[Story] Projekt Reunion

Der kleine Teladi aus dem X-Universum hat Gesellschaft bekommen - hier dreht sich jetzt auch alles um das, was die kreativen Köpfe unserer Community geschaffen haben.

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Deleted User

[Story] Projekt Reunion

Post by Deleted User » Wed, 19. Apr 06, 17:32

Ich hab vor einigen Monaten (vor dem Release von X3) mal eine Story geschrieben. Die wollt' ich jetzt einfach mal hier Posten, weil's schon andere gemacht haben und würde mich auch über jegliches Feedback freuen. :) Allerdings ist sie recht lang und passt nicht zur Story von X3. Aber Hauptsache, sie gefällt allen (hoffentlich)! :D
Nun hier ist sie:

Projekt Reunion


Vorgeschichte

Wir schrieben das Jahr 2066. Auf der Erde hatte man vieles erreicht. Man hat durch Zufall entdeckt, ein Wurmloch künstlich zu erzeugen. Man nennt die Ringe, die dies ermöglichen “Sprungtore”. Diese Sprungtore bauen konstant ein Wurmloch zu einem anderen Sprungtor auf und Schiffe können jederzeit passieren. Die Menschheit schickte eines dieser Tore nach Alpha Centauri, einem Planeten, am Ende der Milchstraße. Dieser Transport sollte 78 Jahre dauern.
Alpha Centauri war der erste Planet, den die Menschheit entdeckte, auf dem Leben ohne eine Terraformung möglich war, es existierte eine Atmosphäre, es gab Pflanzen und Tiere. Entdeckt wurde dieser Planet im Jahre 2023 von einem Mega - Weltraumteleskop mit Namen “Hubble 2”. Gewartet wurde es von der ISS, der International Space Station.
Diese war bereits beachtlich gewachsen und ermöglichte sogar dauerhaftes Leben im All. Dadurch flohen viele aus den Ghettos, den sozialen Brennpunkten, aber auch aus der “dritten Welt“. Auch auf der Erde ging es langsam bergauf. Durch die Flucht der vielen Menschen aus schwierigen Gebieten wurde die Lebensqualität der noch auf der Erde wohnenden Menschen enorm gehoben.
Doch die Freude währte nur kurz. Denn im Jahre 2145 drang eine verloren geglaubte Terraformerflotte, welche um etwa 2099 eigentlich abgeschaltet worden sein sollte, in das Sonnensystem ein, um auch dort ihre Arbeit zu verrichten. Dass niemand mit der Ankunft der gigantischen Schiffe gerechnet hatte, lag daran, dass durch die Nachrichtendrohnen, welche extra für lange Weltraumflüge entwickelt worden waren, nicht mehr alle Flotten erreicht werden konnten. Doch niemand erkannte dies. Daher hatte man 2099 geglaubt, alle Terraformer außer Betrieb genommen zu haben, was aber nicht der Fall war.
Bereits ein Jahr später versuchten die Menschen diese Bedrohung durch Waffengewalt zu bezwingen. Jedoch waren die Terraformer auf solche Auseinandersetzungen vorbereitet und vernichteten fast die ganze Erdflotte. Auch die Erde wurde verwüstet und fast die komplette Zivilisation zerstört.
Doch durch einen erfahrenen Raumpiloten, Nathan R. Gunne, konnte die Erde gerettet werden, indem er mit einer kleinen Flotte die Terraformer durch das Erdtor lockte. Bei der Erde gebliebene Flottenteile vernichteten anschließend das Tor in der Hoffnung, dass die feindliche Flotte so weit weg gelandet ist, dass sie nie mehr zurückkommt.
Danach wollte sich die Menschheit keinen zweiten, solch bösartigen Fehler mehr erlauben und strich Weltraumflüge außerhalb des Sonnensystems völlig. Diese “Erholpause” dauerte etwa 500 Jahre.
Doch auf der Erde vermisste niemand die Menschen, die bereits auf Taurus, einem Planeten im System von Alpha Centauri Fuß gefasst hatten. Diese Leute, die nun im Exil lebten, versuchten allerdings aus ihrer Situation das Beste zu machen. Sie entdeckten durch Sprungtore, welche in bisher unbekannte Teile der Galaxis führten, einen Planeten, der Ideal für eine Kolonie war.
Das System nannte man Sonra, den Planeten selber Sonra-4. Im Jahre 2241 wurde dieser in “Argon” umbenannt. Dadurch sollte Nathan R. Gunne geehrt werden.
Doch da 31 Jahre vorher alle Erinnerungen an die “böse” Erde, die die Kolonisten im Stich ließ, gelöscht wurden, fiel niemandem die Verbindung zum Edelgas in der Atmosphäre der Erde, welches auch Argon heißt, auf.
Der Name von Sonra-4 wurde im Jahre 2272 nochmals in “Argon Prime” geändert, da die Regierung nach Argon umgezogen war.
Doch auch die “Argonen” blieben nicht vom Krieg verschont; die Terraformer hatten Stützpunkte errichtet und konzentrierten sich nicht mehr auf die Terraformung von Planeten, sie schrieben ihr Skript um, in dem der Hauptbefehl “Tötet alle Lebewesen!” hieß. Das war der erste Schritt der Terraformer, ihr eigenes Bewusstsein zu entwickeln. Sie fanden das Sonra - System und fingen an, die Schiffe der Argonen anzugreifen.
Die Angriffe waren nicht lange nur auf ein paar Schiffe bezogen, bald wurde alles angegriffen, was von den Argonen gebaut wurde. Die Argonen bereiteten Präventivschläge gegen die “Xenon”, wie sie bald geläufig genannt wurden, vor. Es dauerte nicht lange, da wurde aus den paar Gefechten ein ausgewachsener Krieg.
Im Jahre 2500 etwa entdeckten die Argonen andere Spezies, die in den Weltraum vorgedrungen waren. Zuerst entdeckten sie die Boronen, mit denen sie 2582 die “Gründergilde” gründeten. Das war der erste Kontakt der menschlichen Spezies mit “Außerirdischen”.
Ein Jahr später gründeten die Paraniden und die Split die Profitglide, da sie der Gründergilde den Erfolg nicht anerkennen wollten. Exakt 150 Jahre später traten die geldgierigen Teladi der Profitgilde bei.
Damit waren alle 6 Rassen des “X-Universums” komplett, wobei man die Xenon noch nicht als eigenständige Rasse bezeichnen konnte.
26 Jahre später, im Jahr 2759 gab es eine große Währungsreform. Die neue, einheitliche Währung wurde Credits genannt. Doch war das eins der wenigen Male, dass sich Profit- und Gründergilde überhaupt einig wurden. Doch 2773 wurden sie sich ein zweites Mal einig, als sie das “Energie-Abkommen” unterzeichneten.
Damit wurde geregelt, dass nur noch “Sonnenkraftwerke” gebaut werden durften, Kraftwerke, die Sonnenenergie nutzbar machen und in Zellen speichern. Der Auslöser dafür war das “Ferryman-Unglück”, bei dem bei einer Kernschmelze im Atomkraftwerk der Station die gesamte Station explodierte und über 7000 Argonen umkamen.
759 Jahre nach dem TF-Krieg wurden die Überreste eines in das Sonnensystem der Erde eingedrungenen TF-Schiffs zur Erforschung des “Sprungantriebes” verwendet, einer kleinen Version des Sprungtores, die von jeder beliebigen Position verwendet werden konnte.
Es wurde Kyle William Brennan mit dem Antrieb zu einer der Erde bis heute unbekannten Position geschickt. Als dieser vermisst wurde, folgte ihm Elena Kho, die nicht akzeptieren wollte, dass Brennan verschwunden war. Was niemand auf der Erde wusste: Die beiden wurden ins X-Universum geschickt...

Kapitel 1: Eine mysteriöse Nachricht

“Guten Morgen, meine Herren. Bitte setzten Sie sich doch.”, sagte der General. Es war gerade 14.00 Uhr und die Menschen, es waren etwa zwanzig, befanden sich in einem betonwandigem Raum. An der Wand standen einige Pflanzen und die Leuchtstoffröhren füllten den Raum gut mit Licht. Es hingen auch Bilder von Raumschiffen an der Wand, oder von Generälen. An der einen Seite des Raumes hing eine Projektionsleinwand. An der gegenüberliegenden Seite war eine Holztür. In der Mitte stand ein langer Tisch, der fast den ganzen Raum ausmachte. Am einen Kopfende saß der General, am anderen niemand. In der Mitte war ein Zylinder. Er war Holzbraun, wie der Tisch und diente als Holoprojektionsgerät.
“Natürlich haben wir einen Grund, Sie alle von der Arbeit abzuhalten. Und zwar folgenden.” Der General drückte einen Knopf an seinem Platz und aus dem Zylinder in der Mitte des Tisches wurde ein dreidimensionales Bild des Saturn projiziert. “Das ist der Saturn, wie Sie sicher wissen. In seinem Gürtel fanden wir eine Nachrichtendrohne. An sich wäre das nichts ungewöhnliches, aber das Modell ist etwa 750 Jahre alt!
Auch das wäre an sich nichts sehr schlimmes, aber die Drohne selber ist nur etwa einen Monat alt! Und sie funkte einen Code, den wir seit etwa 500 Jahren nicht mehr verwenden!
Diesen Code sollte eigentlich niemand mehr kennen. Und auch der Umstand, dass sie ganz plötzlich anfing, Signale zu funken, ist mehr als mysteriös.”
Der Saturn wich einem raketenförmigen Ding, der Nachrichtendrohne.
“Sie wurde von einem Frachter auf dem weg zur Plutobasis “Surface Nine” aufgelesen, als dieser den Saturn passierte. Da die Technik dieser Nachrichtendrohne etwas stark veraltet ist, konnten unsere Techniker auf dem Pluto nichts damit anfangen. Also schickten sie sie mit dem nächstbesten Militärtransporter zu uns.
Wir konnten sie hier, in Basis Lake Eyre dann endlich entschlüsseln. Wir haben die Nachricht aufgenommen und diese möchte ich Ihnen nun vorspielen: Ein Gesicht erschien aus dem Zylinder und fing an zu sprechen:

“Hallo! Ich bin Elena Kho, Lieutnant der Vereinigten Nation der Erde. Sicherlich werden Sie mich nach meinem “Unfall” nicht wieder erwartet haben. Aber ich versichere Ihnen, dass ich es wirklich bin. Wir sind nicht in einem unbewohnten Teil der Galaxie gelandet, wie zuerst angenommen. Wir sind in einem stark bevölkerten Teil der Galaxie, dem X-Universum gelandet. Vielleicht kennen Sie nicht mehr den Namen Alpha Centauri, aber das war der erste von den Menschen kolonisierte Planet. Dessen Bewohner sind nach der Trennung mit der Erde durch den großen TF-Krieg mehrfach umgezogen. Jetzt leben sie auf Argon Prime. Das ist der vierte Planet des Sonra-Systems. Er wurde Argon genannt, um Nathan R. Gunne zu ehren, dem Piloten, der die Erde vor der TF-Flotte und somit vor der Vernichtung bewahrt hat. Prime heißt er, weil er der Sitz des obersten Parlaments der Argonen ist. Falls Sie jetzt nachdenklich werden, es hat niemand das Edelgas in der Erdatmosphäre, Argon, gekannt, als dieser Name verliehen wurde. Kyle hat bereits eine Firma hier, falls Sie es wissen wollen. Also, es gibt insgesamt sechs Spezies hier. Die erste sind die Argonen, die Erdnachfahren. Die zweite sind die Boronen. Diese sind äußerst friedlich und sehen in etwa aus, wie eine Kreuzung zwischen einem Elefant und einem Nashorn mit grüner Farbe. Die Teladi sind die dritte. Teladi sind echsenartige Wesen, die sehr auf Profit bedacht sind. Die Paraniden haben auch etwas von ihrem Namen in ihrer Art. Sie denken, sie würden mit ihren drei Augen viel besser sehen können, davon bin ich aber nicht überzeugt. Die Split sind die fünfte Spezies hier. Sie sind äußerst aggressiv und kämpfen äußerst gerne. Vorsicht also vor denen. Die sechste Spezies ist, na ja, wie soll ich sagen, in dem Sinne keine eigene Spezies. Es sind die Xenon. Das wird Ihnen jetzt erst einmal wenig sagen, außer das es griechisch ist und fremdartig bedeutet. Aber vielleicht kennen Sie ja noch den Begriff Terraformer. Das sind die Xenon. Aber bevor Sie jetzt denken, dass ich den Verstand verloren hätte, die Xenon als eigene Spezies und als Freunde zu bezeichnen, sie können denken. Ihnen wurde bewusst, was sie getan haben und sie wurden bereits in die Gesellschaft mehr oder weniger eingeführt. Ich selber war einmal an Bord eines dieser monströsen, riesigen CPU-Schiffe der Xenon. Allerdings gibt es nun auch eine weitere Spezies die bösartig und brutal alle Völker der GEMEINSCHAFT DER PLANETEN angreift. Sie nennen wir Kha’ak. Sie fliegen kleine pyramidenförmige Schiffe, die sich zu großen Clustern zusammentun können. Und einige der Mutterschiffe zusammen haben genug Feuerkraft, um einen Planeten zu zerstören. Das alles macht die Kha’ak zu einer unberechenbaren und gerissenen Spezies, die man zu fürchten haben muss. Ich ersuche die Hilfe der Erde in diesem Konflikt, da die Kha’ak unserer Technologie weit überlegen sind. Aber ich weiß, dass die Erde hochentwickeltere Waffen als wir besitzen. Dieser Nachricht liegen einige Koordinaten von Sprungtoren bei, die Sie sicher anfliegen können. Bitte helfen Sie uns, es ist von Vorteil für alle.

