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Preacher0815
Joined: 02 Jun 2004 Posts: 117 on topic

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Posted: Thu, 17. Jun 04, 19:44 Post subject: |
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Ich hab mir eben alles am Stück durchgelesen. Einfach phantastisch, was Du bisher geschrieben hast. Weiter so!
Logische Handlungsfehler sind mir nicht aufgefallen bzw. ließen sie sich durch die trotz der Jahrhunderte an Wissen und Erfahrung immer noch gelegentlich durchbrechende menschliche Natur erklären. Selbst ein Dalai Lama wird mal ausflippen, doch kriegt das die Öffentlichkeit bestimmt nicht zu sehen. Um welche logischen Ungereimtheiten ging es denn im Speziellen?
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Collossus-Fan
Joined: 10 Mar 2004 Posts: 841 on topic

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Posted: Thu, 17. Jun 04, 22:37 Post subject: |
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Ich weiss jetzt leider nicht was du mit "logischen Ungereimtheiten" meinst . Aber nenn mir doch ein Beispiel .
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James T.
Joined: 10 Mar 2004 Posts: 589 on topic

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Posted: Fri, 18. Jun 04, 02:02 Post subject: |
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Das war wohl ein Mißverständnis. Er hat gesagt, logische Ungereimtheiten sind ihm NICHT aufgefallen.
Ich wollte den Beitrag nur mal wieder weiter hoch bringen 
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Collossus-Fan
Joined: 10 Mar 2004 Posts: 841 on topic

