[Übersetzung][Story]Terraformer Dreams: Xenon Evolution [neuerdings ab 16]

Der kleine Teladi aus dem X-Universum hat Gesellschaft bekommen - hier dreht sich jetzt auch alles um das, was die kreativen Köpfe unserer Community geschaffen haben.

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Glumski
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[Übersetzung][Story]Terraformer Dreams: Xenon Evolution [neuerdings ab 16]

Post by Glumski » Fri, 20. Feb 09, 21:55

So, ich habe mich an die Übersetzung der Geschichte Terraformer Dreams gemacht.
Ich bin bereits bei den ersten drei ... (dritter Absatz).
Ich weiß, dass das Übersetzen einer Geschichte äußerst anspruchsvoll ist, aber trotzdem werde ich die Geschichte übersetzen.

Hier sind die Links zu den deutschen Kapiteln:
Kapitel 1
Kapitel 2
Kapitel 3
Kapitel 4
Kapitel 5
Kapitel 6
Kapitel 7
Kapitel 8
Kapitel 9
Kapitel 10
Kapitel 11
Kapitel 12
Epilog

Mit The Zig ist abgesprochen, dass ich diese Geschichte übersetze und poste.
Hier erkläre ich noch einmal ausdrücklich, dass die folgende Geschichte von mir lediglich übersetzt wurde und im Original von The Zig stammt.

Grüße
Glumski
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Fortschritte

Post by Glumski » Sat, 21. Feb 09, 16:19

Fortschritte der Übersetzung

21.02.09: Ich bin jetzt fast mit Kapitel 1 fertig (7 Wordeiten).
22.02.09: Ich habe mit Kapitel 2 angefangen und bin bei den ersten "..."
03.05.09: Teil 1 von Kapitel 2 ist fertig.

Fragen
Kapitel 1: Gibt es den Sektor Pilgrims Rock? [gelöst]Nein.

Ankündigungen
Ab jetzt stelle ich hier erst das nächste Kapitel herein, wenn ich mindestens eine Rückmeldung erhalten habe!

Seitenzahl
Stand 03.05.09: ca. 10/227 Seiten fertig.
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Post by Glumski » Sat, 21. Feb 09, 18:10

Terraformer Dreams
Xenon Evolution

Kapitel 1: Der Durchflugssektor

Ein leises, äußeres System, Lichtjahre entfernt von dem geschäftigen Treiben der Kernsektoren. Nur wenige kleine Stationen durchbrechen die dunkle Leere der Ekliptik. Kein Handelsposten, nicht viel von irgendetwas. Einige wenige Schiffe schleppen sich hin und her, meistens Transporter, die irgendetwas befördern, aus dem oder meistens nur durch das System. So wurde es auch manchmal genannt: Ein Durchflugssystem – eines dieser Systeme, durch die man auf dem Weg irgendwohin einfach nur hindurchfliegt. Ein Argon M3 führte seine einsame Patrouille durch.

Auf einem der Transporter, die durch das System flogen, guckte Hillios Aksandros II die Teladi Handelsnachrichten in seinem Sub-Cockpit. Seine Mutter, die renommierte Industrialistin Hillios Llizandross, wurde gerade interviewt. Sie diskutierte über den Teladianiummarkt.
„Die Preise in den Randwelten werden fallen“, sagte seine Mutter. „Sie müssen, sie sind nicht aufrecht zu erhalten. Aber der Sättigungs- oder Standlinienwert wird aus Notwendigkeit höher sein, als der von…“ <Gähn!>
Aksandros hatte versucht, Notizen zu machen, seine Mutter würde ihn garantiert die Sendung abfragen, aber eine halbe Seite voller Kritzeleien zeigten, wo seine Aufmerksamkeit gewesen war. Er entwarf halbherzig einen Orikin, einen ekeligen Seebewohner, den er einmal in einer der boronischen Randwelt gesehen hatte, als seine Aufmerksamkeit plötzlich durch einen Tonwechsel zurückgelenkt wurde.
„Natürlich gibt es niemanden ohne seine eigenen Probleme, Hillios Llizandross“, sagte der Interviewer mit einem leicht verspottenden Unterton. „Es gibt es ein altes Sprichwort für jeden anständigen, profitmachenden Teladi, der eine faulenzende Brut ist! Oder etwa nicht?“
„Ich weiß nicht, wovon sie reden“, sagte Llizandross kurz und bündig.
Aksandros zuckte. Bitte, dachte er. Nein!
„Viele sagen, dass sie ihren Kindern beide eine beachtliche Summe an Credits gaben, aber dass…“
„Das stimmt“, sagte sie. „Aber es war ein weises Investment, denn meine Tochter hat ein großes…“
„Natürlich, wir alle haben nur Gutes über Hillios Kiella gehört, aber…“
„Kiella hat nur…“
„Allerdings, aber Gerüchte besagen, dass ihr Sohn jetzt sein gesamtes Vermögen bei einem Nividiumbetrug verloren hat!“
„Was!?“, zischte Llizandross. „Das stimmt nicht. Warum tun sie…“
„Das Gerücht in Achtzehn Milliarden ist, dass er fast bankrott ist. Ist er es etwa nicht?“
„Sie verbreiten solche Lügen weiter?“ Sie schrie nun fast. „Das ist Rufmord! Sie wagen es… Ich dachte, dies wäre eine ehrenwerte Station? Was für eine Art von Fragen sind diese? Hillios
Aksandros II hat Profit gemacht. Er ist ein großartiger Händler. Bakazu! Wenn sie mit solch gemeiner Verleumdung weiter machen, könnte ihr Sender sich in großem Ärger wieder finden! Ich sehe es schon kommen! Sie möchten mit mir über die Märkte reden und dann so etwas und…“