“Das war die Nachricht. Wir haben die Koordinaten mit den Koordinaten des Sprunges von Lieutnant Kho verglichen und haben erfahren, dass diese Koordinaten tatsächlich fast übereinstimmen.
Noch hat die Regierung dem Bau eines Sprungtores nicht zugestimmt, aber die Lage der Völker im X-Universum scheint wirklich kritisch zu sein.
Daher habe ich Sie alle heute hierher gebeten. So können wir am besten bestimmen, was wir tun sollen. So wie es scheint, funktionieren die Antriebe, aber wir können wie bereits gesagt nicht hundertprozentig sicher sein.
Aber derjenige, der das am besten beurteilen kann ist Major Jake Barrington.”, der General zeigte auf einen Mann in den Reihen und dieser stand auf.
“Danke, General. Nun, ich sehe wie Sie alle diese Bilder heute zum ersten Mal und bin momentan genauso ratlos, wie Sie. Aber fassen wir doch einmal die Fakten zusammen:
Vor Jahren verschwanden Lieutnant Elena Kho und Major Kyle William Brennan.
Brennans Schiff war ebenso wie Lieutnant Khos Schiff mit einem neuartigen Antrieb, dem Sprungantrieb versehen.
Sie verschwanden beide an der selben Stelle des Universums. Dort scheinen sich seit der Rückkehr der Winterblossom einige Spezies den Weg ins All gebahnt haben.
Falls Sie es nicht wissen; die Winterblossom war ein Forschungsschiff das ein System von Sprungtoren erforschen sollte. Dieses hatte man zufällig beim Bau eines eigenen Systems entdeckt, als das Erdtor, welches leider am Ende des Terraformer-Krieges zerstört wurde, wahllos Kontakt zu Toren im X-Universum, wie wir das jetzt nennen sollten, herstellte.
Man schickte die Winterblossom da durch und sie erforschte Jahrelang alle möglichen Routen durch dieses System. Anscheinend kann also die Konfiguration der Sprungtore manipuliert werden. Sonst wäre die Winterblossom auf zumindest von Tieren bewohnte Planeten gestoßen.
Offenbar wurde dieses System also von einem hochentwickelten Volk gebaut, dessen Existenz bis heute unbekannt ist. Entweder werden die Sprungtore also gezielt manipuliert, oder mit den Jahrtausenden haben sich Systemfehler eingeschlichen.
Wir vermuten jetzt einmal letzteres. Nun haben sich viele Spezies also in den Systemen, die durch dieses Netz verbunden sind, breit gemacht. Wir dachten immer, dass die Terraformer da irgendwo draußen waren. Wir hatten ja laut dieser Nachricht auch Recht.
Aber als sie von Kha’ak redete, wusste ich jetzt nicht recht, was das sein soll. Wenn also da draußen jetzt eine andere gefährliche Rasse sein sollte, gäbe es Vorteile und Nachteile.
Unsere Truppen würden immer in Übung bleiben und wir könnten neue Waffen und Systeme direkt am lebenden Objekt durchführen.
Aber wenn diese Typen noch höher entwickelt sind, als wir, haben wir insofern ein Problem, dass sie jederzeit die Erde angreifen könnten. Denn immerhin ist die Erde das Technologiezentrum überhaupt. Und von der Erde ginge die größte Gefahr aus.
Aber alles in allem würde ich dem Bau eines Sprungtores zustimmen, weil wir schon einmal gegen einen übermächtigen Gegner gewonnen haben.”
“Darf ich Sie darauf hinweisen, dass das nur einem guten Trick zu verdanken war, der uns vielleicht nie mehr gelingt?”, sagte einer der Professoren am Tisch.
“Das mag sein, aber damals hatten wir nicht fünf Rassen als Verbündete?”, konterte Jake.
“Miss Kho sprach aber von sechs Rassen!”, sagte der Professor beharrlich.
“Die sechste Rasse stellte die Argonen da. Aber da es ja auch nur Menschen sind, tippe ich zwar auf sechs Völker, nicht aber auf sechs Rassen.”, sagte Jake mit einem breiten Grinsen. Der Professor setzte sich wieder.
Da ergriff der General wieder das Wort: “Nun, wie ich sehe, sollten wir vielleicht abstimmen, um die beste Alternative zu wählen.
Also, wer möchte, dass ein Sprungtor gebaut und auf diese sicheren Koordinaten justiert wird?”
Neun Leute meldeten sich.
“Gut, wer möchte dass kein Sprungtor gebaut wird?”
Neun Leute melden sich. “Toll, wer enthält sich?” Vier Leute meldeten sich.
“So wie ich das sehe, haben wir ein Unentschieden.
Ich schlage vor, dass wir zwischen den vier Unentschlossenen eine weitere Wahl abhalten. Wer ist denn eher dem Bau eines Sprungtores geneigt, aber nicht voll dafür?”
Zwei Leute meldeten sich.
“Gut. Und wer denkt, es wäre nicht sehr ratsam, kann es aber nicht genau begründen?”
Eine Person meldet sich.
“Oh, dass ist gut. Da ich jetzt mal annehme, dass Sie, Herr Professor, sich nicht entscheiden können, denke ich, dass die Pro-Seite mit einer Stimme Unterschied gewonnen hat.
Dieses Ergebnis werde ich dem Senat vortragen, sodass dieser sich besser entscheiden kann. Schließlich haben die Senatsangehörigen kaum oder keine Erfahrung mit diesen Dingen. Trotzdem liegt es aber an ihnen, diese Entscheidung zu fällen.
So, jetzt denke ich, könnten wir bereits mit den Vorbereitungen anfangen. Ich sehe Sie dann in zwei Tagen wieder, wenn ich von der Senatstagung wiederkomme.
Major Barrington? Ich denke, ein Mann mit Ihrer Erfahrung sollte am besten wissen, wie man mit dieser Angelegenheit umgehen sollte. Daher übertrage ich Ihnen die Aufgabe, diese Vorbereitungen zu führen.”
“General Kelowna? Vielen Dank für diese Ehre. Ich werde Sie nicht enttäuschen!”, sagte Jake daraufhin, bevor er sich wieder setzte.
“Bei allem Respekt, General, aber denken Sie, dass der Major für diese Aufgabe geeignet ist?
Er war bisher nur ein Jagdgeschwaderanführer. Ich würde für diese Aufgabe lieber einen Mann mit mehr Erfahrung auf der theoretischen Seite des Militärs empfehlen.”, sagte der Professor, der sich mit Jake das Wortgefecht geliefert hat.
“Hehehe. Lieber Herr Professor Ghoranna. Ich denke doch wohl, Sie unterschätzen die Fähigkeiten von Major Barrington.
Ich habe mit ihm im Separationskonflikt gedient. Und was er da geleistet hat, war genial. Ich könnte mir keinen besseren Mann dafür vorstellen.
Und jetzt entschuldigen Sie mich, ich habe eine Verabredung mit dem obersten Senat.”, mit diesen Worten verließ General Jack Kelowna den Saal und ging an die Erdoberfläche zurück.
Dieser geheime Tagungsraum befand sich nämlich etwa zehn Meter unter der Erdoberfläche in der Militärbasis Lake Eyre. Lake Eyre war ein Salzsee in Australien, etwa 100 km lang und 50 km breit.
Der General fuhr mit dem Lift nach oben in Gebäudekomplex eins und ging aus dem Gebäude. Er stieg in einen Militärbus. In der brütenden Wüstenhitze könnte man den langen Weg zur Landeplattform durch den staubigen Sand niemals alleine durchlaufen.
Derweil rückte Jake seine Krawatte zurecht und ging ebenfalls aus dem Raum.

Kapitel 2: Tag X

Er war sich nicht direkt im klaren über eine Person namens Elena Kho oder Kyle William Brennan. Daher ging er ins geheime Militärarchiv und setzte sich an einen der Rechner.
Er tippte zuerst Brennans kompletten Namen ein, da merkte er, dass er keine Erlaubnis zur Benutzung des Archivs eingeholt hatte.
Er sah sich kurz einmal im kleinen unschön gestalteten Raum um, um sicherzustellen, dass alle Türen geschlossen waren.
Im Raum standen nur vier Rechner, mehr nicht. Die Türen waren auf einer Terrasse etwas erhöht angebracht.
Als er sah, dass alle Türen geschlossen waren, bestätigte er den Namen. Was dann auf dem Display erschien, verschlug ihm die Sprache:

“Kyle William Brennan
Major, ESF, Earth Space Fleet
Hat als Staffelführer zwölf Jahre lang erfolgreiche Piraten- und Schmugglerbekämpfung geleistet, bevor er am 3.11.2912 bei unbekannten Koordinaten verschwand und zwei Tage später als vermisst gemeldet wurde.”

Die Informationen besagten eindeutig, an welchem Tag Brennan verschwand. Jake sah auf die Datums- und Uhranzeige des PC, wo stand: 7.3.2933.
Diese Datumsangabe bedeutete, dass Brennan vor 21 Jahren verschwand. Und davon schienen nur die obersten Militärberater etwas gewusst zu haben.
Er fuhr den PC herunter und stürmte aus dem Raum in Richtung Aufzug. Dabei überrannte er fast die Wache, die im Archiv gerade nach dem Rechten sehen wollte.
Er stürmte zum Aufzug, steckte seine Codekarte rein und rannte in den Aufzug, um zur Oberfläche zu fahren.
Die Fahrt dauerte etwa zwei Minuten, bevor er herausstürmte.
Er kam zu spät, er sah das Shuttle nach Kopenhagen gerade wegfliegen. Enttäuscht ging er wieder zurück in den Gebäudekomplex. Er hätte am liebsten sofort den beiden armen geholfen, die jetzt etwa zwanzig Jahre verschollen waren.
Er ging in das Labor vom Professor, der sich so vehement gegen den Bau eines Sprungtores entschieden hatte. Als er hereinkam, sah er den Professor über seinem PC brüten.
“Hallo? Professor?”, fragte er zaghaft. Der Professor sah nach hinten: “Was wollen Sie?”
“Nur mal nach Ihnen sehen. Gegenfrage: Was machen Sie?”
“Ich suche die alten Pläne der Sprungtore, haben Sie was dagegen? Wenn schon das Sprungtor gebaut werden soll, will ich wenigstens gute Arbeit geleistet haben. Ich bin nicht einer dieser idealistischen Leute, die um jeden Preis ihre Ziele durchsetzten wollen, sondern ein verlässlicher Professor, der immer gut arbeitet und seine Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit seines Auftraggebers erfüllt.”
“Aha, dass, dass freut mich sehr. Aber sagen Sie, wussten Sie, dass dieser Major und der Lieutnant schon über zwanzig Jahre vermisst werden?”
“Ja, und bevor Sie fragen, ich habe keine Petition eingereicht, ein weiteres Sprungtor zu bauen. Ich habe Ihnen ja bereits gesagt, dass ich nur meinen Aufgaben nachgehe.”
“Hmm, gut. Nun, arbeiten Sie ruhig weiter, ich will Sie dann nicht mehr stören.”
Jake ging mit abweisenden Gesten aus dem Raum und ließ den Professor alleine. Er klapperte in den darauffolgenden Tagen alle Abteilungen ab, die an diesem Projekt beteiligt waren.
Er war gerade in der Kommandozentrale, als ein anfliegendes Schiff gemeldet wurde. “Alarm, Shuttle dringt in Luftraum über Basis ein. Identifikationscode erforderlich!! Identifikationscodeübertragung läuft.
Erhalte Daten. Übermittlung läuft.
Bitte warten!! ... Bitte warten!! ... Bitte warten!! Identifikationscode übertragen, gleiche Daten an. Code korrekt, Landeerlaubnis erteilt, Landung erfolgt in Landebucht zwei!”, sagte der Computer.
Jake konnte diese elendige mechanische Stimme nicht mehr ertragen. Aber da das vermutlich das Shuttle des Generals war, rannte Jake zum Lift. Er zeichnete schließlich vorübergehend für die Basis verantwortlich. Er rupfte ein paar mal hier und da an seiner Uniform herum, vor dem Spiegel im Lift.
Dann ging schon die Türe auf und Jake rannte in den bereits vorgefahrenen Militärtransporter, der dann auch sofort losfuhr. Wenige Minuten später trafen Sie an der Landebucht ein und Jake sprang aus dem Bus. Er zupfte nochmals an seiner Uniform herum, dann ging er zur Ausstiegsrampe und beobachtete das bereits m Landeanflug befindliche Shuttle.
Kurze Zeit später setzte es unter Ohrenbetäubendem Lärm sanft auf und die Tür öffnete sich.
Der General trat aus und Jake begrüßte ihn, während sie beide in den Transporter stiegen: “Willkommen zurück, General Kelowna. Die Dinge entwickeln sich hervorragend. Den Sprungtorplänen sind wir bereits dicht auf der Spur und auch die Beladung einiger Schiffe läuft hervorragend. Dürfen wir denn ein Sprungtor bauen?”
“Ja, der Senat hat nur gesagt, wenn irgendetwas schief geht, sind wir unseren Job los.”
“Na ja, wenn’s nur das ist. Ich habe mir erlaubt, zwei Schlachtschiffe und ein Trägerschiff für die Passage vorzubereiten.
Dazu kommen dann noch zwölf Jägerstaffeln, wovon ich die erste persönlich anführen werde.”
Der General sah Jake schief von der Seite an: “Sind Sie lebensmüde? Kommen Sie doch an Bord eines Zerstörers.”
“Nein, ich kann so gut fliegen, ich bin nicht für bürokratische Dinge gut.”
Sie fuhren wieder zurück, doch kurz bevor sie am Eingang zum Gebäudekomplex ankamen, kam ihnen bereits ein aufgeregter Professor entgegen.
Der Bus stoppte vor dem Eingang und Jake ging zum Professor. “Hören Sie, Mister, äh, Major und, äh General, wir haben Sie!!” “Was habt ihr?”, antwortete Jake dem völlig verstörten Professor. “Die Pläne, die Sprungtorpläne! Wir haben Sie endlich gefunden und wir schätzen die Bauzeit des Projektes auf gerade einmal dreieinhalbe Monate!!!”
“Sehr gut! Ich halte gleich eine kleine Ansprache vor versammelter Mannschaft, OK?”, sagte General Kelowna.
“Ja- ja ja -jawohl, Herr General.”, antwortete der nun kopflos Richtung Eingang rennende Professor dem General.
Jack und Jake sahen sich an, lachten kurz und gingen kopfschüttelnd rein. Bereits zehn Minuten später befanden sich alle am Projekt teilnehmenden Personen im großen Hangar des Gebäudes.
Kelowna, Barrington und einige andere hohe Tiere auf der Basis standen auf einem kleinen Balkon etwa auf einem Viertel der Gesamthöhe des Hangars.
“Ladys und Gentlemen, ich bin heute hier vor Sie alle getreten, um Ihnen verschiedenes mitzuteilen.
Als erstes die wohl beste Nachricht von allen: Die Arbeit, die Sie in den letzten drei Tagen verrichtet haben, ist nicht umsonst gewesen, wir dürfen ein Sprungtor bauen und die Tür zum Universum erneut aufstoßen!!!!”
Nachdem der General das gesagt hatte, brach die Menge in einen donnernden Jubel aus. Mehrere Minuten dauerte der Applaus an, dann hob Jack die Arme und senkte sie wieder. Die Menge wurde langsam wieder ruhiger und Jack setzte ein weiteres Mal an:
“Der einzige Haken an der Sache: Wenn wir Mist bauen, sind wir alle unsere Jobs los und wir können das mit unter 5% Arbeitslose in der Welt wieder vergessen!”
Schallendes Gelächter brach aus und auch Jack und Jake lachten mit. Als sich das Gelächter wieder gelegt hatte, sagte er ein letztes Mal:
“So, ich will euch nicht zu lange von der Arbeit abhalten, los, haut wieder ab!”
Daraufhin zerstreute sich die redende Masse auf die verschiedenen Seiteneingänge. Alles ging wieder seiner Arbeit nach.
Als die beiden wieder in der Kommandozentrale waren, wandte sich Kelowna an Jake: “Jake, ich möchte, dass Sie an Bord der Raptor gehen und diese, die Lionforce und die Birdflyer vorbereiten. Die Birdflyer hat auch die zwölf erforderlichen Jägerstaffeln an Bord, tun Sie das für mich?”
“Sir, Ja, Sir!!”, Jake salutierte vor Kelowna und drehte sich auf dem Absatz um, um stramm zum Shuttle zu gehen.
Eine halbe Stunde später befand sich Jake bereits auf der Raptor.
Er marschierte mit zwei Wachen im Schlepptau geradewegs zur Brücke.
“Guten Tag, Major Barrington!”, sagte der Kapitän.
“Guten Tag, Kapitän Growdale. Ich bin hier, um dafür zu sorgen, dass die Raptor, die Linforce und die Birdflyer für eine Passage vorbereitet werden. Die Befehle kommen direkt von General Kelowna.”, sagte Jake trocken.
“Moment, was meinen Sie mit “Passage”?”, fragte der Kapitän ungläubig.
“Mit Passage, Sir, meine ich einen Sprung durch ein Sprungtor.” Schlagartig drehten sich alle auf der Brücke befindlichen Personen Jake an und starrten ihn an, als hätten sie gerade gehört, dass sie alle eine Solderhöhung bekommen hätten.
“So wie es aussieht” Jake blickte durch die Runde “hat hier noch niemand vom “Projekt Reunion” gehört? Nun gut, dann denke ich, ist es Zeit, einmal Sie alle in das Projekt einzuweihen. Vor ein paar Tagen haben wir eine Nachricht von einer Nachrichtendrohne angehört. Dort hieß es, das sogenannte X-Universum, welches das Forschungsschiff Winterblossom vor fast achthundert Jahren erkundete, sei bevölkert von sechs friedlichen und einem feindseligen Volk, den Teladi, Boronen, Argon, Paraniden, Split und Xenon. Feindartig sollen die Kha’ak sein. Xenon ist griechisch und bedeutet fremdartig. Es ist die im X-Universum typische Bezeichnung für die bei uns sehr bekannten”
Jake legte eine kurze Pause ein, die er nutzte, um noch einmal in die Runde zu blicken
“Terraformer.”
Man merkte förmlich, wie die Luft aus dem Raum gesogen wurde.
“Die Xenon, oder Terraformer sollen ein Bewusstsein entwickelt haben, sodass sie ihre Schandtaten erkannt haben. Sie haben der GEMEINSCHAFT DER PLANETEN, wie sich der Bund dieser fünf Völker nennt, den Frieden erklärt.
Allerdings ist die feindselige Rasse, die Kha’ak neu für das X-Universum. Sie hätten viel zu starke Waffensysteme und eine sehr präzise Strategie, was es der Gemeinschaft unmöglich macht, sie auszulöschen.
Jetzt kommen wir ins Spiel.
Man hat uns mehrere Koordinaten übermittelt, von Sprungtoren, die in sichere Systeme führen. Wir haben vor, da unsere Waffen den ihren anscheinend leicht überlegen sind, ein neues Sprungtor zu bauen und der Gemeinschaft beizutreten.
Und das Volk der Argonen besteht aus nichts anderem als den Nachfahren der frühen Kolonisten von Alpha Centauri.”, das alles sagte Jake so selbstverständlich wie möglich runter.
Als die Blicke eine Zeit lang immer noch ihn anstarrten, wurde er leicht ungehalten: “Mein Gott, Leute, jetzt schmeißt mal wieder die Rechner an und macht euch an die Arbeit, wir haben nur dreieinhalbe Monate Zeit.”
Sofort machte sich alles wieder an die Arbeit.
“Ach so, bevor ich es vergesse,” Alle Blicke richteten sich wieder auf Jake “wir rechnen mit drei Möglichkeiten.
Möglichkeit eins: Es ist alles so, wie wir uns das vorstellen; wir kommen durch das Sprungtor, werden herzlich begrüßt und schließen eine Allianz mit den Völkern.
Möglichkeit zwei: Wir fliegen durch das Tor, werden begrüßt, aber werden gleichzeitig auch von diesen Typen da angegriffen, dieser siebten, feindseligen Spezies. Auch das wäre nicht weiter schlimm. Aber es gibt ja noch
Möglichkeit drei: Tag X. Die Völker wurden bereits vor Jahren ausgelöscht und wir müssen uns alleine mit diesen Viechern rumschlagen. Wir erwarten aber Möglichkeit drei nur wegen des TF-Krieges. Weitermachen!”
Die Blicke wendeten sich ab und verrichteten wieder ihre Arbeit. “Habe ich das gerade richtig verstanden? Es wird mit Tag X gerechnet??”, fragte der Kapitän.
“Sie kennen doch die Vorschriften seit dem Krieg. Immer mit dem schlimmsten rechnen.”, antwortete Jake selbstverständlich. Beide lachten kurz.
“Also, wenn Sie diese Daten und Informationen jetzt an die Lionforce übermitteln würden, wäre ich sehr dankbar, weil ich dann nur noch die Brdflyer besuchen muss.”, sagte Jake.
“Ich kann die Daten auch an die Birdflyer übertragen, wenn Sie möchten.”, antwortete der Kapitän.
“Nein, nein, lassen Sie ruhig, dass möchte ich machen.”, sagte Jake. Er drehte sich um und ging wieder zum Shuttle. Derweil wurde seine Botschaft durch den Kapitän überall bekannt gemacht. Jake bestieg das Shuttle und zehn Minuten später landeten sie auf der imposanten Birdflyer.
Wieder machte sich Jake auf den Weg zur Brücke. Der war diesmal bestimmt einen Kilometer länger als auf der Raptor. Aber als er auf der Brücke ankam, ließ er wieder seine Rede los. “Ach so, bevor ich gehe, wo sind die Pilotenquartiere?”, fragte er nach dieser den Kapitän.
Der Kapitän erklärte es ihm, aber jener verstand nur Bahnhof. Also schickte der Kapitän eine Wache mit, die ihm zeigten, wo die Quartiere waren. Jake öffnete jede Tür, um den Leuten zu sagen, sie sollen sich im Haupthangar einfinden.

