatin um lächerliche 0,0003 Grad zu kalt oder das Klopapier ein My zu hart war. Eben völlig belangloser Unsinn…

Was die Fischköppe bei einem wirklichen Problem machen? Keine Ahnung…

Wahrscheinlich zu Salzsäulen erstarren…

Jedenfalls geriet nach dem Unfall des Frachters die komplette Sektorverwaltung vollkommen aus dem Häuschen, als erkannt wurde, dass der alte Fluppo jetzt im Sektor gestrandet war. Verzweifelt suchten hunderte Beamte nach einem passenden Ersatzschiff, doch Pech gehabt.

Kein Schiff frei…

Entsetzen, Elend, Erstarrung breitet sich in den Amtsstuben aus. Bis jenes Schiff in den Sektor eintrat und offensichtlich nach Arbeit suchte…

Ein alt gedienter Split Elefant, die „Wilhelma“(eine weitere Bangs Oma), mit einem uns wohl bekannten Piloten an Bord…

„Wir sind doch nicht verloren. Orte freien Frachter im Sektor. Ich frage mal an, ob der Pilot Fluppo nach Königstal befördern kann. Hallo Pilot, können sie einen lebenswichtigen Auftrag für das boronische Königshaus übernehmen?“

„Kommt auf die Konditionen und den Auftrag an.“

„Sie hätten die außerordentliche Ehre den königlichen Flügelkraken Fluppo transportieren zu dürfen. Sie können die dreifache Standardbezahlung erwarten. Können sie einen Teil des Frachtraums mit Wasser fluten? Damit das königliche Schosstier etwas herumschwimmen kann?“

„Klar. Sie haben echt Glück, ich habe gerade das Energienetz des Frachtraums überarbeitet und einen 200% Steigerung der Effizienz erreicht. Also immer her mit dem Weichtier.“

„Hervorragend, landen sie mit einem TS in der Handelsstation, Dock D, dann beladen wir umgehend ihr Schiff mit der wertvollen Fracht. Sie können den Kraken dann ja in einem der großen Frachträume des TL schwimmen lassen. Das Gefühl der Weite dürfte ihm gefallen“

„Dann brauche ich aber mehr Wasser.“

„Gut. Wir werden eine Leitung anschließen. Stoppen sie den TL in 5 Kilometer Entfernung.“

„Roger.“

Ray landet ohne dass er irgendwo aneckt, was ja immer ein mittleres Wunder darstellt und das Schiff wird rasch mit dem Kopffüßer beladen. Die Boronen drängen zum Abflug und so muss Ray auf den Gang in eine Kneipe zu seinem Unmut verzichten.

„Fliegen Sie zu, Pilot. Eilen sie sich, die Königin darf nicht warten!“

„Ja, ja. Superwichtiger Auftrag, nur wegen so einem doofen Tintenfisch. Ich sollte das bescheuerte Vieh an die Split für die Arena verkaufen…“ murmelt Ray, noch ungehalten über den verpassten Raumspritgenuss verärgert, vor sich hin.

„Was meinten sie Pilot?“

„Nichts, nichts, es läuft nur ein Hörspiel im Radio.“

Gute Ausrede Herr Bangs…

„Ach so, in Ordnung, guten Flug“

Puuhh

Ray schaltet eilig den Audioausgangskanal auf stumm. Er hat echt keinen Nerv auf eine Endlosdiskussion mit den Nervfischen. Einmal beinahe verplappern reicht für heute…

Ray lehnt sich in den Pilotensitz zurück. Er programmiert den Autopiloten und lässt Kurs auf Königstal nehmen. Irgendwo war doch eine Flasche von dem Split Gesöff…

Ja, genau „Rhonkars Schädelspalter“!

Das Zeug hatte er von seinem Schwiegervater gekriegt, mit dem dezenten Hinweis es 1 zu 10 Teilen mit Wasser zu mischen. Das starke Getränk können nur die Split pur zu sich nehmen, für andere Spezies sind mehr als 10% tödlich.