Aksandros schaltete den Bildschirm aus. Das ist schlecht, dachte er. So schlecht, wie es nur sein konnte. Warum mussten sie ihn erwähnen? Das schlimmste war, dass es wahr war, jedenfalls das meiste. Er war kein ‚großartiger Händler‘, er konnte gerade die Lebenshaltungskosten abdecken, ganz zu schweigen von Profit. Er hatte beinahe die ganzen Credits, die ihm seine Mutter gegeben hatte, in nur wenigen Tagen verloren, nicht bei einem Nividiumbetrug – so schlecht standen die Dinge nicht – aber die Wahrheit war nicht viel besser. Nicht für seine Mutter. Sie würde es nicht verstehen.
Und jetzt war er hier, in den Randwelten mit einem Frachtraum voller Silizium. In den Randwelten! Ausgerechnet die Systeme, in denen Silizium produziert wurde. Er hatte alles außer seinem letzten Schild bezahlt, um an diese Fracht zu kommen. Es war eine einzigartige Gelegenheit, unglaublich preiswert, aber mal ehrlich… Er konnte froh sein, wenn er hier alles los wurde, ohne Profit zu machen. Vor allem so weit draußen. Warum war er wieder auswärts geflogen? Wenn er zu den Heimatsektoren umkehren würde, könnte er ein wohlreichender Mann werden. Er wäre garantiert ein sichererer Mann. Es wurde erzählt, dass diese Randsysteme voller Piraten, Raumschiffknackern und Sklavenhändlern seien. Die Muskeln ober- und unterhalb seiner Halswirbelsäule pulsierten nervös, wodurch seine Grate knackten. Nein, sagte er sich, umdrehen ist nicht Teil des Plans. Er war schon fast da. Nur noch zwei Systeme. Der Platz, von dem er seit Jahren träumte, die paranidische Station, nur zwei Systeme entfernt. Er musste sich beruhigen, er war fast da.