Kapitel 3: Vorbereitungen

“Also, Leute. Ihr seid alle exzellente Jägerpiloten. Ihr habt eine harte Ausbildung hinter euch, aber auf das, was ihr bald sehen werdet, kann euch diese Ausbildung nicht vorbereiten.
Darum bin ich hier. Ich bin, wie ihr vielleicht wisst einer der erfolgreicheren Piloten der Erde.
Ich werde euch anhand der Daten, die wir erhalten haben, auf das vorbereiten, was euch hinter dem Sprungtor erwartet.”
Ein lautes Gemurmel begann.
“Ich weiß nicht genau, was uns hinter dem Tor erwartet, aber einige von euch kennen vielleicht Major Kyle William Brennan. Er verschwand vor genau 21 Jahren im sogenannten X-Universum Lieutnant Elena Kho folgte ihm.
Vor etwa einer Woche traf eine Nachrichtendrohne in den Ringen des Saturn ein. Sie enthielt eine Botschaft der verschollenen Elena Kho.
Laut dieser gibt es eine Bedrohung durch die Kha’ak. Sie terrorisieren jetzt seit einiger Zeit die Bewohner dieses X-Universums.
Wir haben angeblich die besseren Waffen und deshalb versuchen wir es noch einmal, ein Sprungtor zu bauen. Und die Raptor, die Loinforce und die Birdflyer werden hindurchfliegen.
Wir wissen nicht, was uns erwartet, daher werde ich persönlich euch auf eventuelle Schwierigkeiten vorbereiten.”, Jake hob den Kopf, er drehte sich um und machte sich wieder auf in die Brücke.
Dort angekommen setzte er sich an die Funkstation und funkte Basis Lake Eyre an.
Er fragte nach dem Professor, der auch sofort ans Funkgerät kam.
“Was wollen Sie schon wieder?”, fragte er schlecht gelaunt.
“Ich möchte, dass Sie mir die Pläne der Raumschiffstypen schicken, die an der Nachricht dranhingen.”, sagte Jake.
“OK, warten Sie bitte einen Moment. Ich sammle kurz alle Daten, die wir haben!”, sagte der Professor. Jake ging zu einem kleinen Nebenhangar und brauchte nur zehn Minuten zu warten.
Der Hangar war absolut leer, es war nur ein kleiner Notfallhangar. Aber dann traf die Nachrichtendrohne ein. Sie durchflog langsam das Energiefeld, dass das Vakuum des Alls abhielt.
Als Sie das Gravitationsfeld des Schiffes erfasste, krachte die große Rakete mit einem Ohrenbetäubenden Scheppern zu Boden. Jake rannte hin und suchte nach der Datendisk.
Allerdings war der Deckel, der die Disk vor kleinen Trümmern schützen sollte zu stark eingedellt und Jake bekam ihn nicht auf. Also ging er zur Wand gegenüber vom Kraftfeld und drückte ein paar Tasten.
Dann fuhr aus einer Klappe an dieser Wand ein Kranarm heraus und Jake manövrierte ihn genau über die Drohne. Er sammelte die Drohne ein und ließ sie knapp über dem Boden in der Mitte des Hangars pendeln.
Dann winkte er einen Arbeiter, der gerade zufällig in den Hangar kam heran: “Sagen Sie, könnten Sie mit einem Schneidlaser vielleicht die Deckplatte der Nachrichtendrohne aufschweißen, ohne die Datendisk zu zerstören?”
“Klar, ich bin ein Dockarbeiter, die müssen das können!”, antwortete der Arbeiter mit einem Tonfall und Gesichtsausdruck, als ob Jake das zu wissen habe, es sei selbstverständlich.
Der Arbeiter drückte an der Wand wieder ein paar Knöpfe und diesmal fuhr ein Schweißgerät heraus.
Jake zupfte sich die Uniform zurecht und stand stramm, während der Arbeiter sich an sie Schweißarbeit machte. Jake beobachtete argwöhnisch jeden Schnitt des Arbeiters.
Dann war der Arbeiter fertig und Jake nahm die Datendisk heraus. “Hey, was soll ich jetzt mit der Drohne machen?”, rief der Dockarbeiter Jake hinterher.
“Behalten, verschrotten oder sonst was, ist mir egal.”, antwortete Jake. Achselzuckend ging der Arbeiter zur Schalttafel und fuhr die Drohne zum Müllschacht.
Als Jake am Simulatorraum ankam, steckte er die Datendisk in den Hauptrechner.
“Bitte warten, Datendisk wird analysiert. Bitte warten... Bitte warten... Bitte wa- Datendisk analysiert! Enthält 17 unbekannte Schiffstypen. Kopiere Daten. Bitte warten... Bitte- Daten kopiert, Testlauf wird vorbereitet. Testlauf vorbereitet. Testlauf wird jetzt gestartet.”, sagte der Computer mit abgehackter Stimme.
Jake sah, wie sich de Schiffe bewegten. Einige Minuten später war der Testlauf vorüber und die Daten fest gespeichert. Jake nahm die Datendisk aus dem Computer und legte sie auf den Tisch am Schaltpult.
Er stand auf und ging zu einer Schalttafel neben der Tür. Er tippte seinen Autorisationscode ein und sprach in das nun offenliegende Funkgerät: “Achtung! Hier spricht Major Barrington. Ich bitte alle Piloten zum Simulatorraum zu kommen! Ich wiederhole: Alle Piloten bitte zum Simulatorraum.” Jake wartete einen kleinen Augenblick, den er nutzte, um die Simulatoren zu öffnen.
Dann kamen so langsam aber sicher alle 60 Piloten. “Die ersten beiden Jägerstaffeln bitte in die zehn Simulatoren.
Ich habe bereits die insgesamt 17 unbekannten Schiffstypen in den Computer übertragen und eine Simulation vorbereitet. Einige dieser Schiffe sind extrem wendig, manche extrem stark bewaffnet, manche extrem stark gepanzert.
Es sind mehrere Kha’ak- Schiffe dabei, aber auch einige Piratenschiffe und auch einige Schiffe der Gemeinschaft. Sie werden gegen verschiedene Wellen der verschiedenen Schiffe kämpfen. Dann mal los!”, sagte er und öffnete die Simulatoren. Die Piloten stiegen ein und die Simulation startete.
“Als erstes kommt ein sogenannter Kha’ak Cluster. Der besteht aus einem schweren mehreren leichten Jägern und noch mehr Scoutschiffen.”, sagte er.
Die Piloten sahen den Sternförmigen Umriss eines Kha’ak Clusters. Er zerfiel in die Bestandsschiffe und fing an, auf die Jäger zu schießen. Der erste wurde zerstört, der zweite und dritte auch. Zwei Explosionen später war die erste Jägerstaffel komplett zerstört.
Jake schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Die Piloten waren einfach nicht vorbereitet. Wenige Minuten nach dem Simulationsstart waren alle Schiffe der Piloten zerstört und das Licht im Raum ging wieder an.
“OK, Jungs, das Teil kam ein bisschen plötzlich. Ich starte die Simulation noch einmal, aber wenn ihr das versaut, mach ich euch einen Kopf kürzer!”
Die Simulation startete wieder, der Raum wurde dunkel. Diesmal waren die Piloten einigermaßen darauf vorbereitet. Kaum war die Simulation gestartet, war der Cluster nur noch Müll.
Jake unterbrach die Simulation.
“Seht ihr, geht doch. Jetzt geht’s weiter.”, sagte er.
Er ließ die Simulation weiterlaufen. Jetzt kamen einige Piratenschiffe.
Diese stellten für die Piloten kein Hindernis dar. Sie waren an den Abschuss von Piraten gewöhnt und nur eine Minute später startete die nächste Welle.
Die Piloten, die nicht im Simulator saßen, verfolgten den Kampf. Jetzt ging es den argonischen Schiffen an den Kragen. Spiel, Satz und Sieg für die Erdflottenpiloten.
Dann kamen noch zwei Wellen mit boronischen Schiffen und teladianischen Schiffen. Dann war die Simulation vorbei und die nächsten beiden Staffeln waren an der Reihe.
Auch alle anderen Piloten hatten keinerlei Probleme mit den Gegnern und bald waren alle Piloten fertig.
“Gut, Leute. Ging besser als ich erwartet hatte. Diese Simulation werdet ihr mit steigendem Schwierigkeitsgrad bitte zweimal täglich absolvieren. Die ersten beiden Staffeln starten jeweils um 0700 und 1900.
Die anderen Staffeln folgen.
Ich werde mich derweil darum kümmern, dass auch die Großkampfschiffe vorbereitet werden. Sollten Sie Fragen haben, ich werde mich immer auf der Birdflyer aufhalten. Wegtreten!”, sagte Jake und alle Piloten zerstreuten sich wieder über die Gänge.
Jake wartete noch einen Moment und benannte die Simulation mit
“Projekt Reunion Vorbereitungssimulator”.
Er stellte ein, dass täglich eine Welle mehr hinzukam.
Dann ging er auf die Brücke. Dort ordnete er Flottenmanöver an, um auch die Großkampfschiffe auf einen möglichen Kampf vorzubereiten.
Er ordnete an, dass Prototypen der Schiffe gebaut und für reale Schusstrainings eingesetzt werden sollten. Auch auf der Basis Lake Eyre liefen allmählich die Vorbereitungen für den Bau eines Sprungtores.
Es sollte zuerst in kleinen Teilen zusammengebaut werden, in den Orbit transportiert werden und dann endgültig zusammengesetzt werden.
Alles auf der Erde bereitete sich auf die Inbetriebnahme des Tores vor; überall wurden Flak- und Artilleriegeschütze aufgebaut, die Waffenproduktion und Rekrutierung liefen auf Hochtouren.
Dann, kurz vor Weihnachten, am 19.12.2933 ging Jake in den Drohnenfrachtraum der Birdflyer und stellte sich vor die Apparatur zum Aufnehmen und übertragen von Nachrichten. Er aktivierte sie und fing an:
“Guten Tag. Ich bin Major Jakob Barrington, ESF.
Wir haben Ihre Nachrichtendrohne erhalten und über Ihren Vorschlag nachgedacht, ein neues Sprungtor zu bauen und zu Ihren Völkern zu stoßen.
Wir haben es mit dem höchsten Senat besprochen und dieser ist zu dem Schluss gekommen, es zu versuchen.
Wir werden unsere Flotte innerhalb der nächsten drei Monate stark aufstocken und mithilfe den von Ihnen erhaltenen Pläne die Flotte auf alles Mögliche vorbereiten.
Allerdings traut außer dem Militär niemand dem Braten so recht und deshalb wird sich die Erde auf einen eventuellen Tag X einstellen, das heißt überall alles militarisieren um zu verhindern, dass ein erneuter Verlust wie im Terraformerkrieg stattfindet.
Wenn diese Nachrichtendrohne bei Ihnen eintrifft, sollten zwei Wochen vergangen sein.
Sie dürfen uns übrigens bei den Koordinaten H: 277,21 B:102,243 und T:534,991 erwarten, zu denen ich auch diese Nachrichtendrohne schicke.
Sie wird modifiziert sein, damit Sie sie mit Ihrer Technik öffnen können.
Wir werden mit einer kleinen Flotte das Sprungtor passieren und Feuerbereit sein. Sorgen Sie also lieber dafür, dass sich keine unwissenden Frachter in der Nähe befinden, die uns dann eventuell beleidigen und wir sie deshalb beschießen.”
Die Nachricht wurde nicht so lang, aber das modifizieren dauerte dafür umso länger.
Er musste die hochmoderne Nachrichtendrohne schließlich auf einen nahezu steinzeitlichen Stand bringen.
Aber nach zwei Stunden hatte er es dann geschafft. Er stellte die Koordinaten ein und drückte auf den Auslöser.
Dann stellte er sich an das kleine Fenster und beobachtete die Drohne, bis sie außer Sichtweite war.
Dann machte er sich wieder an die Arbeit, nachdem er den General auf der Erde berichtet hatte, dass jetzt auch die anderen bald davon wissen würden.