Also auf in die Kantine.

Dort angekommen gibt sich Ray größte Mühe die perfekte Mischung herzustellen. Ein wenig Panik hat er schon. Schweißperlen rollen von der Stirn über den Nasenrücken um sich an der Nasenspitze zu sammeln. Von dort tropft ab zu dann ein Tropfen zu Boden.

Vorsichtig die tief rötliche, leicht glühende und harzige Flüssigkeit ins Wasser träufeln, bloß nicht zuviel…

… noch ein wenig…

…fertig!

Ray hat eine Literflasche angemischt. Mit einem breiten Grinsen schwingt er sich in einen der Sessel in der Entspannungsloge der Kantine, die an der linken Seite des TL liegt. Von hier hat man durch das Panoramafenster einen tollen Ausblick auf das vorbei rauschende Universum.

Mhhhh

Das habe ich mir echt verdient denkt Ray, schaut durch das Fenster und lässt genüsslich den Inhalt eines Glases in seine Kehle rinnen.

Wow!

Meine Herren…

Das brennt ja wie flüssige Lava. Rays Augäpfel scheinen förmlich aus dem Schädel zu hüpfen, während sich Mund und Wangen heftig zusammenziehen und die Gesichtsfarbe in einen tiefroten Farbton wechselt. Nun erfolgt ein trockenes Husten der sich verkrampfenden Person…

Das Zeug ist ja echt der Hammer, ist Rays Gedanke, während sich nun eine wohlige Wärme im ganzen Körper auszubreiten scheint. Die Sterne hatte er auch noch nie in so herrlich glitzernden Farben gesehen…

Mehr davon!

30 Mizuras später…

Ray hat die Buddel leer und den Kahn gewaltig voll. Er torkelt mit massiver Schlagseite durch das Schiff, Richtung Hauptmaschineraum. Dort angekommen, begeistern den hackebreiten Elitepiloten die vielen bunten blinkenden Lämpchen und die tollen zuckenden Instrumente.

„Dddasssch kkkann issch nonoch alallless ttierischh verbessern!“

Schon begibt sich Starkstrom Ray ans Werk. Wild hantiert er herum, hämmert auf alle Tasten die er so vorfindet. Da, ein Piratschiff – natürlich bildet sich das unser Suffkopp nur ein.

„Ahalle Mahann auauf Geschlllächtsstazion!“

Weiteres wildes Gehämmer auf Knöpfen und Schaltern…

Es scheinen schon Freibeuter an Bord zu sein…

„Feuher Fffreih, ihihir Maaahaden! Ziehhhet bbblank!“

Schon stürmt Ray mit einem imaginären Entersäbel schwingend auf den imaginären Feind los, bis eine arglistige Konsole den ungestümen Vorwärtsdrang abrupt beendet. Mitten in die Magengrube bohrt sich das kantige, unbewegliche Objekt. Wie ein Schwergewichtsboxer nach einem heftigen Tiefschlag, taumelt Ray einen Schritt zusammengeknickt zurück.

„Isss miihhir schschlächt!“

Bööörps

In einem hohen Bogen ergießt sich Rays Mageninhalt über die gemeine und brutale Konsole, während er selbst wie eine gefällte Eiche ungebremst zur Seite umfällt und unsanft auf dem Boden aufschlägt. Dort schläft er umgehend ein, während er sich noch ein wenig in seinem frisch Erbrochenen wälzt.

Die Konsole scheint sich jedoch wenig über ihre neue Beschichtung zu freuen. Kleine Lichtbögen schießen aus ihr heraus und nach heftigem Brutzeln erlischt sie schließlich, offensichtlich ist das Ding hochgradig beleidigt ob dieser Behandlung.