Als die Kommunikationskonsole piepte, starrte Aksandros gedankenverloren aus dem Fenster. Es war ein Planet in der Nähe. Man munkelte, dass dieser kein Planet war, wie die anderen im bekannten Universum. Sie spekulierten, dass es eine Atmosphäre gab, die auf UV-Strahlung von dem lokalen Stern reagierte, aber niemand wusste es wirklich. Nicht sicher. Jede Sonde, die sie jemals heruntergeschickt hatten, war sofort verloren worden. Ein Mysterium, welches dort wie ein dickes, fettes Marshmallow saß. Die Farbe blasste dort aus, wo die Atmosphäre an das Vakuum grenzte, und an der nächsten Seite des Planeten meinte Aksandros, Berge auszumachen – Felsen guckten durch die Finsternis.
Die Kommunikationskonsole piepte wieder, diesmal lauter. Aksandros schaute auf das blinkende Ding und ging zurück, um seinen Nacken zu massieren. Er schloss seine Augen. Es war seine Mutter. Er nahm eine tiefen Atemzug und stieß ihn wieder aus. Langsam drückte er den Antwort-Knopf.
„Hillios Aksandros der Zweite“, grüßte ihn seine Mutter, Hillios Llizandross förmlich. „Ich hoffe, ich finde dich in gutem Profit!“
Aksandros kreiste mit seinem Kopf als Antwort. „Mir geht es gut. Und wie geht es dir, großartige Mutter?“
„Müde“, seine Mutter lockerte die Förmlichkeit. „Gut, aber das Geschäft hat mich müde gemacht, Aksandros. Trotzdem, der Profit ist gut. Die Geschäfte sind gut… also ist das Leben gut.“
„Gut“
„Du hast mein Interview auf THN gesehen?“
„Ja.“
„Was denkst du?“
„Ich…“
„Der Interviewer war ein Trottel“, sagte sie. „Es tut mir leid, dass er von dir gesprochen hat, Aksandros, er hatte nicht das Recht dazu. Es ist…“
„Es ist OK.“
„Sie werden kein Geld mehr von mir für Werbung bekommen, diese Bakatz!“
Er zuckte zusammen. Es war nicht normal für seine Mutter, diese Sprache zu benutzen. „Ist doch egal. Verlier keinen Profit wegen mir. Der Rest des Interviews war gut.“
„Das glaube ich“, sagte sie.
„Und es ist ein gutes Geschäft für die Leute, wenn sie dich so sehen.“
„Ich weiß“, räumte sie ein, sichtbar besänftigt. „Also hast du von deiner Schwester gehört? Dein Zwilling hat ihre zweite Fabrik aufgebaut. Wusstest du das?“
„Nein, wusste ich nicht. Das ist gut.“
„Eine Erzmine“, erzählte sie ihm. „Guter Profit.“
„Guter Profit.“, stimmte er zu.
„Wie laufen deine Geschäfte?“
„Ich habe einen Frachtraum voller Silizium“, erzählte er ihr stolz.
„Exzellent!“ Sie grinste, „Da ist ein Engpass in der Raketenfabrik in Profitbrunnen. Wenn du…“
„Ich bin…“, schnitt er ihr das Wort ab. „Ich bin auf einem anderen Weg.“
„Ja, und wo bist du? Das Signal ist so schwach.“
Aksandros schluckte, „Ich bin zwei Systeme von Pilgers Fels entfernt.“
„Wo? Das klingt nach einem paranidischen Sektor? Du würdest mehr Profit machen, wenn du hier in…“
„Ich habe dir schon davon erzählt“, blaffte er. „Der Forschungsaußenposten. Erinnerst du dich?“
„Nein.“
„Ich hatte dir erzählt, dass…“
„Nein. Aksandros, tu das nicht!“, jammerte sie. „Die paranidische Wissenschaft… nein! Ich dachte, du wärst aus diesem Zeugs herausgewachsen!“
„Herausgewachsen…?“
„Aksandros, nein! Ich dachte, wir würden…“
„Mutter, ich bin kein Geschäftsmann. Du weißt das. Ich liebe die Credits nicht, so wie du und Kielle, ich…“
„Aber schau mal in den Spiegel, Aksandros – du bist kein Paranide. Denkst du, die lassen dich überhaupt da rein? Teladi machen keine Wissenschaften. Jeder weiß das. Es ist nicht unsere Natur! Wir sind Teladi! Ha, keine Wissenschaftler! Es ist nicht in unserer… unserer DANN. Siehst du: DANN! Die Wissenschaft selbst stoppt uns. Die Paraniden machen große Wissenschaften, weil es ihre Natur ist. Teladi machen großartigen Profit. Das ist unsere Natur! Und dann kaufen wie ihre Wissenschaft mit unserem Profit“, lachte sie. „Das ist die Natur!“
„Aber warum?“, fragte er.
„Aber warum?“, ahmte sie ihn nach. „Wird erwachsen. Es ist so, wie es ist. Der Weg, wie die Dinge sind, und der Weg…“
„Aber wenn du sehen könntest, was ich gerade sehe“, er schaute mit offenen Augen zurück auf den Planeten, den Mund offen. Das Wunder, es war in seinem Mund, er konnte es schmecken. Sein Mund war genauso trocken wie die Leere. Worte waren dort drinnen verloren. „Falls…“
„Ich möchte stolz auf dich sein, Aksandros“, erklärte ihm seine Mutter. „Du bist so gerissen und schlau, und ich weiß das. Aber wie kann ich jemals auf einen Sohn stolz sein, der keinen Profit macht?“
Betäubt starrte er sie auf dem Monitor an. Eine rote LED begann auf einem anderen Bildschirm zu blinken. Seine Augen wichen darauf ab.
„Profit ist Lebensblut“, sagte sie. „Es ist unsere Wirtschaft, die uns…“
„Nein…“, sagte er. „Nein!“
„Sohn, hör mir bitte zu“, machte sie weiter. „Ich möchte nicht, dass du deine Träume aufgibst. Ich möchte, dass du sie wahr werden lässt. Kehre jetzt um und mache Profit, Aksandros, und… Aksandros?“
Seine Augen waren immer größer geworden.
„Nein, nein, nein, nein, nein“, rief er Knöpfe drückend und Bildschirme überprüfend. „Nein!“
„Was ist denn?“, fragte sie.
Er schaute sie direkt an.
„Xenon.“