Kapitel 4: Die Goner behalten Recht

Die besagten zwei Wochen später im System Omicron Lyrae. Ein Argon Merkur nahm seine Bahn vom Osttor zum Westtor.
Er kam gerade von einer Nividiummine im System Schatzkammer. Er wollte nach Minen des Imperators.
“Das war mal wieder ein gutes Geschäft. Bald kann ich mir den Superfrachter leisten. Dann habe ich endlich ein richtiges Unter- was ist das?”, sagte der Pilot, als auf dem Gravidar ein blauer Punkt angezeigt wurde, der kurz zuvor noch nicht da war. “Computer? Zielerfassung aktivieren; Ausrichtung Süden, deaktiviertes Sprungtor.”, sagte er und nahm seine Füße von den Kontrollen.
“Autopilot deaktiviert. Zielerfassung aktiviert. Unbekannte Nachrichtendrohne erfasst!”, sagte der Computer mit gewohnt abgehackter Stimme.
Der Pilot steuerte den Frachter behutsam in Richtung der Nachrichtendrohne. Normalerweise hatte jede Drohne eine Kennung, diese nicht. Das wollte er sich genauer ansehen.
Er aktivierte das Digitale Sichtverbesserungssystem und zoomte näher an das Objekt heran.
Es sah aus, wie eine überarbeitete Version der gewöhnlichen Nachrichtendrohne. Er sammelte die Nachrichtendrohne ein. Dann programmierte er den Computer auf Argon Prime. Dort wollte er die Nachrichtendrohne dem aragonischen Geheimdienst übergeben.
Sein Weg führte ihn durch die Systeme
Nyanas Unterschlupf, Grüne Schuppe, PTNI Hauptquartier, Profitcenter Alpha, Zwei Riesen, Heimat des Patriarchen, Chos Niederlage, Thuruks Stern, Rhonkars Wolken, Rhonkars Feuer, Familie Rhonkar, Thuruks Bart, Hatikvahs Glaube, Nopileos Memorial, Dannas Chance, Brennans Triumph, Olmancketslats Vertrag, Elenas Glück, Trantor, Heimat des Lichts und dann Argon Prime.
Er funkte die Argon Eins an, dass größte Trägerschiff der argonischen Flotte.
Er verlangte, mit dem Chef des Geheimdienstes zu sprechen, Ban Danna. “Hier spricht Ban Danna vom argonischen Geheimdienst, wie kann ich Ihnen helfen?”
“Herr Danna, ich habe in Omicron Lyrae beim Südtor diese Nachrichtendrohne aufgesammelt. Ich schicke sie rüber, ja?”, antwortete der Frachterpilot.
“Beim Südtor? Ist das nicht deaktiviert?”, antwortete Ban. “Eigentlich schon, aber es war nur Glück, dass ich sie gefunden habe.”
“Schicken Sie sie rüber!!”, rief Ban aufgeregt.
Er rannte in den Hangar und nahm die Drohne in Empfang. Außer ihm waren noch einige andere hochrangige Vertreter Argons anwesend. Er spielte die Nachricht ab.
Was sie hörten, ließ ihnen die Mäuler offen stehen. “Ich muss dringen wohin! Lassen Sie einen Zentaur vorbereiten!!”, schrie er und rannte schnell in sein Quartier um einige wichtige Dinge zusammenzukramen.
Dann kam auch schon die Korvette und Ban wurde mit einem Argon Express zur Zentaur geschickt. Er rannte schnell auf die Brücke zum Kapitän.
“Hallo, Ban. Was ist los?”, fragte er.
“Ich hab keine Zeit. Ich erklär dir alles später, aber jetzt muss ich zum TerraCorp Hauptquartier!”, schnaufte Ban erschöpft. Verdutzt drehte sich der Kapitän um und befahl den Sprung nach Heimat des Lichts.
Eine halbe Stunde später dockten sie an dem Ausrüstungsdock an. Ban rannte durch die Andockschleuse und rauf zum Büro von der Geschäftsleiterin, Elena Kho.
Er stürzte herein und erschrocken stand sie auf.
“Ban, was ist denn los?”, fragte sie.
“Ruf deine Tochter und Julian! Sie beide sollen mit dir sofort zum Gonertempel in Wolkenbasis Südwest kommen!! Ich muss euch was erzählen!”, sagte Ban und rannte wieder weg, ehe sich Elena versah.
Während sie beobachtete, wie die Korvette von Ban wieder ablegte, rief sie über Langstreckenfunk Julian und ihre Tochter Saya an. Eine Stunde später waren die Korvette und Julian und Saya beim Tempel und gingen rein. Sie versammelten sich in der Haupthalle, wo sie von Gonern verdutzt angesehen wurden. “Wartet hier! Ich hole Noah.”, sagte Ban und verschwand in der Menschenmenge.
Derweil sprang ein TL-Transporter der TerraCorp in den Sektor. Ein Argon Express verließ ihn und dockte an der Station an. Elena stieg aus und rannte zu den anderen, die nun von Gonern umringt dastanden.
Da kam Ban wieder aus der Menge und zog hinter sich den völlig verdutzten Noah Gaffelt, den Leiter des Gonertempels hinter sich her, der seine Kapuze festhalten musste.
Er stellte ihn zu den anderen und verschwand wieder Richtung Docks.
“Wissen Sie, was Ban vorhat?”, fragte Noah.
“Absolut keinen blassen Schimmer!”, sagte Elena.
“Ich hoffe nur, es dauert nicht sehr lange, ich muss zusehen, dass ich noch schnell ein neues Jägergeschwader für mein neues Agrarzentrum besorge, sonst zerhäckseln die Kha’ak die Station schneller, als man Blinzeln kann!”, sagte Julian Brennan.
“Und ich wollte noch schnell einen Konvoi losschicken.”, sagte Saya.
Aber zwanzig Minuten mussten sie noch warten.
Plötzlich bewegte sich der gewaltige Lastenkran an der Decke der Halle in Richtung Docks und alles sah ihm nach.
“Was sollte denn das jetzt?”, fragte Saya.
Doch die Antwort kam postwendend: Eine Schneise inmitten der Goner tat sich auf und eine Rakete kam auf die Gruppe zu. “Schnell zur Seite!”, sagte Noah und schubste sie unsanft zur Seite.
Hinter der Rakete kam Ban her und zerrte Noah abermals mit. Die Rakete wurde von zwei Dockarbeitern des Tempels geschoben.
“Was soll ich denn jetzt schon wieder?”, fragte der langsam ärgerliche Oberpriester.
“Mir die Nachricht auf den Großbildschirm projizieren!”, sagte Ban und zeigte auf die Wand, auf die nun alles sah.
Die Gruppe mit Julian, Saya und Elena war nun nicht mehr alleine. Dass Ban Danna, der Kopf des argonischen Geheimdienstes persönlich kam, musste etwas wichtiges bedeuten, was sich kein Goner entgehen lassen wollte.
Noah spielte ein bisschen mit der Nachrichtendrohne herum, schloss hier und da ein paar Kabel an und zeigte Ban, der an einem Kontrollpaneel an der Wand stand den Daumen. Ban drückte einige Knöpfe und dann flackerte auf dem Bildschirm ein Bild von Major Jakob Barrington auf.
Alles starrte auf den Bildschirm. Während der Nachricht war jeder still. Auch als die Nachricht abgespielt worden war, war es erst ein paar Minuten lang ruhig und alles sah sich gegenseitig an.
Dann kam langsam aber sicher ein Applaus. Er wurde immer heftiger, bis der ganze Tempel zu beben schien.
Ban sah die drei in der ersten Reihe an, die dann auf ihn zukamen.
“Dass heißt, unsere Drohne ist tatsächlich bei der Erde angekommen!! Sie ist tatsächlich angekommen!!”, sagte Elena. “Das würde meinen Vater freuen, wenn er nicht im Koma läge!”, sagte Julian.
“Endlich können wir den Kha’ak mal in den Hintern treten!!”, freute sich Saya.
“All die Jazuras des Wartens haben sich gelohnt! Nun wissen wieder alle, dass es die Erde tatsächlich gibt. Unsere Predigen waren nicht vergebens! Endlich werden wir für unsere Mühen belohnt!”, sagte Noah an die Decke Sehend.
“Und wisst ihr, wo diese Koordinaten sind?”, fragte Ban.
“Nein!”, sagten die anderen im Chor.
“Sie stimmen hundertprozentig mit dem deaktivierten Südtor in Omicron Lyrae überein!!”, sagte Ban. In den darauffolgenden Stunden verbreitete sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer.
Der argonische Nachrichtendienst GalNet strahlte die Nachricht gleich zehnmal hintereinander ab, immer dasselbe: “Willkommen zu den Nachrichten mit einer Blitzmeldung:
Wie Sie alle wissen, waren die Goner, eine religiöse Sekte, immer darauf bedacht, die Kenntnis vom sagenumwobenen Planeten Erde zu verbreiten.
Nun scheint sich zu bestätigen, was die Goner die vielen Jazuras gepredigt haben: Heute ist eine Nachrichtendrohne unbekannter Herkunft am Südtor in Omicron Lyrae aufgetaucht, die eine Nachricht enthielt, die besagt, dass in zweieinhalb Mazuras eine kleine Flotte der Erde das Südtor in Omicron Lyrae passieren wird.
Daher wird vom Argonischen Militär geraten, sich von Omicron Lyrae fernzuhalten, während die Argon Eins, die Argon Titan sowie jeweils ein Träger und ein Zerstörer eines jeden Volkes die Begrüßungszeremonie durchführen.
Sollten Sie dem nicht wiederstehen können, bei diesem historischen Ereignis zu fehlen, wird das argonische Militär Absperrungen errichten. Hier noch einmal die Originalnachricht:...”
Durch diese Neuigkeiten schienen selbst die Kampfpiloten wieder ungebändigten Mut zu fassen und sie schossen jeden Kha’ak in kürzester Zeit zu Weltraumschrott.
Alle Völker, auch die Paraniden und Split erklärten sich bereit, jeweils einen Träger und einen Zerstörer ihrer reduzierten Flotte bereitzustellen.