5 Stazuras später, mittlerweile im Sektor Königstal.

Ray wird unsanft von nervenden Sirenen geweckt. Der Maschinenraum ist mittlerweile in das flackernde, orange Licht der Notfallwarnanlage getaucht. Mühsam rappelt sich Ray auf und bedient unter gewaltigen Kopfschmerzen und mit wie Feuer brennenden Augen die völlig aus dem Häuschen geratenen Aggregate.

Mit schlurfendem Gang und immer wieder auftauchenden Schwindelanfällen, robbt sich Ray unter die Dusche, um den barbarisch säuerlichen Gestank los zu werden. Der nächste Gang führt ihn in die Kantine, wo er sich mit einer Mischung aus Literweise Kaffee mit Kopfschmerztabletten zu kurieren sucht.

Düdellüdellü, Düdellüdellü, Düdellüdellü

„Hallo Pilot, bitte melden.“

Die Fischköppe… und so nervig laut! Sein Kopf scheint unter den Schallwellen wie ein Glas das aus großer Höhe auf dem Boden zerschellt, zu explodieren. Hektisch regelt er die Lautstärke runter.

„Ja?“

„Wie geht es Fluppo? Ihre Majestät vermisst ihn bereits.“

„Fluppo? Ach, der Fluppo! Ja, dem geht es super, echt.“

„Schön zu hören. Ein Frachter wird ihn in Kürze übernehmen. Haben sie einen Frachttransporter?“

„Sicher.“

„Gut, dann beamen sie ihn dann rüber. Noch eines, Pilot.“

„Ja?“ Rays Kopf scheint eine gigantische nur noch mit Schmerz gefüllte Kugel zu sein…

„Die Königin ist wie immer besorgt. Gehen sie doch in den Frachtraum und senden sie uns ein paar Bilder von Fluppo wie er vergnügt umher schwimmt, bitte.“

„Sicher, kleinen Moment. Over.“

Ray wankt Richtung Frachtraum. Nach diesem, schier endlosen Leidensweg, erreicht er endlich die Tür zum Frachtraum. Mit einem ächzenden Seufzer öffnet er die Tür. Er wirft einen müden Blick in den Frachtraum.

Und es trifft ihn der Schlag.

Mit einem Moment ist er wieder absolut nüchtern.

Seine glasigen Augen starren auf den erstarrten Fluppo.

Erstarrt? Wie das?

Nun Rays kleine Übelkeit hatte leider ein paar negative Spätfolgen für den königlichen Flügelkraken und seine Gesundheit. Fluppo ist bewegungslos in einem gigantischen Eisblock gefangen, der einmal das Wasser seines Schwimmbeckens war.

“Flügelkrake on the rocks” sozusagen.

Ihnen ist in diesem Moment sicher bereits klar, das die Konsole, die den Geist unter Rays Kotze aufgab, diejenige war, die die Heizung des Frachtraums steuerte. Pech für den armen, alten Fluppo…

Ray gerät jetzt in Panik und beginnt heftig an den Fingernägeln zu kauen. Was bloß tun?

Er geht hektisch im Kreis herum.

Ich habs!

Er rennt aus dem Frachtraum zu der Bedienkonsole neben der Eingangstür. Hektisch sucht er die Tasten ab. Da ist es! Mikrowellenenteisung. Rays Dank gilt jetzt dem Konstrukteur, der diese Anlage für den Fall einbaute, das Fracht von Eisplaneten oder Kometenmaterial aufgetaut werden müsse. Coole Sache, so eine Mega-Mikrowelle!

Nach 10 Mizuras war der Job erledigt und Ray stürzte in den Frachtraum. Die voreilige Freude weicht rasch der Ernüchterung…

Fluppo treibt bewegungslos im Bassin…

Fluppo ist schlicht und ergreifend mausetot!

Verdammt, verdammt, verdammt. Was nun? Was tun?

Rays schon vorher schmerzendes Hirn dreht jetzt im absoluten Grenzbereich. Eine Lösung muss her und zwar schnell. Wäre doch die blöde Konsole und damit der Strom für die Heizung nicht ausgefallen…

Strom! Genau die Lösung!