Jo Slammer flog seine Argon Nova knapp um das Sonnenkraftwerk herum, als das Notsignal ertönte. Es war völlig unerwartet. Er hatte die meiste Zeit des Tages damit verbracht, Transporter zu scannen – so wie er meistens seine Schichten verbrachte – nur zurückgelehnt sitzen und den Handel in dem System beobachten. Er hatte in diesem System viel über den Handel gelernt. Es waren alles Essensbeförderungen, die in die Randwelten gebracht wurden und meistens Silizium, welches die Transporter wieder mitnahmen. Und gelegentlich eine Energielieferung hier und da. Das war alles. Nicht viel passierte hier draußen. Es gab kaum Ärger. Ehrlich gesagt hatte er das Notsignal noch nie bisher gehört. Seine Bestimmung hier war eher symbolisch, als eine Präsenz, ein Gesicht für TerraCorp. Falls er ehrlich war, war er nur hier, um die lokale Anständigkeit zu bewahren, um die Piraten davon abzuhalten, in dieses System einzudringen. Er hatte seit Mazuras keinen Schuss mehr abgefeuert – wenigstens nicht außerhalb des Simulators.
Deshalb ließ ihn das Notleuchtfeuer komplett überrascht abschwenken, wodurch er beinahe den linken Flügel an einem der Werbeflächen des Sonnenkraftwerkes verloren hätte. Er drehte das Schiff kurz vor dem Aufschlag und flog von der Station weg. Er fühlte einen Adrenalinstoß. Was geschah gerade? Es war mindestens vier Stunden, bevor seine Schicht vorüber gewesen wäre. War das der Notfallkanal?
„Ähh…“ Er suchte den Notantworteknopf. „Ähm, hallo?“
Nichts. Er schaltete den Radioschalter um.
„Ähm…? Ah!“ Er drückte den roten Knopf. „Hallo?“
Ein Rauschen drang durch die Lautsprecher – für einen Moment dachte er, es wäre weißes Rauchen.
„Was? Ist irgendjemand…“
„Beisssstand angefordert. Bitte hilf mir.“
‚Teladi?‘, dachte Jo. ‚Du bist weit weg von zu Hause.‘
„Beisssstand bitte!“, zichte es.
„Natürlich“, sagte Jo. „Wie kann ich behilflich sein?“
„Hilf mir!“, sagte es. „Xenon!“
Eine Welle kribbelte durch seinen gesamten Körper, von seinem Herz bis in die Spitzen seiner Finger. Xenon. Er tippte auf seine aktiven Scanner.
„Wo? Ich sehe es nicht!“
„Das Feld im Norden. Die Asteroiden. Warten sie, ich werde es durchstellen.“
„Du wirst was?“
„Öffne deinen Sat-kanal.“
„Meinen was?“
„Deinen Satellitenempfänger“, zischte er. „Den grünen Knopf mit dem ‚C‘-Symbol.“
„Häh?“ Jo suchte sein Cockpit ab. Er fand den Knopf. „Äh, OK, aber ich sehe keine… ähm?“
Seine Navigationskonsole zeigte nun einen zweiten Aktiven Scan, der um das teladianische Schiff kreiste.
„Das… das ist sehr schlau“, murmelte er.
Weit in dem Norden, gerade auf der Ecke des Bruchstückfeldes war ein roter Punkt. Er ließ sich weitere Informationen darüber anzeigen.
„Oh, es ist OK. Es ist nur ein M. M4-Klasse. Kein Problem. Es lenkt genau auf dich zu, aber Transporterschilde können ein M4 für Stunden aufhalten. Bleib einfach auf deinem Kurs, ich komme herüber und schieß ihn hinter dir ab.“
Der Teladi machte ein merkwürdiges Geräusch.
„Wie bitte? Das wurde nicht übersetzt!“
„Ich kann nicht. Ich… ich habe meine Schilde verkauft.“
„Was? Du…“ Jo scannte das teladianische Schiff. „Einmal fünf Megawatt?! Du musst…? Der Schild wird zusammenbrechen… Wir haben ein Problem. Äh.“ Jo war verblüfft.
„OK, ich lenke fliege genau auf dich zu. Fang ihn ab.“
„Ja, I fliege auf dich zu, so schnell ich kann, aber wir sind zu langsam. Er hat dich in vier Mizuras, ich kann erst in sieben da sein.“
„Tu es einfach“, zischte der Teladi. „Ich werde Zeit kaufen. Sorg nur dafür, dass deine Kanonen heiß sind!“
Der Comm-Kanal schloss sich. Jo schüttelte den Kopf – der Teladi war tot. Er scannte das teladianische Schiff noch einmal, es flog mit 83 Metern pro Sekunde auf ihn zu. Ein fünf-Megawatt-Schild, keine Kanone, keine Rakete. Nicht einmal Kampfdrohnen. Nichts. Dieser einsame Teladi, der auf ihn zu flog, war tot. Wenn er den Zoom benutzte, konnte er den Xenon das Testament aufsetzen sehen. ‚Originell‘, dachte er, ‚ein Xenon hier draußen.‘ Er versuchte sich zu erinnern, war der nächste Xenonsektor acht oder neun Sektoren entfernt? Er überprüfte es. Sieben. Und jetzt war er hier, und da war nichts, was er für diesen armen, toten Teladi noch tun konnte.
Nichts.