Kapitel 5: Projekt Reunion

Zweieinhalb Monate später im Orbit der Erde. “OK, General Kelowna. Wir werden uns nun positionieren!”, sagte der Kapitän der Birdflyer. “Na dann machen Sie mal, dass ist ein historischer Augenblick. Lassen Sie uns nicht so lange warten.”, sagte Kelowna. “Aye, aye, Sir!”, sagte der Kapitän und erteilte die Befehle. Jack und Jake standen hinter dem Kapitän.
“Jack? Ich gehe dann mal zum Hangar. Ich wollte ja die erste Jägerstaffel kommandieren.”, sagte Jakob zu Kelowna. “Machen Sie ruhig. Heute habe ich mehr als gute Laune!”, sagte Jack und lachte.
“Na ja, bei so vielen Leuten, die die Aktivierung des dritten Sprungtores miterleben wollten...”, sagte Jake und ging. Jack schüttelte den Kopf und sah dann wieder durch die Scheibe. Jake marschierte zum Hangar.
Die Pilotenuniform hatte er bereits an. Es dauerte einige Minuten, aber dann war er da und begrüßte die letzte, noch nicht gestartete Jägerstaffel.
“Na dann, Leute. Es kann losgehen!”, sagte er und stieg in sein Schiff. Langsam erhoben sich alle fünf Schiffe und flogen ins All. Sie flogen vorbei an mehreren provisorischen Raumstationen, die extra für diesen Tag errichtet worden waren. Sie sahen die Menschen, denen Jake ansehen konnte, dass sie am liebsten an seiner Stelle wären.
Per Funk kam eine Meldung vom leitenden Ingenieur an Bord des fertigen Sprungtores: “General Kelowna? Die letzten Tests sind jetzt abgeschlossen. Von mir aus kann ‘s losgehen, Sir! Die Systeme laufen mehr als stabil und ein schöneres Geräusch könnte nicht einmal ein frisch geölter Motor machen.”
Der General lachte und sagte: “Ist gut. Fangen Sie in T - 5 Minuten an!” Auf den Brücken der drei Schiffe wurde derweil Champagner verteilt und Jack ging neben den Kapitän. Inzwischen im Sektor Omicron Lyrae: “Warum aktiviert sich das Tor nicht? Wir warten jetzt schon zwei Tazuras!”, sagte Ban und ging nervös hin und her. Er war auf der Brücke der Argon Eins und bei ihm waren Elena, Saya, Julian und Noah. Insgesamt zwölf Hauptschiffe der Argonen, Boronen, Teladi, Paraniden, Split und Xenon befanden sich in einem Halbkreis um das Südtor. Hinter ihnen waren duzende Discoverer, die einen Sicherheitsbereich um das Tor abgrenzten.
Hinter dieser “Linie” waren Hunderte Frachter, Korvetten, Jäger und Personentransporter.
Im Erdsektor sagte eine Stimme, die auch auf den Orbitalstationen zu hören war die Zeit an: “T - eine Minute. ... T - zwanzig Sekunden, 19, 18, 17, 16, 15, 14, 13, 12, 11, 10, 9, 8, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, Start!!”
Jetzt übernahm der leitende Ingenieur das Wort: “Aktiviere Lichterstraße!” Die Ein- und Ausflugsschneisenlichter fingen an, weiß zu leuchten.
“Lade Energiequelle.”
Im Tor begann es zu summen.
“Gebe Zielkoordinaten ein. ... Warte Bestätigung des Computers ab. ... Bestätigung erfolgt, anderes Sprungtor erfasst! Energiequelle geladen, Kondensatoren werden geladen.
20 Sekunden! 19! 18! 17! 16! 15! 14! 13! 12! 11! 10! 9! 8! 7! 6! 5! 4! 3! 2! 1!
Kondensatoren geladen. Aktiviere Steuerdüsen zur Kurskorrektur.”
Jetzt konnte man sehen, wie ab und an weiße Strahlen aus dem Tor kamen, die Steuerdüsen, damit das Tor immer seine geostationäre Position hielt.
Die Jägerstaffeln Eins, Zwei und Drei positionierten sich im Dreieck direkt vor dem Tor. Dahinter die Birdflyer. Daneben Jägerstaffel Vier auf der einen Seite und Fünf auf der anderen. Dann die Raptor und die Lionforce, sodass die Hauptschiffe ebenfalls ein Dreieck bildeten. Links und rechts neben die beiden Zerstörer kamen dann Jägerstaffeln Sechs, Sieben, Acht und Neun. Staffel Zehn, Elf und Zwölf flogen nebeneinander als letztes, sodass sie und die beiden Staffeln direkt vor ihnen, aber neben den Zerstörern ein Dreieck bildeten.
“Erzeuge Schwarzes Loch.”, ertönte die Stimme des Ingenieurs. Plötzlich fing das Tor an, blaue Blitze zu erzeugen. Sie fuhren von oben nach unten, von links nach rechts, und bald auch über den Durchmesser des Rings.
Auch das Südtor in Omicron Lyrae begann, blaue Blitze zu erzeugen. “Was ist das? Ich glaube, sie haben es geschafft! Sie haben es tatsächlich geschafft! Bald sind die Menschen wieder vereint!”, rief Ban, während auch hier auf der Brücke verschiedene Getränke, je nach Volk verteilt wurden.
(Nein, die Xenon haben kein Öl getrunken!)
Jetzt sah man auf beiden Seiten auf das Tor, während die Blitze immer mehr wurden. Plötzlich aber kamen keine Blitze mehr. Doch nur zwei Sekunden später schien das Tor zu explodieren.
In der Mitte des Rings entstand eine große Explosion, aber als sie den Rand des Ringes erreicht hatte, verschwand sie wieder in die Mitte des Tores und zurück blieb ein aktiviertes Sprungtor.
Jetzt brach man in Applaus aus, überall klatschten die Leute, sprangen in die Luft und warfen ihre Hüt weg.
Auf den Brücken der Schlachtschiffe stieß man auf den Erflog des Projektes an. Die Schiffe und Stationen schienen zu wackeln, so sehr applaudierten die Leute.
Dann, wenige Minuten später ging es los: Reihe für Reihe durchflog das Tor. Zuerst verschwand die erste Staffel, die zeite, die dritte, die Birdflyer mit der vierten und fünften, die beiden Zerstörer mit der sechsten, siebten, achten und neunten Staffel, sowie die letzten drei Staffeln.
Zurück blieben nur applaudierende Menschenmassen. Dann, in Omicron Lyrae erschien die erste Staffel und der Applaus brach wieder aus. Nachdem die gesamte Flotte durch war, fing Jakob die Begrüßung an: “Hallo! Hier spricht Major Jakob Barrington von der Erdflotte!”
Einige Sekunden geschah nichts.
“Haben wir was verpasst?”, fragte Jack Kelowna dann, da er begeistert war, von der Anzahl der Schiffe.
“Hier spricht Ban Danna vom argonischen Geheimdienst! Willkommen im System Omicron Lyrae!”, sagte Ban dann. “Omicron Lyrae? Seltsamer Name.
Aber immerhin sind wir durch. Ist viel los hier. Gibt’s Freibier?”, sagte Jake. Ban und Jack lachten mit Jake.
“Nein, hier gibt’s nichts umsonst, aber alle wollten sehen, wie wir mit unseren Vorfahren zusammenreffen.”, sagte Ban.
“Sie reden, als läge das Jahrtausende zurück, dabei waren es doch nur 759 Jahre, wenn ich mich nicht irre!”, sagte Jake. “Nun, falls ich darauf hinweisen dürfte, wir sind hier, weil ihr Probleme mit diesen Kha’ak - Dingern habt!”, bemerkte Jack. “Ach ja, haben wir glatt vergessen.
Momentan haben sie sich recht ruhig verhalten, aber nichtsdestotrotz wurde dieses System vor einem Jahr Opfer der bisher gewaltigsten Kha’ak - Attacke, bei der mit einem Superlaser der Kha’ak fast der Planet zerstört wurde!”, sagte Ban. “General Kelowna!
Wissen Sie, dass all diese Jahre wir, die Goner allein die Existenz der Erde gepredigt haben? Niemand außer uns glaubte an die Erde und bis vor Kurzem hat niemand gewusst, wo genau die Erde liegt!”, sagte Noah Gaffelt.
“Wer ist das denn?”, fragte Jake.
“Ich heiße Noah Gaffelt. Ich bin der Führer der Gonersekte!”, sagte Noah. “Aha.”, sagte Jake. “Nun, vielleicht sollten wir uns einmal näher vorstellen, nach der Reihe, wie wir hier stehen, von ihnen aus gesehen von links nach rechts!”, sagte Ban.
“Wie die Kreatur wünschen!”, sagte plötzlich eine Kreatur, die ein flaches Gesicht hatte und ziemlich sauer aussah.
“Wir Split! Wir sind beste Rasse in Gemeinschaft. Wir die stärksten!”. “Guten Tag. Wir sssshind die Teladi sshht! Wir haben den grössssten Profit!
Wir können am besten mit Geld umgehen sshht!”, sagte eine Echsenartige Kreatur.
“Uns kennen Sie ja bereits!”, sagte Ban.
“Wir sind die Paraniden, ihr unheiligen Wesen!”, sagte eine Kreatur mit drei Augen und einer sehr dunklen Stimme.
“Einen allerschönsten Tag, ihr lustigen Wesen! Wir sind die Boronen, das friedfertigste Volk der Gemeinschaft.
Aber gegen die bösen Kha’ak wissen wir uns trotzdem zu wehren!”, sagte eine grünliche Kreatur mit vielen Fühlern und einem Rüssel, an dem ein Mund war.
“Lade Begrüßungsformular C13! Guten Tag! Lade Skript PP3 - 47FTX! Wir möchten uns nun offiziell für sämtliche feindliche Taten gegen Ihr Volk entschuldigen.
Unser Volk hatte kein Bewusstsein. Unser Volk handelte nach veraltetem, gesperrten Skript H?##43FRfleG%jHH/ge§Frrh!`=878HJrrt#*jh. Haupt - CPU - Schiff wird erwartet in T - 2 Minuten! Lade Skript JUF6 - 88795! Auf Wiedersehen!”, sagte eine abgehackte, dunkle und mechanische Stimme.
“Ihr, seid dann wohl die Xenon, habe ich Recht?”, fragte Jack angespannt. “Diese These ist korrekt!”, sagte die Stimme. “So, nun kennen Sie unsere sechs friedlichen Rassen!
Aber, auch wenn ich jetzt vielleicht den Teufel an die Wand male: die siebte, feindliche Rasse dürfte bald aufkreuzen!”, sagte Ban frustriert.
“Die Kha’ak!”, vermutete Jake.
“Diese Aussage ist Korrekt!”, antwortete der Xenon.
“Wer musste denn alles schon bluten, wegen der Kha’ak, außer den Argonen?”, fragte Jack.
“Wir! Sie haben uns in Paranid Prime überrollt. Aber das liegt nur an euch unheiligen Wesen!”, sagte der Paranide.
“Stimmt gar nicht! Das waren die Yaki - Piraten!”, sagte Julian.
“Ja, aber diese haben sich den ausgemergelten Zustand unserer Flotte zunutze gemacht, weil ihr die Kha’ak gereizt habt! Schließlich haben sie Trantor überrollt!”, sagte der Paranide. “Jetzt macht aber mal halblang!”, fauchte Ban.
“Leute! Ist ja gut. Ihr könntet uns ja vielleicht mal ein bisschen die Gegend zeigen!”, sagte Jake.
“Oh, ja, wir übertragen euch einfach unsere Sektorkarten.”, sagte Ban. “Empfange Daten!”, sagte der Bordcomputer aller Schiffe. “Holla! Ist ja doch ein kleines Gebiet, was da schon ist! Nicht schlecht, nicht schlecht!”, sagte Jack.
Plötzlich flammten in der Umgebung überall Lichter auf. Zehn Kha’ak Cluster, vier Zerstörer und zwei Träger erschienen. “Achtung, Achtung!!! Feindkontakt! Feindliche Flotte ist in den Sektor eingedrungen!”, rief der Bordcomputer aller Schiffe. Die Hunderte Schiffe flogen auseinander und versuchten zu entkommen.
Allerdings kam der Angriff überraschend und viele Schiffe wurden zerstört. “Staffel Eins folgt mir, Pfeilformation!”, schrie Jake und beschleunigte.
“Darauf waren wir ja vorbereitet. Laden sie Raketenbucht drei und vier!”, sagte Jack recht ruhig und nippte an seinem Glas. “Achtung! An alle Schiffe im Sektor, bleibt von den Zerstörern fern!”, rief der Kapitän durch alle Kanäle.
“Raketenbuchten geladen!”, rief der Waffenoffizier zu Jack. “Raptor? Lionforce? Folgt dem Beispiel der Birdflyer!”, rief Jack. “Erfassen Sie die beiden Trägerschiffe!”, sagte Jack. “Erfasst!”, sagte der Navigationsoffizier.
Jack wollte gerade ansetzen, da machte ihm der Waffenoffizier klar, dass er schon verstanden habe. Er drückte auf den Auslöser. “Atomraketen gestartet!!”, rief er.
Von der Brücke beobachtete Jack, wie die beiden Raketen auf die Kha’ak - Träger zusteuerten. Eine Minute später, waren alle Schiffe überall im Sektor zerstreut und versuchten entweder zu entkommen, oder aber die Kha’ak abzuschießen.
Dann trafen die Atomraketen die beiden Träger, die sofort auseinander brachen und eine Atomwolke entstehen ließen. “Wow! Was war das?”, rief Saya.
“Das, meine Liebe, waren zwei Atomraketen!”, sagte Jake, der gerade an einem Kha’ak - Bomber klebte.
Fast schlagartig zogen sich die restlichen Kha’ak - Schiffe zurück und sprangen aus dem Sektor.
“Oh Mann, jetzt haben sie Schiss gekriegt!”, sagte Julian. “Junger Brennan sama! So etwas sagt man nicht!”, bemerkte Noah.
Schnell verflog die Massenhysterie, aber die Schiffe flogen immer noch zielstrebig auf die verschiedenen Tore zu.
“Sagen Sie, General Kelowna, darf die Argon Eins eigentlich mal den Erdsektor besuchen?”, fragte Noah und Ban sah ihn schief an. Er mochte es nicht, wenn man seinem eigenen Schiff eigenmächtig Befehle erteilte.
“Aber sicher doch. Die Raptor wird vorausfliegen.”, sagte Jack. “Aye, aye, Sir!”, sagte der Kapitän der Raptor. Sofort wendete die Raptor und die Argon Eins flog hinter der Raptor.
Kurze Zeit später hatten beide Schiffe die Erde erreicht.
“Das ist also die Erde!”, sagte Noah und ging ganz nah an die Scheibe. “Saya, sollen wir sie uns mal näher ansehen?”, fragte Julian.
“Warum nicht?”, antwortete sie. Die beiden gingen zum Hangar und starteten ihre Schiffe.
“Julian Brennan an Raptor, erbitten Landeerlaubnis auf der Erde.”, fragte Julian denn er wusste beileibe nicht, wen er sonst fragen sollte. Allerdings bemerkte scheinbar niemand die staunenden Menschen in den beiden Stationen neben dem Tor. “Landeanflug genehmigt auf Basis Lake Eyre. Koordinaten werden übertragen!”, antwortete der Kapitän der Raptor etwas später. Die beiden gingen zum Landeanflug über und landeten in den Hangars.
“Mann, ganz schön bewacht!”, sagte Julian, als sie an den vielen Flak- und Artilleriegeschützen vorbeikamen.

EDIT: Hab den Anfang von Kapitel 6 gelöscht und unten mit dem Rest nochmal gepostet, damit auch alle wissen, wie's weiter geht :D
Last edited by Deleted User on Wed, 19. Apr 06, 18:41, edited 1 time in total.

Deleted User

Post by Deleted User » Wed, 19. Apr 06, 18:39

Mist, die Geschichte ist zu lang :shock:

Hier der Rest; Kapitel 6,7,8:

Kapitel 6: Der Überraschungsmoment

Die beiden wurden vom Militärbus abgeholt.
“Hallo. Sie sind also Argonen?”, sagte der Professor.
“Äh, ja, eigentlich schon.”, antwortete Julian. Er war etwas verdutzt, warum man hier noch mit Autos fuhr und nicht mit Landgleitern. “Warum haben Sie keine Landgleiter?”, fragte er. “Weil wir festgestellt haben, dass die Autos besser sind, als die Landgleiter.”, antwortete der Professor.
Sie fuhren zum Hauptkomplex und stiegen aus. Der Professor führte die beiden zu einem abgesicherten Lagerraum. Auf dem Weg dorthin erklärte er ihnen die verschiedenen Anlageteile.
“So. Da wären wir. Codekarte hier rein, Code eintippen, Retina-Scan, das war’s!”, sagte der Professor.
Die Tür öffnete sich langsam und zum Vorschein kam die Nachrichtendrohne.
“Das ist die Nachrichtendrohne, durch das das alles möglich wurde!”, sagte der Professor.
“Das ist sie wirklich! Das ist die Drohne von meiner Mutter!”, sagte Saya.
“Ohne, dass ich das mitbekommen habe?”, sagte Julian.
“Mein Gott! Wir haben nun wirklich nicht erwartet, dass das wirklich funktioniert!”, fauchte Saya ihn an.
Derweil zog die Raptor und die Argon Eins ihre Kreise.
Plötzlich tauchten mehrere Kha’ak Cluster auf und zerstörten als erstes die beiden Stationen.
Allerdings wurden die Menschen bereits abtransportiert. Die Argon Eins und die Raptor beschossen die Schiffe und konnten einige zerstören.
Allerdings kam etwa die Hälfte durch.
“Hier spricht die Raptor! Gerade sind hier Kha’ak angekommen! Basis Lake Eyre? Ihr bekommt gleich besuch!!”, rief der Kapitän der Raptor.
“Haben verstanden!”, rief der Kommunikationsoffizier der Basis ins Funkgerät.
“Alarmstufe drei! Werden angegriffen! Alle auf ihre Posten!!”, brüllte er durch die Lautsprecher der Basis und binnen weniger Minuten waren sämtliche Geschütze besetzt.
“Jetzt verstehe ich, warum ihr so viele Geschütze habt!”, sagte Julian. “Komm mit! Wir helfen ihnen!”, sagte er.
Sie rannten den Weg, den sie gekommen waren zurück und stiegen in den Militärbus. Der raste daraufhin los. Kurze Zeit später war er in Sichtweite des Hangarverteidigungsgeschützes. “Da, sieh mal! Die wollen helfen! Schieß die Jäger ab!”, brüllte der eine Soldat
“Ja ja, mach ich schon!”, sagte der andere.
“Den hol ich mir!”, rief er.
Er schoss, aber der Kha’ak Scout flog weiter.
“Mist! Ich hatte ihn fast!”, sagte er.
“Meine Güte, schieß lieber!”, brüllte der andere, denn gerade war ein Kha’ak Scout im Anflug auf das Geschütz.
Er feuerte bestimmt zehntausend Schuss, aber der Kha’ak war zu wendig.
“Das darf doch wohl nicht wahr sein! Ich hatte ihn fast! Blödes Geschütz!”, schimpfte er.
“Junge, wenn du mit Flüchen Kha’ak abschießen könntest, gäbe es keine mehr! Jetzt triff doch mal!”, sagte der andere. Mittlerweile war der Militärbus angekommen und die beiden stiegen aus und in ihre Schiffe.
Kurz danach waren beide in der Luft.
“Die kauf ich mir!”, sagte Julian und beschoss einen Kha’ak Bomber.
Gleichzeitig beschoss auch das Hangarverteidigungsgeschütz einen Bomber.
“Den hab ich, den hab ich, den hab ich!!!!!!”, brüllte der Schütze und da explodierte der Bomber. “Jahuu!!
Den hab ich.. Nicht abgeschossen. sch****!!!”, schimpfte er, denn mitten im Satz flog Julians Argon Nova durch die Explosionswolke.
“Ich glaub es ja wohl nicht. Zu doof zum Schießen aber dann ‘ne Fette Wumme unterm Arm!”, beschimpfte ihn der andere. “Mach du ‘s doch besser!”, schrie der Schütze den Soldaten an. “Gerne, lass mich ran, da kommt gerade ein dicker Brummer!”, sagte der Soldat.
Die beiden tauschten ihre Plätze. Der Soldat schoss im Dauerfeuer, aber auch hier wurde der Bomber von Julian abgeschossen.
“Ha! Siehst du, du kannst es auch nicht besser!”, sagte der Schütze.
“Die Waffe ist zu blöd justiert. Und wer hat sie justiert?”, sagte der Soldat.
“Du Dummkopf!”, erwiderte der Schütze mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Die beiden tauschten wieder die Plätze.
Langsam wurden alle Kha’ak abgeschossen und auch die beiden Schützen haben sich endlich vertragen und die Waffe richtig justiert, damit sie insgesamt noch vier Kha’ak abschießen konnten.
“Lass uns wieder zur Argon Eins fliegen! Hier ist unsere Arbeit getan!”, sagte Julian.
“OK!”, erwiderte Saya.
Als sie gelandet waren, erzählten sie Ban gleich von dem Kampf. Die Argon Eins flog wieder nach Omicron Lyrae, wo sich wieder alles normalisiert hatte. Allerdings waren alle Schlachtschiffe bereits weg.
Also aktivierte die Argon Eins den Sprungantrieb und trafen in Argon Prime ein. Derweil war die Birdflyer mit der Lionforce in Trantor zur Schadensbegutachtung. Beim ersten Angriff der Kha’ak wurde Trantor nämlich vollständig zerstört.
“Lionforce? Fliegt wieder zur Erde! Dort wird man euch gebrauchen können!”, sagte Jack.
“Ja, Sir, ja!”, sagte der Kapitän der Lionforce und drehte auf das Osttor zu. “Sieht brutal aus, hier. Vielleicht können wir euch beim Wiederaufbau helfen. Wir brauchen sowieso einen Konstruktionsplanaustausch. Wir brauchen die Pläne eurer Fabriken und ihr braucht unsere Schiffspläne, habe ich Recht?”, sagte Jack.
“Können wir machen, aber wir müssen noch klären, ob wir alle den Namen Argonen annehmen, oder ob wir alle Erdlinge heißen sollen!”, sagte Ban.
“Das müssen unsere Regierungen entscheiden, aber ich denke, da Nathan R. Gunne ja auch die Erde vor dem Untergang bewahrt hat, denke ich, nennen wir alles Argon!”, sagte Jack. Jake war derweil mit Elena zum TerraCorp - Hauptquartier geflogen und untersuchte nun verschiedene Verbesserungen der Argonen.
“Das digitale Sichtverbesserungssystem haben wir auch, ist ja ziemlich nützlich. Die Software ist gut.
Aber trotz allem fehlen euch leistungsfähige Energiegeneratoren. Die könntet ihr als Upgrade verkaufen. Wäre eine gute neue Geschäftsidee!”, sagte Jake.
“Aber was ist mit der Boost - Erweiterung, oder dem Handelscomputer?”, sagte Elena.
“Eine Boost-Erweiterung haben wir schon und bisher brauchten wir keinen Handelscomputer.”, erwiderte Jake.
“Wie finden Sie denn so die Firma, die Ihr Vorgesetzter hier gebaut hat?”, fragte Elena.
“Ist nicht schlecht, aber erstens ist er nicht mein Vorgesetzter; ich bin selbst Major, und zweitens, wo ist denn Major Brennan?”, fragte Jake.
“Der liegt im Koma. Er wurde von den Kha’ak entführt und dann ist er ins Koma gefallen.
Bis heute weiß niemand, ob er jemals wieder gesund wird!”, sagte Elena.
“Könnten Sie mich trotzdem hinbringen?”, sagte Jake.
“Ja, sicher.”, erwiderte Elena. Sie flogen mit Elenas TL nach Argon Prime und dort ins Zentralkrankenhaus. Sie fragten sich durch, bis sie an Zimmer 12045 ankamen. Sie gingen rein. Jake sah sich Brennan an.
“Er hat sich immer gewünscht, zur Erde zurückzufinden. Und jetzt, wo es passiert ist, ist er nicht dabei!”, sagte Elena und war den Tränen nahe.
“Major Brennan? Falls Sie es wissen wollen, Erde und Argonengebiet sind vereint!
Die Erde gehört ab sofort dem X-Universum an!”, sagte Jake und salutierte vor Brennan.
Plötzlich zeigten die Geräte einen rasenden Puls an und einen steigenden Blutdruck. Ein Arzt kam hereingerannt: “Unmöglich! Wie es aussieht, normalisieren sich sämtliche Körperfunktionen wieder, auch die Gehirnströme! Er erwacht!!”, sagte der Arzt. Kyle blinzelte ein paar mal und hob die Hand vor die Augen. Jetzt brach Elena in Tränen aus.
Jake machte große Augen.
“Was, was ist passiert?”, sagte Kyle. Er richtete sich auf. “Elena! Was ist passiert? Wo bin ich?”, sagte er. “Sir? Sie lagen im Koma, seit irgendeiner Schlacht im Sektor Omicron Lyrae! Und nun sind Sie erwacht!”, sagte Jake.
“Wer sind Sie?”, fragte Kyle, der nun wieder normal sehen konnte, und stand auf.
“Ich bin Major Jakob Barrington, ESF.”, sagte Jake und reichte Kyle die Hand. Dieser stand auf und sah Jake schräg an:
“ESF, Earth Space Fleet?” Von.. Der Erde?”
“Ganz genau, Sir. Vor ein paar Stunden wurde eine Torverbindung zwischen der Erde und Omicron Lyrae eingerichtet.”, sagte Jake. Kyle begann zu lachen: “Ich fasse es nicht. Zwanzig Jahre lang habe ich versucht, den Weg zurück zur Erde zu finden und jetzt habt ihr es alleine geschafft!”
“Nicht ganz. Elena hat die Koordinaten der Erde gefunden und eine Nachrichtendrohne zum Saturn geschickt.”, sagte Jake. Kyle sah jetzt die weinende Elena an: “Du hast die Koordinaten der Erde gefunden?”
“Nein. Das war dein Sohn, Julian. Ich habe nur die Nachrichtendrohne geschickt!”, antwortete Elena.
“Können Sie mich zur Argon Eins bringen? Ich möchte gerne mit Ban Danna sprechen und auch zur Erde.”, fragte Kyle Jake.
“Aber mit dem größten Vergnügen!”, antwortete Jake und ging mit Kyle zum Schiff, nachdem er sich angezogen hatte. Er ging noch etwas wackelig, aber er machte einen gar nicht so erschöpften Eindruck.
Sie flogen mit einem Argon Express zur Argon Eins und als sie aus dem Express ausstiegen erwartete sie schon Ban Danna. “Kyle! Du bist erwacht? Du lagst über einem Jahr im Koma! Und jetzt stehst du mir nichts dir nichts hier vor mir! Ich wusste, dass du nicht so schnell klein zu kriegen bist!”, sagte er.
“Ja Ban. Könntest du mal zur Erde fliegen? Ich möchte sie gerne noch einmal sehen. Ich habe sie jetzt zwanzig Jahre vermisst.”, sagte Kyle.
“Aber klar doch. Ich werde direkt dahin springen. Du hast nicht allzu viel verpasst. Vor sieben Stazuras wurde das deaktivierte Südtor in Omicron Lyrae wieder aktiviert und die Erdflotte kam hindurch. Wir haben uns vorgestellt und dann zwei Kha’ak Mutterschiffe mit Atomraketen gegrillt.
Dann haben wir noch einen Angriff auf die Erde abgewehrt und seitdem sind wir hier.”, sagte Ban.
“Was alles in einem Tag passieren kann!”, sagte Kyle. Sie gingen auf die Brücke und verabschiedeten sich per Funk von Elena, die bereits wieder auf dem Weg zum Sektor Heimat des Lichts war. Dann sprang die Argon Eins ohne Umweg über Omicron Lyrae wieder zur Erde.
“Da ist sie ja, die Erde. Wie sieht es in Lake Eyre aus?”, fragte Kyle. “Angeblich wie vor zwanzig Jahren, aber ich mische erst seit sechs Jahren mit.”, antwortete Jake.
“Sollen wir runter?”, fragte er. “Gerne!”.
“Ich komme mit euch!”, sagte Ban. Gesagt, getan. Wenige Minuten später waren sie im Hangar.
“Ah, diese Luft habe ich vermisst!”, bemerkte Kyle nach dem Ausstieg. Der Militärbus stand bereit und brachte die drei zum Hauptkomplex. Kyle sah sich überall in der Basis um, bis er zum Labor des Professors kam: “Hey! Professor! Ich bin wieder da!”, sagte er.
“Kyle?”, sagte der Professor und drehte sich um.
“Kyle! Du bist es wirklich! Was hast du gemacht, die letzten zwanzig Jahre?”, sagte der Professor.
“Nach der Erde gesucht!”, erwiderte Kyle. Jake machte Ban verständlich, dass sie sich jetzt vielleicht besser draußen unterhalten sollten.
“Kyle kann sich ganz schön gut Gesichter merken. Dass er diesen Professor nach zwanzig Jahren noch kennt. Erstaunlich!”, sagte Jake.
“Kyle war schon immer ein seltsamer Zeitgenosse, aber damals, als er mir von der Erde berichtete, habe ich ihm absolut nicht geglaubt. Und jetzt bin ich selber auf der Erde. Man soll es nicht für möglich halten!”, sagte Ban.
Beide lachten.
Dann kam Kyle wieder heraus.
“Steht mein Haus eigentlich noch?”, fragte er.
“Weiß ich doch nicht, lass doch hinfahren!”, sagte Jake und alle drei gingen zum Bus und fuhren nach Kyles Anweisungen zum Haus von Kyle.
“Das da ist mein Haus!”, sagte Kyle plötzlich. Der Busfahrer stoppte augenblicklich und Ban, der Autofahren nicht gewöhnt war, viel hin. Kyle bemerkte nicht, dass Jake hinter ihm immer röter wurde.
“Ich fasse es einfach nicht. Mein Haus, und es steht auch noch, nach all den Jahren!”, sagte er.
“Ähm, Major Brennan. Ich sage es nur ungern, aber in dem Haus wohne ich!”, sagte Jake.
“Was? Sie, Jakob? Ich hoffe, es ist in einem guten Zustand?”, fragte Kyle.
“Natürlich, aber die zwanzig Jahre, nun ja, ist ‘ne lange Zeit.”, sagte Jake.
“Egal, ich möchte mein ehemaliges Haus trotzdem noch mal sehen!”, sagte Kyle und ging aus dem Bus. Hinter ihm Ban, der sich wieder aufgerappelt hatte, dicht gefolgt von Jake. Der rannte vor und schloss das Haus auf. Kyle sah sich überall um.
“Es hat sich nicht verändert. Es ist immer noch wie vor zwanzig Jahren!”, sagte er. Plötzlich piepste Jakes Funkgerät.
“Ja? Ich höre!”, sagte er.
“Hier sprich Jack, komm bitte wieder auf die Birdflyer!”, sagte Jack durchs Funkgerät.
“Aye, Sie, und ich bringe noch eine Überraschung mit!”, erwiderte Jake.
“Hat das was mit der Argon Eins zu tun?”, fragte Kelowna.
“Ja, in gewissem Sinne schon!”, antwortete Jake.
Die drei gingen wieder aus dem Haus und fuhren in den Hangar zum Argon Express.
Dann flogen sie zur Birdflyer, die neben der Argon Eins “ankerte”. Ban flog weiter auf die Argon Eins, die dann wieder aus dem System sprang.
Als Jake mit Kyle auf der Brücke ankam, wunderte sich Jack: “Wer ist das?”
“Das, General, ist Kyle William Brennan, vor zwanzig Jahren verschwunden.”, sagte Jake.
“Kyle William Brennan? Der Brennan?”, fragte Jack.
“Genau der. Wer sind Sie?”, fragte William.
“General Jack Kelowna, ESF!”, sagte dieser und reichte William die Hand. “Warum sollte ich denn jetzt kommen?”, fragte Jake. “Weil wir ein Wirtschaftsimperium aufbauen wollen!”, antwortete Jack.