Mit Strom kann man Muskelzellen zum Zucken anregen! Das müsste doch lebendig aussehen…

Ray legt eine Stromleitung rasch dahin, wo der Flügelkrake das raus tut was die Verdauung so übrig lässt. Naja, Pfui! Eilig montiert Ray einen Drehregler auf die Reling um den Strom so unbemerkt mit der linken Hand zu dosieren.

Mit der Kamera in der rechten Hand funkt Ray die Boronen an.

„Hallo, ich sende ihnen jetzt ein paar Lifebilder von Fluppo.“ Er beginnt zu senden.

„Pilot, irgendwie wirkt Fluppo etwas lethargisch. Ist was mit ihm?“

„Nein, nein, alles super. Der ist nur was voll gefressen. Ich hab ihm vielleicht ein paar Leckerlis zuviel gegeben“

„Nun, ähm.“

Der Borone wirkt etwas kritisch und misstrauisch.

„Fluppo hat halt den Wanst voll und ist nun am verdauen.“

„Ich hoffe sie haben ihn nicht mit minderwertigem Futter gequält.“

„Aber nein, dem geht es super! Sehen sie, wie fröhlich er mit den Tentakeln winkt!“

In diesem Moment dreht Ray einige Male an dem Schalter und der Krakenkadaver zuckt unter den Stromschlägen.

„In Ordnung, Pilot. Ich überweise gerade das Geld. Der Frachter ist jetzt in ihrer Nähe bitte beamen sie die Fracht herüber.“

„Kein Problem!“

Kein Problem – sehr lustig. Die Kohle habe ich jetzt und die Königin ihre Bildchen. Aber das Vieh ist vollkommen im Eimer und die Fischfressen werden das sofort merken, wenn sie ihn haben. Was ist nun zu tun?

Ein tragischer „Unfall“ muss her. Schleunigst.

Grübel…

Es eilt, denk nach…

Die Sprengköpfe!

In Frachtraum D lagern noch einige paranidische Sprengköpfe für Raketen des Typs Hornisse. Wenn die Dinger im Frachtraum vom Delphin hochgehen, ist das Teil samt Inhalt Raumstaub. Und ich bin dann längst weg.

Ray legt 5 Sprengköpfe mit einem Zeitzünder in das Becken.

Noch 4 Mizuras.

Ray eilt ins Cockpit

„Hallo boronischer Frachter. Erwarten sie in Kürze die Fracht. Ich mache mich dann sofort auf den Weg, der nächste Auftrag wartet schon. Schönen Tazura noch.“

„Danke, Pilot. Guten Flug“

Noch 2 Mizuras

Sprung vorbereitet, Antrieb geladen.

Noch 0,5 Mizuras

Beamen! Sprung!

Die „Wilhelma“ springt aus dem Sektor. Zur gleichen Zeit materialisiert sich der Flügelkrake samt Wasser im Frachtraum der Boronenschiffs. Natürlich tun das auch die Sprengköpfe…

Bumm

Beobachter sehen ein kurzes, helles Aufleuchten und danach eine im Sternenlicht glitzernde Staubwolke, die sich rasch durch den Sonnenwind im All verstreut.

Im Sektor Energiezirkulum betrachtet Ray nervös den Bildschirm, auf dem der TGN Kanal ständig aktuelle Nachrichten laufen. Er befürchtet, dass eine Spur zu ihm führen könnte. Er musste nicht lange warten.

Aktuelle TGN Sondermeldung

„Ein Trauertag für alle Boronen und ihre Freunde. Der geliebte Flügelkrake der Königin ist heute bei einem Flugunfall eines Boron Delphin auf tragische Weise ums Leben gekommen. Fluppo, so der Name des Lieblingsschmusetiers ihrer boronischen Majestät, kam gerade aus Königinnenhügel mit einem anderen Schiff nach Königstal, wurde gerade an Bord gebeamt, als das Schiff unglücklicherweise auch schon detonierte.