Auf seinem Geier, machte Hillios Aksandros weit mehr als nichts.
„Bitte, bitte…“, murmelte er atemlos. „Bitte.“
Verzweifelt versuchte Aksandros, eine Apparat zu verkabeln. Seine Hände waren plötzlich so unbeholfen, und einfache Sachen benötigten eine zu große Zeit. Aus irgendeinem Grund konnte er nicht einmal ein Kabel einfädeln.
„ich habe keine Zeit dafür.“
Dieser Apparat: Nur wenige Personen im All waren sich sicher, dass sie überhaupt existierten, nahezu niemand hatte einen. Aksandros hatte ein Heidengeld auf dem Schwarzmarkt dafür bezahlt, das meiste seines Erbes. Er hatte einen Piraten verdammt reih gemacht. Dieser war einer der brandneuen, höchst geheimen paranidischen Tarnvorrichtungen. Er dachte, es würde großartig sein, um in die weit entlegenen Sektoren zu gelangen, er wäre komplett sicher, unsichtbar. Das Problem war, er hatte es nie zum Laufen bekommen. Aksandros war nicht dumm, natürlich hatte er ihn überprüft, bevor er ihn gekauft hatte. Es arbeitete, er wusste das, es funktionierte nur nicht auf seinem Schiff. Er hatte alles versucht, aber kein Glück gehabt. Das Problem war: Sein Schiff konnte einfach nicht genug Energie hineinpumpen, um ein stabiles Feld um die riesige Masse seines Schiffes aufrechtzuerhalten. Die Vorrichtung war einfach für Kampfschiffe vorgesehen, die Hochenergie-wenig Platz-Kombinationen machten es möglich. Ein Transporter, der am anderen Ende des Energie-Größenspektrums lag, war eine ernste technische Herausforderung. Er hatte immer gedacht, früher oder später würde er das Problem lösen können. Bisher hatte einfach nicht genügend Ansporn gehabt. Er schaute auf.
„Arrgh!“ Zwei Mizuras. Er hatte bereits Laser- und Schildenergie eingespeist, zusammen mit der Notbatterie. Er hatte schon die Extraenergie von Kommunikation und Motor einbezogen, doch es war immer noch nicht genug. Computerenergie? Es war einen Versuch wert. Er veränderte die Schalter und Relais. Nichts? Aber das war alles… Fast alles. Da war noch eine Quelle übrig… Lebenserhaltung. Er dachte für eine Sekunde nach. Lebenserhaltung… Oh, was hatte er zu verlieren? Er war sicher, dass er drei Minuten ohne Luftrecycling überleben konnte, und der Temperaturabfall sollte nicht so schnell voran gehen. Es waren nur drei Minuten, das konnte er bestimmt aushalten. Hatte er eine Wahl? Die Warnungen ignorierend, speiste er auch diese Energie ein. Plötzlich verstummte das Zischen der Luftabsaugöffnungen, das Licht wurde dunkel. Als das Schiff in kompletter Stille und Dunkelheit versank, stieg die Energie in der Vorrichtung. War es genug? Das Apparatursignal wurde grün. Ja! Es funktionierte! Aksandros fand seinen Weg durch die blinde Schwärze zurück in das Cockpit, welches leicht von dem pinken Licht des nahen Planeten erleuchtet wurde. Das Xenonschiff war weniger als eine Mizura entfernt.
„Arbeite“, bettelte er. „Bitte!“