Kapitel 7: Wiederaufbau

“Wie meinen Sie das mit “Wirtschaftsimperium”?”, fragte Jake. “Nun, ja, wir wollen Trantor wiederaufbauen und im Erdorbit florierende Fabriken gründen. Allerdings müssen wir dazu noch einige Dinge mit dem Senat klären. Daher sind wir mit diesem verabredet, in einer Konferenzschaltung um 0400!”, sagte Jack. Um besagte Uhrzeit waren Jack, Jake und William im Konferenzsaal.
“Hallo, alle miteinander.”, sagte Jake zu dem Senat. Der bestand aus zwanzig abgeordneten.
“Guten Tag. Wir wollten ja sagen, welchen Namen wir annehmen. Das haben wir mit dem argonischen Parlament besprochen, und uns darauf geeinigt, dass wir den Namen Argon annehmen. Aber der Name Erde bleibt trotzdem erhalten. Außerdem haben wir nach der Verhandlung auch einen Pakt getroffen, dass wir in unserem System argonische Stationen und eine Schiffswerft und ein Ausrüstungsdock bauen dürfen. Außerdem dürfen wir Trantor neu aufbauen.
Und da kommen Sie ins Spiel, General Kelowna. Sie sind beauftragt, mit der Birdflyer zuerst die Stationstrümmer in Trantor zu entfernen und dann in der Argon Prime Schiffswerft neue Stationen laden und diese in Trantor aufbauen.
Es sollten zwei Siliziumminen sein, eine Erzmine, eine Handelsstation, eine Ranch, zwei Sonnenkraftwerke, ein Agrarzentrum sowie eine Gamma PBK - Schmiede.
Da die Birdflyer nicht alle diese Stationen transportieren kann, wird Ihnen die Argon Eins helfen.
Damit Sie schneller unterwegs sind, wird die Argon Eins der Birdflyer einen Sprungantrieb einbauen, damit sie sofort nach Trantor springen können. Ende der Übertragung!”, sagte ein Senatsmitglied. Sekunden später sagte Jake: “Sonst noch was?” “Ich denke, wir laden einige Plasmabomben, um die Stationstrümmer zu sprengen. Das geht schneller. Dann müssen wir nur noch Trantor sperren lassen und bumm!”, sagte Jack. “Alarm! Schiff im Anflug!”, sagte der Computer.
“Das sollte die Argon Eins sein!”, sagte Kyle. “Nein, das ist ein Kha’ak - Zerstörer!”, sagte Jack, der auf den Monitor sah. “Kapitän? Atomrakete, dann sind wir das Problem los!”, sagte Jack in das Funkgerät. Eine Minute warteten sie, dann wackelte das ganze Schiff und der Alarm wurde aufgehoben.
“Oh Mann, dabei sind Atomraketen so verdammt teuer.”, sagte Jake.
“Na und? Dafür kämpfen wir ja nicht jeden Tag gegen Kha’ak - Mutterschiffe oder Kha’ak - Zerstörer!”, sagte Jack.
Dann kam allerdings doch noch die Argon Eins und brachte den Sprungantrieb. Die beiden Schiffe sprangen nach Trantor und Jake unterrichtete sein Jagdgeschwader: “Wir sollen an jedem Trümmerteil mehrere Plasmabomben anbringen. In wenigen Minuten werden alle vier Sprungtore nach Trantor von Militärgeschwadern der Argon Eins abgesichert worden sein, dann können wir zünden.
Bis dahin müsst ihr die Bomben platziert haben. Die Positionen, die wir ausgerechnet haben, wurden bereits in eure Bordcomputer transferiert. Seid vorsichtig! Mit den Dingern an Bord seid ihr eine lebende Bombe!
Wenn auch nur eine entzündet wird, könnte das eine Supernova geben!”, sagte Jake. Die Piloten hatten verstanden und begaben sich an Bord der Schiffe.
Langsam erhoben sich die Schiffe und flogen aus dem Hangar. Jeder begab sich zu seinem Trümmerhaufen und fing an, die Bomben zu platzieren.
Plötzlich tauchten einige Kha’ak Interceptoren auf und fingen an, einen der Jäger zu beschießen.
“Mist, die Schilde halten nicht mehr lange!!”, sagte der Pilot, bevor er einige Sekunden später in einer weißen Explosion verglühte.
Auch die Kha’ak Schiffe wurden in Stücke gerissen, schienen aber ihr Ziel erreicht zu haben. Die Argon Eins war so nah an der Explosion dran, dass große Teile der Außenhaut des Schiffes zerstört wurden.
“Uns hat’s erwischt! Wir müssen abhauen. Wir fliegen nach Argon Prime, um Reparaturen durchzuführen!”, sagte Ban.
Die Argon Eins sprang sofort.
Als ganz Trantor mit Bomben bestückt worden war, stellte Jake den Zünder per Funk auf zwanzig Minuten.
“Wir haben jetzt noch 20 Minuten Zeit, ab ... JETZT!!!”, sagte er. Er flog mit Maximaltempo durch das leere System und folgte der Birdflyer auf einen sicheren Abstand.
Noch zwei Minuten.
Plötzlich sprang ein Teladi Geier-Frachter ins System und hinter ihm drei Piraten. “Oh, Mann, wie sind die denn an der Absperrung vorbeigekommen?
Können die ihre Hatzjagden nicht woanders veranstalten?
Wir hatten doch eine komplette Staffel an jedem Tor positioniert! Das ist doch nicht möglich!”, sagte Jack.
Just in diesem Moment sprang ein weiteres Schiff durch das Osttor in den Sektor und schoss auf die Verfolger. Als sie zerstört waren, lud der TL - Frachter den Transporter ein sprang sofort aus dem Sektor.
Gerade rechtzeitig, denn noch während des Sprunges explodierten die Bomben. Das ganze System schien weiß zu glühen, aber bereits nach ein paar Sekunden war das Lichtspektakel vorbei und die Schiffe näherten sich wieder dem Sektor.
“Keine schlechte Arbeit, muss ich ganz ehrlich sagen!”, sagte Jack respektvoll.
“Na der werd ich was erzählen!”, sagte Jake.
“Wem?”, fragte Jack.
“Na, Elena Kho! Der TL trug eine TerraCorp - Signatur!”
“Aber sei höflich, ja? Vielleicht war es ja einer ihrer Piloten!” “Bin ich das nicht immer??”
“Nicht wirklich!”
Jake flog zum Westtor und sprang nach Heimat des Lichts. Dort angekommen, dockte er sofort am Hauptquartier an und stürmte in Elenas Büro. Sie saß da und unterhielt sich mit einem Teladi. “Hey, Elena, wer ist das?”, fragte er.
“Das ist Nopileos, der beste Teladi, den ich kenne!”, sagte Elena. “Guten Tag sssshhht!”, sagte Nopileos.
“Nopileos also. Aha. Hast du den Frachter durch Trantor geflogen?”, fragte Jake.
“Ja!”, antwortete der Teladi wahrheitsgemäß.
“Hast du die Absperrung nicht gesehen? Gerade als Elena dich aufgesammelt hatte, ist ganz Trantor explodiert!”, sagte Jake mit hochgezogenen Augenbrauen. Er hatte sich auch auf die Knie gestützt. Er behandelte Nopileos wie ein Kind, aber auch wenn er so groß war, war er immerhin erwachsen.
“Ich musssshte vor dießßen Piraten fliehen!”, schimpfte Nopileos. “Er wurde verfolgt, weil die Yaki herausgefunden hatten, was er transportiert.”, sagte Elena, die sich jetzt erhoben hatte.
“Und was hat er transportiert?”, fragte Jake.
“Artefakte. Relikte aus früherer Zeit. Wir hoffen, eines davon könnte eine Waffe gegen die Kha’ak sein.
Aber wir können die Schrift nicht entziffern. Wir haben es schon mit allen möglichen Sprachableitungen versucht, aber nichts kommt der Sprache des Alten Volkes nahe genug, um eine Übersetzung durchzuführen.”, sagte Elena und reichte Jake ein Gerät. Jake sah ein wenig darauf: “Ach so! Das ist Latein! Das hatte ich in der Schule!
Vielleicht kann ich noch genug, um diesen Krams hier zu übersetzten. Hier steht Salvete, Amici.
Hmm, ah ja, das heißt Seid gegrüßt, Freunde. Wer diese Maschine benutzen will, sollte dies aufmerksamen.
Hä? Nein, sollte dies beachten. Oh, wie hieß das noch gleich? Ah so: Dieses Gerät, eingebaut in ein Schiff, verhilft dem Anwender, besser Benutzer. Handelswege?
Ach so, nein, damit sind die Sprungrouten gemeint. Also: verhilft dem Benutzer, die Sprungrouten zu jeglichem Bereich... Ach quatsch, Sektor! Zu jeglichem Sektor zu verfolgen. Zu bedienen ist das Gerät folgendermaßen: Die beiden Löcher; damit sind wohl die beiden Anschlussbuchsen gemeint; müssen mit einem Seil; also Kabel; an den Navigator?
Nein, Navigationscomputer angeschlossen werden und dann wird das Gerät selbstständig einem beobachtetem? Anvisiertem! Selbstständig einem anvisierten Schiff auf seinem Sprungweg folgen und diese Informationen an den NavComp übermitteln. War einfacher, als ich gedacht habe!
Also hier noch einmal die komplette Übersetztung, mit den richtigen Wörtern: >Seid gegrüßt, Freunde. Wer dieses Gerät richtig benutzen will, muss auf folgendes achten: Dieses Gerät hilft als Navigationscomputererweiterung dem Benutzer, die Sprungroute des anvisierten Schiffes zu jedem Sektor zu verfolgen.
Zu bedienen ist es so: In die beiden Anschlussbuchsen werden Kabel vom Navigationscomputer eingesteckt.
Dann übermittelt das Gerät automatisch alle Daten an den NavComp.<“, sagte Jake und gab Elena das Gerät wieder.
“Aber so etwas haben wir schon. Das würde uns nichts nützen.”, sagte Elena enttäuscht.
“Hat das Gerät eine Reichweite?”, fragte Jake.
“Ja, zwanzig Sprungtore weiter. Dann ist Sense.”, erwiderte sie. “Aha, dieses Gerät hat eine unbegrenzte Reichweite!”, sagte Jake. “Da stand, zu jedem beliebigen Sektor könne es einem Schiff folgen!”, vervollständigte er.
Elena ging zum Tisch und holte ein weiteres Gerät. Sie hielt es ihm hin. Er nahm es und sagte: “Wenn ihr noch mehr Teile übersetzt haben wollt, verlange ich aber Geld!
Also, da steht >Seid gegrüßt, Freunde! Dieses Gerät enthält alle Sprungtore, die unser Volk einst gebaut hat. Wollt ihr die Sprungtorverbindungen einsehen, berührt das Display.< Machen wir doch mal gleich!”
Er tippste das Display an und ein weiterer Text erschien.
“Ach du heiliger Strohsack! Und das soll ich jetzt übersetzten? Nun gut: >Hallo. Wir denken, wenn du diesen Text lesen kannst, musst du von der Erde kommen, dem für das X-Universum sagenumwobenen Planet.
Wir haben diese Texte auf den Artefakten, wie ihr sie nennt, extra in Latein verfasst, damit nur die fortschrittlichen Wesen der Erde diese Geräte verstehen können.
Die anderen Rassen sind noch nicht soweit.
Und da Latein auf eurem Planeten vorgekommen ist, haben wir euch auserwählt. Ihr habt, neben uns, dem Alten Volk, als einzige bisher das Geheimnis der Sprungtore gelüftet.
Daher erachten wir deine Rasse als bereit für die Wahrheit. Da bei dir vermutlich einige der primitiven Wesen, vielleicht Teladi, oder Boronen stehen, können wir dir hier noch nicht die Wahrheit sagen.
Komme daher auf den Planeten, der einmal in einem eurer Erdjahre auf folgende Position kommt: H: 20321,3822 B:1902,1 T: 220,0129. Wir werden dort auf dich warten!”
“Wasssh sssoll dassss heißen? Primitiv? Ssshht!”, sagte Nopileos sehr verärgert.
“Ich vermute, die haben spitzgekriegt, dass wir Sprungtore gebaut haben. Und jetzt scheinen sie uns gerne in die Gemeinschaft des Alten Volkes aufnehmen zu wollen, so wie es scheint! Aber ich denke, ihr könntet mitkommen. Ich mag es nicht, wenn Freunde von Geheimnisenthüllungen ausgeschlossen werden!”, sagte Jake.
Er, Nopileos und Elena gingen an Bord des TL und flogen nach Trantor, wo mittlerweile die ersten Stationen standen und von fröhlichen Kha’ak beschossen wurden, die sich freuten, dass sie endlich wieder was zum Spielen hatten. Allerdings wurden diese von den vielen Geschütztürmen schnell wieder abgeschossen. Auch die Birdflyer war im Sektor und lud gerade die letzten Stationen aus.
“Hier Jakob Barrington. Erbitte Verbindung mit Jack Kelowna.”, fragte Jake durchs Funkgerät.
“Ja, was ist?”
“Wir haben herausgefunden, wo sich das Alte Volk versteckt hält. Das ist die Spezies, die vor Jahrmillionen die Sprungtore hier gebaut haben. Wollt ihr mit?”
“Ja, aber lass uns nochauf die Argon Eins warten. Die wird das sicher auch interessieren!” Also warteten die beiden Schiffe einige Stunen, doch dann kam die Argon Eins in den Sektor gesprungen. “Birdflyer an Argon Eins.
Ban, kannst du mich hören?”, fragte Jack.
“Ja, Jack. Was gibt’s?”
“Wir wollen dem Alten Volk mal einen Besuch abstatten!” “WAS??? Ehrlich? Dann bin ich dabei!”, antwortete Ban wie von der Tarantel gestochen.
“Übermittle nun Koordinaten!”, sagte Jake und startete die Übertragung der Daten vom Gerät. Da tauchten aber auch schon zwei Kha’ak Zerstörer auf.
“Visiere Feind an!”, rief Jake. Er feuerte mit starken Hornisse-Raketen auf den einen Zerstörer, der daraufhin, da er die Raketen nicht bemerkte, schwer beschädigt wurde.
Er flüchtete mit seinem Sprungantrieb und das Navigationsgerät zeigte den Zielort an. Als die Birdflyer den zweiten zerstört hatte, sagte Jake: “Ban? Jack? Wisst ihr, wohin dieser Zerstörer gerade geflohen ist? An die selben Koordinaten, wie der Alte Volks Außenposten.”
“Die müssen sich gut verstecken können, die Kerle.”, sagte Ban. “Na dann mal los!”, erwiderte Jack.
“Alles in Feuerbereitschaft springen!”, sagte Jake und aktivierte den Sprungantrieb.
“Hey! Was geht denn hier ab?”, sagte Julian, der wohl unbemerkt an Bord gekommen ist.
“Wir springen zu einem Sektor, wo das Alte Volk sich zu verstecken scheint!”, sagte Elena, als hinter Julian auch Saya erschien.