Die sofort eingesetzte Untersuchungskommission der Boronischen Raumflugbehörde vermutet ein katastrophales Versagen des Antriebskerns als wahrscheinliche Unfallursache. Genauere Analysen konnten jedoch nicht durchgeführt werden, da das Unglücksschiff bei dem schrecklichen Unfall förmlich atomisiert wurde.

Es wurde durch die Regierung des Königinnenreiches ein Trauertazura ausgerufen, damit alle loyalen Bürger mit ihrer alles geliebten Königin trauern können. Es wird das tragen von schwarzen Tentakelbinden empfohlen. Kondolenzschreiben sind an das königlich-boronische Hofamt in Königstal zu senden.

Von Fluppo blieben diese letzten Bilder aus dem TL, der ihn in diesen Sektor transportierte. Die Aufnahmen entstanden kurze Zeit vor dem Unglück. Sehen sie nur wie glücklich er im Wasser planscht, das arme Tier ahnte offensichtlich nichts von seinem bevorstehenden Ableben.

Mach es gut, Fluppo.

Alle Boronen vermissen dich.

Achtung, im Hoheitsbereich der anderen Völker wurde leider kein Trauertazura ausgerufen, hier kann normal den Geschäften nachgegangen werden.

Das Informationsministerium der Split gibt in diesem Zusammenhang bekannt, das der Trauertazura natürlich nicht im Gebiet der Split gilt. Einen Trauertazura würde man nur nach dem Dahinscheiden eines besonders glorreichen Kriegers ausrufen, aber nicht wenn ein alberner Krake abkratzt. Es werde im Gegenteil ein Fischesstag beschlossen, denn starke Krieger brauchen viel Protein für starke Muskeln und diese wiederum für ruhmreiche Siege.“

Ray dreht sich mit einem erleichterten Ausatmen vom Monitor weg. Die ganze Sache ist ja noch mal gut gegangen. Also kann ich mich im Gebiet der Boronen weiterhin blicken lassen, dachte er.

Notiz an mich.

Vorsicht mit „Rhonkars Schädelspalter“!

Fortsetzung folgt
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Child of Bodom
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Post by Child of Bodom » Thu, 16. Sep 10, 16:47

Ähm... Ich bin ehrlich zu dir... Der Teil war nicht unbedingt so der Bringer... Der Anfang, wo du noch dauernt abgeschweift bist und diese ganzen Fakten über das X-Universe waren ziemlich lustig... Aber der Teil wo Ray dann auftaucht war irgendwie ziemlich, wie drück ich mich nur am besten aus?, lahm... -.-´ Irgendwie haben wir atm alle ne ziemlich unkreative Phase... Kann das sein? -.-´
Also folgende Ratschläge mal von mir... Den ersten hatte ich schon viel früher mal irgendwo abgelassen... Das Boronenschlachten wird langsam echt langweilig... Es dürfen ruhig auch andere Rassen ihr fett weg kriegen... Vor allem denke ich, dass dadurch vlt. auch neue Ideen für die grottesken Situationen kommen, für die die Story ja eigendlich bekannt ist... Dann die Nummer 2... Wo zum Geier ist der Splatterfaktor geblieben? Der fehlt schon seit etlichen Parts viel früher und seit dem gings mit der Story auch stetig bergab, wenn ich ehrlich bin... Hast du mal irgendwann von den Mods auf´n Sack bekommen? Wenn ja, dann gib dem Ding ein USK18 und **** einfach nen großen Haufen drauf...

4of25[FUP]
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Post by 4of25[FUP] » Thu, 16. Sep 10, 17:33

Tja, keine Ahnung, ich fands lustig. Habe mir aber mal die ersten Kapitel durchgelesen. Soviel Splatter konnte ich da nicht entdecken. Ein Unterschied ist das dort eine genaue Schilderung vergammelter Sanitärbereiche vorkommt. :)

Das mit den Boronen als Opfer ist diesmal durch den Flügelkraken bedingt. Beim nächsten mal werden andere leiden, versprochen.