Jo war beunruhigt. Der Teladi Geier war gerade eben dunkel geworden.
Als die Triebwerke vor einer Mizura erstarben, war er beunruhigt, dass das Schiff per Eigendynamik auf ihn zu fiel. Danach erstarb das Kommunikationssignal, zusammen mit dem extra Kreis auf seinem Scanner. Er konnte keine Antwort darauf finden. Und jetzt waren alle Lichter ausgegangen. Als er das Schiff erneut scannte, gab es kein Lebenszeichen. Sogar die Lebenserhaltung war weg. Er konnte das nicht verstehen. Was passierte mit dem Teladi? Der Xenon war nicht einmal in Feuerreichweite. War das eine neue Art von Xenonbewaffnung? Was passierte gerade?
Als er den Geier noch einmal scannte, erschien plötzlich ‚Ziel zerstört‘ auf der Konsole.
„Nein“, er schaute dorthin, wo das Schiff gerade noch gewesen war. „Was?“ Der Xenon wat immer noch außerhalb der Reichweite, aber das teladianische Schiff war weg. Aber das Heck des Schiffes schien immer noch in der Leere zu hängen. War es… gesprungen?
„Was zur…?“
Das Heck verblasste. War das Schiff gesprungen? Aber jetzt schien das Cockpit erneut zu erscheinen, doch dann verblasste es wieder ins nichts. Für einen Moment schien es so, als ob das ganze Schiff verschwunden wäre, als plötzlich ein weißer Blitz erschien und das gesamte teladianische Schiff wieder sichtbar wurde. Deutlich wie am Tag.
„Teladi Geier“, informierte ihn der Zielcomputer.
Das Xenonschiff hielt weiter darauf zu, beinahe in Feuerreichweite. Jo sah den Geier wieder zum Leben erwachen.

Es hatte versagt. Die Tarnung hatte versagt. Aksandros verfluchte die Sterne, die Paraniden, die Argonen, die keine schnelleren M3s bauen konnten, sich selbst – Schilde für einen Teil einer Tarnvorrichtung verkaufend – er verfluchte alles, als er sich damit abmühte, den fünf Megawatt-Schild wieder zum Laufen zu bekommen. Warum hatte er nicht einfach einen Sprungantrieb gekauft? Seine Gedanken rasten, sprangen wahllos. Jetzt seine Schule, seine Schwester, seine erste Freundin, sein Besuch auf Ianamus Zura. Er konnte die Realität davon jetzt spüren. Er würde sterben. Wirklich, sterben. Er. Er bemerkte, dass die Luft fad war, sein Atem hinterließ kleine Wölkchen vor seinem Mund. Der Frost war nun stark. Seine Augen brannten. Er beobachtete sich dabei, wie er die Lebenserhaltung wieder einschaltete. Das ist richtig, echote durch sein Gehirn, ich muss die Lebenserhaltung haben. Ich brauche die Lebenserhaltung.
„Für ein kleines bisschen länger“, hörte er sich selbst sagen.
Der Xenon war nun nahe genug, um ihn zu töten… „Ziel ist nun in Feuerreichweite.“

Jo schaute hilflos zu. „Du wirst gerächt werden, Teladi, ich verspreche es.“
Es war so ein Klischee, aber was konnte er sonst tun?
Ein Moment der Stille verging, als jeder seinen Atem anhielt.

Der Comm-Bildschirm erwachte zum Leben, eine unbekannte Gestalt inmitten des Chaos, Lichter und Schaltkreise.
„Hier spricht Hzzar Qr von den Terraformer Epsilon, ich rufe den teladianischen Händler. Erbitte Antwort.“
Jo hörte es auch, er starrte durch seinen Comm-Bildschirm in Ungaube.
„Bitte Antworte“, sprach der Xenon weiter. „Ich komme in Frieden.“

Glumski
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AnkÜndigung!!!

Post by Glumski » Wed, 25. Feb 09, 18:44

Da ich scheinbar keine Leser habe, die mir oder The Zig eine Rückmeldung geben wollen, führe ich jetzt wieder einmal diese Regel ein:
Bevor ich den nächsten Teil der Geschichte poste, muss ich mindestens eine Rückmeldung erhalten haben.
Falls mir hier also niemand eine Rückmeldung gibt, sehe ich das als allgemeines Desinteresse und stelle hier keine kapitel mehr herein oder beende die Übersetzung sogar. Ich weiß ja nicht einmal, ob meine Übersetzung überhaupt gut genug ist!