Kapitel 8: Offenbarung
“Warum versteckt sich das Alte Volk, wenn uns der Sektor bislang noch unbekannt war?”, fragte Julian.
“Nun, wir vermuten, dass der Planet auch zugleich Heimat der Kha’ak ist!”, erwiderte Elena.
“Was?! Hoffentlich habt ihr euch gut überlegt, was ihr da tut!”, bemerkte Saya.
“Wir sind feuerbereit, wenn wir in den Sektor springen. Aber vermutlich wird es dort vor Kha’ak nur so wimmeln!”, sagte Jake. “Achtung, wir erreichen den Sektor!”, sagte der Navigationsoffizier. Da sprangen sie auch schon in den Sektor. “Oh Mann, seht euch diese Station an. Sie sieht genauso dreieckig aus, wie die Kha’ak Schiffe. Viel Fantasie scheinen die nicht zu haben!”, bemerkte Elena.
“Achtung, es geht los!”, rief Jake und prompt fingen die Hauptschiffe an, den Kha’ak zuzusetzen, die aber schossen zurück.
“Die beschießen uns mit Raketen!”, rief Ban an Bord der Argon Eins.
Die Argon Eins konnte die Raketen nicht schnell genug abfangen und viele Raketen erreichten ihr Ziel. Die Raketen rissen große Löcher in die Schiffshülle.
“Wir können nicht weiter kämpfen! Wir landen auf dem Planeten!”, sagte Ban und die Argon Eins setzte sich Richtung Planet in Bewegung.
“Wir helfen ihnen!”, sagten Jake, Saya und Julian im Chor. Sie rannten in den Hangar des TL - Schiffes und schnappten sich Argon Nova M3 Jäger. Sie starteten und schossen auf ihrem Weg zur Begleitposition noch einige Kha’ak - Schiffe ab.
“Sag, mal, Ban Ist die Argon Eins überhaupt für Planetenlandungen ausgelegt?”, fragte Jack.
“Eigentlich nicht, aber mit ein bisschen Glück schaffen wir es trotzdem!”, sagte Ban zurück. Derweil befand sich das Schlachtschiff bereits in der Atmosphäre des Planeten. Wie ein nasser Sack klatschte die Argon Eins auf einem grünen Hügel auf. Die Schutzschilde hatten sich derweil wieder soweit aufgeladen, dass sie den Aufprall vollständig abfingen. Saya, Julian und Jake landeten neben der Argon Eins und nahmen Ban Danna in Empfang, der gerade aus einer Seitentür kam.
“War eine gute Landung!”, sagte Saya.
“Das war ein Absturz in bester Perfektion!”, erwiderte Ban.
“Ach komm schon, jede Landung ist ein kontrollierter Absturz!”, meinte Julian.
“Seht mal!”, rief Jake und zeigte auf den Wald.
Daraus kamen nämlich gerade zwei Wesen. Sie waren etwa 2,5 Meter hoch, grau und spindeldürr. Als sie genau vor ihnen standen, fingen sie an, in Latein etwas zu erzählen, was Jake aber nicht so schnell übersetze konnte.
Dann fingen sie aber an, verständlich zu sprechen: “Willkommen, Freunde. Ihr habt unsere Botschaft also gefunden und übersetzt. Wir haben euch Menschen schon lange in den großen Plan eingebunden, doch nun ist der Zeitpunkt gekommen, euch die Wahrheit zu sagen.
Ihr Menschen seid fähig genug, in die Gemeinschaft des Alten Volkes aufgenommen zu werden. Ihr könntet uns helfen, den großen Plan zu überwachen.”
“Was ist der >Große Plan<?”, fragte Julian.
“Der große Plan wurde vor etwa eintausend Jahren geschmiedet, als wir das X-Universum entdeckten. Wir wollten die vier Spezies, die wir dort fanden, die Teladi, die Boronen, die Split und die Paraniden gezielt den Weltraum erforschen lassen.
Wir wollten sehen, wie schnell und produktiv sich Spezies unter kontrollierten Bedingungen entwickeln konnten. Doch ihr Menschen wart bereits zu weit fortgeschritten, als dass wir euch noch miteinbeziehen konnten.
Also haben wir nur im X-Universum Sprungtore, welche wir vor Jahrmillionen erforschten, gebaut. Die Menschen von der Erde sollten eines Tages zum Alten Volk gehören und helfen, den Großen Plan umzusetzen.”, sagte eines der Wesen.
“Das heißt, ihr habt Milliarden unschuldiger Lebewesen für eure Zwecke genutzt, als Versuchskaninchen gehalten?!”, sagte Jake. “Ja. Aber es sollte alles aufgeklärt werden, wenn der Große Plan erfolgreich gewesen wäre.
Doch dann habt ihr die Sprungtortechnologie entdeckt und Kolonisten nach Taurus geschickt, im Alpha Centauri System, wo wir ebenfalls Sprungtore bauten. Also mussten wir den Großen Plan zum ersten Mal ändern.
Wir bezogen die Menschen mit ein, in diesen Plan. Allerdings ohne, dass sie es wussten. Unsere Technologie war fortgeschritten genug, sodass wir uns gut verstecken konnten. Wir hofften, dass die Argonen, wie sie sich bald nannten, alle Erinnerungen an die Erde vergessen würden, wenn wir eure Terraformerflotten gegen die Erde schicken würden, sodass diese Vernichtet werden würde.
Nathan R. Gunne hat jedoch unsere Pläne ein zweites Mal durchkreuzt. Er lockte die Terraformer ins X-Universum, wo sie bald Fuß fassten und bald Xenon genannt wurden. Jedoch hat sich ein Teil unseres Plans erfüllt; die Menschen auf Taurus haben alle Erinnerungen an die Erde vergessen und waren bereit, in den Großen Plan integriert zu werden. Und den Gonern, die einzigen noch an die Erde Glaubenden Menschen, hat sowieso niemand mehr Glauben geschenkt.
Und einige Jahrhunderte später konnten auch die Xenon in den Großen Plan integriert werden, da sie ein eigenständiges Bewusstsein entwickelten.”, sagte das Wesen.
“Ja, das war vor einigen Jahren!”, sagte Saya.
“Genau. Aber dann schafften es die Menschen der Erde, den Großen Plan endgültig zu zerstören, indem sie ein neues Sprungtor bauten und in das X-Universum eindrangen. Damit war das Schicksal des Großen Planes beinahe besiegelt. Aber ein Ass im Ärmel konnten wir noch ausspielen.
Die Kha’ak. Wir erschufen die Kha’ak vor etwa zwanzig Jahren mit der Ankunft Kyle William Brennans im X-Universum.
Wir konnten nicht zulassen, dass die Menschen den Großen Plan endgültig zerstörten.
Wir haben den Kha’ak aufgetragen, Trantor zu überrollen, in der Hoffnung, dass Kyle William Brennan und die ihm gefolgte Elena Kho endlich den Traum aufgeben würden, zur Erde zurückzukehren. Aber das taten sie nicht.
Sie forschten durch die Kha’ak nur noch intensiver nach einer Möglichkeit, zur Erde zurückzufinden.
Also haben wir den Kha’ak befohlen, Kyle William Brennan zu entführen, damit alle Kenntnisse der Erde vernichtet werden. Aber das war ein Fehler.
Die Kha’ak benutzten Kyle William Brennan, um noch präzisere Angriffe auf die Gemeinschaft der Planeten durch zuführen. Sie planten mit seinem Wissen auch den Angriff in Omicron Lyrae. Sie wandten sich auch gegen uns. Das war das vierte Mal, dass unser Plan vereitelt wurde und nun ist unser Volk vom Untergang bedroht!”, erzählte das Wesen.
“Vom Untergang bedroht? Eine so mächtige Rasse wie ihr?”, sagte Julian ungläubig.
“Ja, wir hatten bereits einen Feind, der ebenso mächtig war, wie wir. Er eroberte ein Sternsystem nach dem anderen. Er besiegte uns fast vollständig, da wir nicht auf diesen Angriff vorbereitet waren. Wir besaßen nur passive Waffen und konnten uns nicht richtig verteidigen.
Also wurden wir in die von euch Andromeda genannte Galaxie vertrieben und entdeckten eure fünf Spezies.
Der Große Plan sollte den vier Spezies dazu verhelfen, Waffen zu entwickeln, damit wir diesen Feind vernichten konnten.
Das Alte Volk ist passiv und kämpft nur ungern. Aber in diesem Falle müssen wir kämpfen!
Dieser Feind ist skrupellos und absolut seelenlos! Niemand konnte ihn zur Vernunft bringen. Keiner unserer Diplomaten kehrte jemals wieder zurück.
Also mussten wir handeln. Wir versteckten uns in diesen beiden Galaxien und benutzten euch, damit ihr mächtiger werdet, als dieser Feind und wir ihn zu euch führen können, damit ihr ihn besiegt. Aber bisher wart ihr noch nicht würdig, gegen diesen Feind zu kämpfen.
Er hätte euch vernichtet und wir wären alle verloren gewesen.”, sagte das Wesen jetzt mit einer Spur Trauer in der Stimme.
“Ihr habt also einen Feind gegen euch aufgehetzt und wolltet nun fünf unschuldige Rassen aufs Spiel setzten, nur damit ihr euren Feind loswerdet und wir ihn für euch vernichten? Habt ihr eigentlich irgendetwas wie Menschenrechte in eurem Volk?
Wir werden euch ganz sicher nicht eure Probleme abnehmen, wenn wir selber bei draufgehen könnten!
Vergesst euren Großen Plan und lasst uns ab sofort allein, oder ihr habt insgesamt acht Rassen gegen euch!
Wenn ihr uns noch einmal dazwischenfunkt, setzt es Hiebe, kapiert!”, rief Jake wütend.
“Jetzt, da ihr vom Großen Plan erfahren habt, können wir ihn sowieso nicht fortsetzen, da ihr euch dem entgegenstellen würdet. Also werden wir selber sehen müssen, ob wir diesen Feind irgendwie bezwingen können.
Wir werden alle Sprungtorverbindungen öffnen! Es werden noch etwa einhundert Sektoren dazukommen. Lebt wohl!”, sagte das Wesen und Jake, Ban, Julian und Saya gingen zu den Schiffen. Die Argon Eins wurde seltsamerweise bereits repariert.
Das mussten die Wesen getan haben. Sie gingen in die Schiffe und flogen weg. Als sie wieder in der Schlacht waren, befahlen sie allen wieder zurück nach Argon Prime zu fliegen.
Dann sprangen alle Schiffe wieder aus dem Sektor. Derweil unterhielten sich die Wesen auf dem Planeten. “Wir müssen den Großen Plan erneut ändern!”, sagte das eine Wesen.
“Das wird nicht möglich sein. Sie werden uns genauestens beobachten und uns keine Einmischung mehr erlauben!”, sagte das andere Wesen.
“Aber vielleicht hat Tecr`ds’ Glück mit seiner Zeitmaschine. Wir könnten zurück in die Vergangenheit reisen und unsere früheren Fehler korrigieren!”, sagte das eine Wesen.
“Nein! Ich fand es schon die ganzen Jahrhunderte nicht legal, andere Wesen dazu zu benutzen, um unsere Probleme zu lösen. Ich finde, der eine Mensch hat vollkommen Recht. Wir müssen uns selber um unsere Probleme kümmern. Das müssen wir selbstständig regeln!”, sagte das andere.
“Aber wir werden uns nicht mehr lange vor unserem Feind verstecken können!”, sagte das eine Wesen. Dann in Argon Prime: “Was werden die Goner jetzt machen?”, fragte Ban.
“Wir werden eine eigene Kirche gründen und vielleicht, wenn ihr es zulasst die Hauptreligion hier begründen. Auch werden wir die Chroniken des X-Universums niederschreiben und überall von den glorreichen Taten Kyle William Brennans, Julian Brennans, Saya und Elena Khos sowie Jakob Barringtons, Jack Kelownas und Ban Dannas berichten.”, sagte Noah Gaffelt.
“Dann werden wir endlich frei sein, von dem Alten Volk.”, sagte Jake.
“Und was, wenn deren Feind hier auftaucht?”, fragte Saya.
“Dann bekommt dieser Feind mächtig Probleme mit unseren bis dahin erforschten Waffen; Schilden und Schiffen!”, sagte Ban und alle lachten.


THE END

AndreN
Posts: 437
Joined: Sat, 10. Jul 04, 13:14
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Post by AndreN » Wed, 19. Apr 06, 20:14

Uiuuiuiui.... das nenn ich lang. :o . Werd's mir heute abend mal zu Gemüte führen. :)
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X Nation
Posts: 32
Joined: Sat, 31. Jul 04, 22:11
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Post by X Nation » Thu, 20. Apr 06, 11:24

Super Story :thumb_up: :thumb_up: :thumb_up:

Deleted User

Post by Deleted User » Fri, 21. Apr 06, 10:43

Hi@all,
nachdem sich anscheinend so viele meine Story durchgelesen haben, möchte ich jetzt alle, die sie schon ganz gelesen haben, bitten, ein wenig mehr Feedback, sowohl Lob als auch Kritik, zu liefern.
Schließlich möchte ich, dass die Fortsetzung (In Vorbereitung) mindestens genausogut, wenn nicht noch besser wird (und genauso lang :twisted: ).

Also bitte ich euch um MEHR FEEDBACK!!!

Alexander-JJ
Posts: 251
Joined: Sat, 28. Feb 04, 16:18
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Post by Alexander-JJ » Fri, 21. Apr 06, 13:32

Na ja, die Darstellung des Alten Volkes und ihrer Motovation ist etwas inkonsequent. Niemand bastelt Millionen Jahre an einem Plan um ihn dann einfach so aufzugeben.


;)


Ansonsten: Alles ok, immer weiter so! :arrow:
XT-Fan-Story von mir:

- DRACHENLAND (fertig)

AndreN
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Post by AndreN » Fri, 21. Apr 06, 14:22

Gute Story!!

Ich frag mich zwar immer noch, wie die Nachrichtendrohne von der Erde nach Omikron Lyrae gekommen ist, aber sonst :thumb_up:
Hier könnte IHRE Werbung stehen !

RCITS [FIS]
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Post by RCITS [FIS] » Fri, 21. Apr 06, 16:59

Nach dem Erfolgreichem ankurbeln der Werbetrommel hab ich mir inzwischen die ersten beiden Kapitel zu Gemüte gezogen und bin beeindruckt. Echt klasse story :thumb_up:
Ich werd auf jeden Fall weiterlesen :)

Deleted User

Post by Deleted User » Fri, 21. Apr 06, 18:05

AndreN [IBAP] wrote:Gute Story!!

Ich frag mich zwar immer noch, wie die Nachrichtendrohne von der Erde nach Omikron Lyrae gekommen ist, aber sonst :thumb_up:
Die Nachrichtendrohne von der Erde war ja technologisch sehr weit entwickelt, und daher hatte sie wahrscheinlich extrem gute Antriebssysteme. :P

Vielen Dank jetzt schonmal für das bisherige Feedback! BTW: Ich arbeite bereits an der Fortsetzung: Project Timeline-Variation. :D (Vielleicht fällt mir ja noch ein besserer Titel ein :roll: )

PS: Wenn ihr an der Story was auszusetzten habt, so wie Alexander-JJ, sagt es mir! Noch kann ich alles (Vorgeschichte; 1. Kapitel) ändern :wink:

EDIT: 1. Kapitel ist fertig! +Titeländerung: Project II: Timeline-Variation

Deleted User

Post by Deleted User » Mon, 24. Apr 06, 17:01

Will mir denn keiner mehr sagen, was er von der Story hält? :cry:
Traut euch Leute, nur dann hab ich genug Selbstvertrauen, die zweite fertig zu kriegen :D

EDIT: Weitere Titeländerung: Project II: The Ancients. Und 2. Kapitel fast fertig!

RCITS [FIS]
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Post by RCITS [FIS] » Sun, 7. May 06, 18:04

Feedback :D

Super Kha'non :thumb_up:
Ich will Teil II lesööön!!! :lol:

Heusi
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Post by Heusi » Mon, 8. May 06, 17:42

Super Story :thumb_up:

Weiter so!!!!!!!!! :wink: :wink:

BlackVirus only 1
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Post by BlackVirus only 1 » Wed, 10. May 06, 14:12

Die Zeichensetzung ist manchmal ziemlich verwirrend!
Der Optimist glaubt das dies die beste aller möglichen Welten ist,
der Pessimist fürchtet, das dies der Wahrheit entspricht!

Deleted User

Post by Deleted User » Sat, 20. May 06, 19:51

Noch mal eine Ankündigung; diesmal aber für die Project-Fans eventuell eher trübe:

Ich habe die Arbeiten an Project II: The Ancients eingestellt, da ich der Meinung bin, das diese Geschichte einfach nur schlecht ist. In meinem Kopf ist nicht ewig Platz, sodass Ideen erst raus müssen, bevor andere reinkommen können. Und ich habe verdammt viele Ideen, allerdings für eine andere Story. Diese spielt auch im X-Universum; auch wenn der Titel Die Burton-Verschwörung es vielleicht nicht sofort danach aussehen lässt. Auf jeden Fall ist Project II: The Ancients nur auf Eis gelegt, und nicht vernichtet. Aber ich werde bald den Prolog und das erste Kapitel zur neuen Story Die Burton-Verschwörung posten. Und wenn die Story fertig ist, und ich hoffe, dass ist bald; beginne ich mit der Ideensammlung für die Project: Reunion - Fortsetzung.

MfG
Kha'non

Express Pilot -YS-
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Post by Express Pilot -YS- » Wed, 7. Jun 06, 20:39

Die Story gefält mir sehr gut. Ich denke ich werde mir bald die Verschörung ansehen.

Ps: Ich kann immer noch keine ordentliche Feedbacksschreiben. :(

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