Über Kreativitätsmangel kann ich z.Zt. echt nicht klagen. Ich schreibe ja gerade an vielen schrägen Missionen im Pandora Mod. Aber die könnt ihr ja leider noch nicht genießen.

Aber ich bin ja für Feedback immer dankbar. Schreibt doch einfach was ihr hier mehr in der story haben wollt oder was ihr meint, das mit der Zeit verloren gegangen ist. Wahrscheinlich seht ihr das besser wie ich, denn man neigt ja leider zur Betriebsblindheit.

Also fleissig Feedback schreiben.
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LastPhoenix
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Post by LastPhoenix » Thu, 16. Sep 10, 21:41

Ich find das neue Kapitel ganz in Ordnung, musste auch wieder ab und zu richtig lachen. (Das hat mir also gefehlt!) Nur der Kampf gegen die imaginären Piraten war bisschen...komisch. Wenn aber wieder etwas mehr Splatter und ein paar mehr Opfer hinzukommen wäre das wieder Ray-Standard x)
Ich war aber überrascht, dass Ray trotz Kater so schnell schalten konnte. oo
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Trascher
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Post by Trascher » Fri, 17. Sep 10, 18:55

Ja muahaha ich lebe ja auch noch.
Kann CoB eigendlich nur zustimmen, irgendwie war der Teil echt nich so der Burner. Mal vom Anfang abgesehen, bei dem man (wie irgendwie in allen Geschichten deinerseits, die mit X zu tun haben ;) )wiedermal deinen Unmut? Hass? Whatever? auf die Boronen erkennen durfte (wieso eigendlich? ) und was noch relativ gut war, der Rest war irgendwie hmmm ne nicht gut. Note zwischen 3-4, ehrlich.
Zieh doch mal wieder jemanden anders durch die Pampe, die Teladi haben irgendwie noch nicht so recht ihr Fett weg bekommen (ok außer die Sitze), die Paranoiden könnten aufs Mowl vertragen, Argonen existieren auchnoch, die üblichen Feinde gibs ja auch, Ray hat das Potenzial, sogar die Alten in die Pfanne zu hauen und ich glaub die Split könnten auch mal sehen wie leicht der Schuss nach hinten gehen kann :)
Alles in allem: Ray ist der Tod auf 2 Beinen für JEDE Spezies, spiel das doch auch so aus ^^

Ansonsten
/vote for 18!
Grüße und wann gibs Nachschub für die Ratten?
Trascher

€: Tante Edith meint übrigens noch, das nach deiner Story Menelaus usw. tod sein sollten oder irre ich mich? Und so alt war der Elefant doch noch garnicht ... :)
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Deleted User

Post by Deleted User » Fri, 17. Sep 10, 19:27

Wieder mal ein herrliches Kapitel. Mir gefällt's. Vor allem mit dem Wissen, dass Fluppo selbst tot und mit einem Kupferdraht im Hintern noch gequält wurde. :D Schön. ^^

Lorn1
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Post by Lorn1 » Mon, 20. Sep 10, 19:00

Ich fand es auch gut, lediglich der anfang war teilweise etwas ähh, lahm
Aber der Rest, gibt 5 von 5 Boronenschädel:

:skull: x :boron: :boron: :boron: :boron: :boron:
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LastPhoenix
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Joined: Fri, 16. Feb 07, 10:27

Post by LastPhoenix » Tue, 21. Sep 10, 21:10

Lorn1 wrote: Aber der Rest, gibt 5 von 5 Boronenschädel:

:skull: x :boron: :boron: :boron: :boron: :boron:
Das Bewertungssystem gefällt mir, das sollten wir gleich regulär für alle folgenden Ray Bangs-Kapitel einführen. : )
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