Mit fordernden und auch bittenden Grüßen
Glumski

Teladi Profit
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Post by Teladi Profit » Wed, 25. Feb 09, 18:55

Okay, dann hier mal mein Kommentar (den du gerne an 'The Zig' weiterleiten kannst / sollst). :)

Die Teladi Namen bestehen aus drei Namensteilen und nicht aus zwei.
Desweiteren noch der Hinweis, dass die Xenon nicht so reden, wie die Menschen bzw. Argonen.

Zur Übersetzung:
Da ich das Original nicht kenne, kann ich dazu auch nichts sagen.
Aber wenn du Hilfe bei der Übersetzung brauchen solltest, dann meld dich bei mir. :)

Zu deiner Frage:
Den Sektor Pilgrims Rock' (würde ich mit 'Pilgers Fels' übersetzen) gibt es nicht.
Kreativität ohne Grenzen!
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Glumski
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Post by Glumski » Thu, 26. Feb 09, 21:32

Danke, jetzt bin ich erst mal besänftigt...

1) a) Ich hatte überlegt, ob ich den Teladi noch einen dritten Namen geben sollte, damit hätte ich aber die Geschichte verfälscht. Zu bemerken ist auch, dass der erste Name der Nachname und der zweite Name der Vorname ist (Hillios Aksandros, Hillios Kelia, Hillios Llizandross).

b) Ehrlich gesagt reden die Xenon auch nicht wie die Menschen. Als Antwort auf die Fragen würdest du im Original immer nur ein [true] oder [false] finden, das konnte ich in der Übersetzung aber leider nicht wörtlich übersetzen; die englische lässt in dem Fall mehr Freiraum.

2) Das Original kann ich dir nur empfehlen! Ich fand die Geschichte völlig genial, was allerdings auch daran liegen könnte, dass mein Englisch noch nicht ganz ausgeprägt ist. Die Geschichte ist aber immer noch besser als der Mist aus diesen "Englischen Krimis für Schulkinder", bei denen pro Seite immer mindestes zehn Zeilen Vokabeln kommen, die ein Schulkind noch nicht kennen sollte...

Nun ja, wenn ich ein Wort nicht kenne, gehe ich auf leo.de. Wenn dort nichts ist, schaue ich ins Lexikon. Sollte das das Wort auch nicht kennen, frage ich dich. :wink:

3) Da ich bei GOOGLE keine Informationen zu dem Sektor gefunden habe (Es gibt eine Menge über Rockbands, die so heißen) dachte ich mir bereits, dass es den Sektor nicht gibt. Mittlerweile habe ich die Bestätigung von The Zig erhalten. Der Sektor sollte irgendwo in der Nähe von Omicron Lyrae liegen.

Mit Kapitel 2 könnt ihr (Teladi Profit und die meine wortkargeren Leser) noch nicht so schnell rechnen. In dieser Woche bin ich leider sogar am Wochenende restlos ausgebucht :x , aber danach müsste ich eigentlich wieder Zeit haben. Möglicherweise stelle ich erst Teil 1 und dann Teil 2 herein (das Original besteht aus zwei Teilen). Teil 1 habe ich jedoch auch erst zur Hälfte fertig.
Viel Spaß beim Warten! :twisted:

Grüße
Glumski

AP Nova
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Post by AP Nova » Thu, 26. Feb 09, 21:53

Glumski wrote:b) Ehrlich gesagt reden die Xenon auch nicht wie die Menschen. Als Antwort auf die Fragen würdest du im Original immer nur ein [true] oder [false] finden, das konnte ich in der Übersetzung aber leider nicht wörtlich übersetzen; die englische lässt in dem Fall mehr Freiraum.
Ist es wirklich so ein Unterschied, wenn man in der deutschen Übersetzung z.B. "korrekt" und "inkorrekt" (gerade habe ich angefangen an der Existenz des Wortes zu zweifeln) schreibt?

Glumski
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Post by Glumski » Thu, 26. Feb 09, 22:03

Leider passt es im deutschen nicht so ganz. Ich weiß jetzt nicht mehr ganz warum, aber während der Übersetzung war ich davon überzeugt, dass ich kein korrekt, wahr oder ähnliches einfügen kann...

Nun ja, wer auf die Frage "Möchtest du Kaffe oder Tee?" mit "Ja!" antwortet...

Inkorrekt müsste aber richtig sein! Jedenfalls erkennt WORD das Wort, genauso wie Witzvigur... Xenonschiff gibt es aber nicht, daraus wird Xenon schiff gemacht... :roll:

Grüße
Glumski

Ich sehe schon die Ankündigungen:
Coming soon: Das Para doxon der digi talen Recht schreibung von einem groß artigen Au tor...

Harry Hammond
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Post by Harry Hammond » Thu, 26. Feb 09, 23:05

ich hasse es zu tippen. Aber meinetwegen ,wenn du weitermachst geb ich keinen Schlechten Kommentar ab :lol:

AP Nova
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Post by AP Nova » Thu, 26. Feb 09, 23:42

Glumski wrote:Xenonschiff gibt es aber nicht, daraus wird Xenon schiff gemacht... :roll:
Word kennt ja auch nur das Gas "Xenon" und das Wort "Schiff", Xenonschiff gibt da einfach keinen Sinn für Word...

Also ich würde schon sagen, dass man auf die Frage "Möchtest du Kaffee oder Tee?" mit "Wahr" Antworten kann, ist zumindest nicht mehr oder weniger falsch als "Do you want coffee or tea?" (Peinlich, wenn ich jetzt einen Fehler gemacht habe) und darauf dann "True".
Pendant zu "wahr" ist dann natürlich "falsch".

Kozaki
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Post by Kozaki » Thu, 26. Feb 09, 23:47

Man könnte auch positiv und negativ verwenden

Glumski
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Post by Glumski » Fri, 27. Feb 09, 17:25

Word kennt ja auch nur das Gas "Xenon" und das Wort "Schiff", Xenonschiff gibt da einfach keinen Sinn für Word...
Nun ja, Wolfsmützenkaffe ergibt auch keinen Sinn, wird aber von WORD erkannt...

Wie auch immer, es gibt viele Möglichkeiten, die Sprache der Xenon deutlich unkohärenter zu gestalten.
Immer noch besser, wenn die Xenon wie Argonen sprechen, als wie Boronen. Dann heißt es nicht ja, sondern natürlich, selbstverständlich und auf jeden Fall...

Grüße
Glumski

Teladi Profit
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Post by Teladi Profit » Fri, 27. Feb 09, 17:56

Word ist wirklich so ein seltsames Programm. Zwar habe ich bei dem die Recht(ver)schreibkorrektor abgeschaltet, dennoch killt oder ändert es mir Wörter. oÔ
Kreativität ohne Grenzen!
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Glumski
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Post by Glumski » Tue, 3. Mar 09, 14:38

So, The Zig hat eine Antwort auf Teladi Profits Kritik geschrieben. Der Originalpost ist hier.

Ich übersetze mal die Antwort:

Zu "Die Xenon reden nicht so wie die Menschen"... Ich stimme dir zu, aber...

Ich spreche nicht "Computer" [als Sprache]. Aber wenn ich die Computerkommunikation eine Weile studieren würde, mir dann ein Tool speziell für diesen Zweck kreieren würde, dann wäre ich mir sicher, dass ich etwas erstellen könnte, was meine Nachricht passend übersetzen könnte.
Als ein spezifischeres Beispiel, meine Sprache ist nichts wie die "Sprache", die EGOSOFTs Server "versteht". Aber durch den Computer, den ich gebaut [?] habe, kann ich ganz einfach hier posten.

Wenn die Xenon mit Argonen reden wollten, könnten sie es. Es gibt mehr als genug Radiogeplapper für sie, was sie sprachlich analysieren könnten, plus das sprachliche Wissen, welches sie von den Terraner geerbt haben.
Und nach den Schiffen beurteilt denke ich nicht, dass es zu hochtechnisiert wäre, wenn sie einen oder zwei Sprecher bauen würden.
[Ende]

Grüße
Glumski
Last edited by Glumski on Sun, 3. May 09, 17:41, edited 1 time in total.

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Post by Glumski » Sun, 3. May 09, 17:40

Kapitel 2; Teil 1 bei TP Hauptquartier ist nun online. Ich stelle hier erst die Übersetzung herein, wenn ich eine vernünftige Rückmeldung erhalten habe.

Grüße
Glumski

PS: Ich habe die Altersfreigabe auf 16 hochgesetzt. Das ist vielleicht momentan noch nicht nötig, aber später geht es ganz schön zur Sache. Evtl. muss ich dannauch auf 18 erhöhen.

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