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Posted: Fri, 18. Jun 04, 15:09 Post subject: |
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Neues Stückchen! Neues Stückchen! Was ein bisschen neue Musik zum Tippen doch beitragen kann. Bei dem Rythmus muss das ja schnell gehen. Trotzdem...ich kann leider nicht so schnell tippen wie mir die Handlung im Gehirn rumdüst. Aber trotzdem viel Spass beim Lesen.
Und ich würde mich wie immer über Feedback freuen (zumindest bis der nächste Teil von Götterdämmerung gepostet wird ). Sorry schon mal: Das mit den "Absätzen setzen" lern ich bestimmt noch .
Simaneas war gerade dabei ihre Koffer zu packen, mit zwei Greifklauen ging das wieder viel schneller. Sie nahm das Foto ihrer Familie hoch: Ihr Bruder und ihre Eltern. Na ja, sie durfte ja in den Sektoren Urlaub machen. Sie nahm den kleinen Datenträger mit den Daten für ihre Generatoren hoch, schade, das hätte ihr so viel Profit bringen können. Aber ein Deal war ein Deal. Sie packte das Foto in den Koffer. In den letzten beiden Tazuras hatte sie es geliebt mit ihrer wieder intakten Gehklaue ein bisschen zu hüpfen. Es war wunderbar sich wieder ohne Schmerzen bewegen zu können. Aber wo blieb dieser Argone? Er hatte gesagt in drei Tazuras und das war heute. Egal. Sie hüpfte ungeduldig auf ihrer Gehklaue und drehte sich dabei im Kreis. Als sie sich um 120 Grad gedreht hatte, sah sie überrascht den Argonen der hinter ihr stand. Sie verjagte sich wie zuletzt bei ihrem Unfall "Tschhhhhh..." sie kippte nach hinten um, ihre Stirnschuppe wurde blass. Mitten im Fall blieb sie in der Luft stehen und richtete sich auf, der Argone lächelte sie an. Das musste er gewesen sein. "Du hassst mir einen Schhhhrecken eingejagt..." "Tut mir leid, das ist so meine Art. Aber nenn mich doch Thorsten." "Thorssssten? Dassss isst aber kein argonisssschhher Name." "Ich weiss. Ich erkläre dir das wenn ich alle Gäste eingesammelt habe. Bist du so weit?" "Ja. Ichhh mussss nur diesssen Koffer mitnehmen." Sie stemmte den Koffer argonischer Bauart, der so hoch war wie sie. Thorsten nahm ihr das Gepäckstück mühelos ab. "Dann wollen wir mal kleine Simaneas." "Wohin wollen wir..." Ein blauer Blitz hüllte die beiden ein, dann sah sie den seltsamen Innenraum eines Raumschiffes "...denn?!", zwei Roboter, eine Boronin, ein Teladi und...EIN KHAAK! Sie schrie und krallte sich mit aller Kraft an Thorstens rechtes Bein. "Simaneas...das sind meine anderen Gäste, alle sind friedlich. Darf ich vorstellen: Die kleine an meinem Bein ist Simaneas." Die beiden Roboter bewegten sich auf sie zu, ebenso der Khaak und die Boronin, nur der Teladi, ein hübscher Echserich, stand da: Die Augen in einem verträumten Blick weit aufgerissen, den Kopf schräg gelegt, das Maul aufgerissen und die Rückenfinne weit aufgestellt. Auf einmal tauchte der große Schnabel des Khaak vor ihr auf, ein blaues Geraät zwischen seinen Augen blinkte und gab Wörter von sich, während der Khaak krächtzte:"Ich möchte dich begrüssen. Du musst keine Angst vor mir haben, ich werde nicht mehr durch meine Königin befehligt. Mein Name ist Beetle." Ihre Stirnschuppe wurde wieder farbiger, die Starre die sie an Thorstens Bein hielt liess nach: "Fr...freu...freut michhhh auchhh, ich heisse Simanes Tistillas VI." Die beiden Roboter beugten sich zu ihr runter, der Roboter der an eine argonische Frau erinnerte schien zu sprechen, zumindest bewegte sich die Mundpartie, während bei ihrem männlich wirkenden Begleiter die Platte leicht nach oben fuhr: "Mein Name ist Gaia/43-5, mein Artgenosse hier ist Noa/27-4. Wir möchten dir einen schönen Tag wünschen." "Tsshhh? Tag? Ist das nicht argonisch? Und was für eine Art?" Der männliche Roboter begann zu sprechen:"Wir sind Terraformer Processing-Units, du kennst uns als Xenon." "Xshhhenon?!" Sie krallte sich wieder an Thorstens Bein, die beiden Maschinen zuckten erschrocken zurück, verloren die Balance und ihre künstlichen Hintern setzten mit einem Klacken auf dem Boden des Raumschiffes auf. Simaneas musste lachen, erst durch die Starre bedingt nur gedämpft, doch als dies sich löste, lachte sie herzhaft zischend während ihre Rückenfinne sich aufstellte:"Tsh tsh tshhshsh shhh...tut mir leid, aber dashh ssssah zsu komischhhh aussss." Die beiden Xenon sahen sich gegenseitig an, dann begannen auch sie zu lachen, ihre Mund-Platten zuckten nach oben und unten. Alle anderen stimmten auch mit ein. Als sich das Lachen gelegt hatte, kam die Boronin auf sie zugeschwebt, jedoch trug diese keinen Umweltanzug, eine Haut aus Wasser umgab sie und irgendwie konnte sie hier schweben:"Mein Name ist Lasa Na, ich freue mich aufs Lustigste dich kennen zu lernen. Die sabbernde Echse dort hinten ist Lasmios Nupillos II." "Freut michhh dichhhh kennenzsulernen." Simaneas sah an Lasa vorbei, der Teladi stand noch in der selben Pose da, wie als sie angekommen war. Sie fand das Bild zwar lächerlich, aber der Echserich gefiel ihr auf anhieb, ihre Stirnschuppe wurde dunkelrot: "Hallo Lassssmiossss." Sie winkte mit ihrer linken Gehklaue, sie hatte sich immer noch nicht daran gewöhnt, dass sie wieder ihre Rechte hatte. Die Zunge des Männchens zuckte einmal über sein Nasenloch, sonst brachte er noch "Hallo..." hervor, sonst nichts. Simaneas ging verlegen auf Lasmios zu, ihre Rückenfinne stellte sich auf: "Esss freut michhh dichhh kennen zsu lernen." Er sah sie weiter an, dann schüttelte er den Kopf um sich klar zu machen, seine Rückenfinne stellte sich ebenfalls auf und seine Stirnschuppe wurde dunkelrot wie ihre:"Freut michhh auchhhh. Du bisssst ssso hübschhhh...Ich meine...ich..." er streckte seine Greifklaue aus:"...ähm...esss freut michhhh dichhhh kennen zsu lernen." Er sah tief in ihre Augen, anscheinend fasziniert von ihrer Färbung und ihren Schuppen. Ihre Stirnschuppe wurde noch dunkler.
Wie süß. Thorsten sah den beiden Turteltauben, oder besser Turtel-Echsen, zu. Lasa kicherte leise klickernd. Die beiden Xenon standen mit surrenden Gelenken auf und Beetle sah sich fragend um. Die beiden Echsen würden noch genug Zeit haben um sich besser kennen zu lernen, doch Thorsten hatte Termine. Er gab dem Computer den Befehl nach Familie Rhonkar zu springen. Er sagte den Anwesenden, er wäre gleich zurück, die beiden Teladi reagierten gar nicht. Thorsten sah noch einmal schmunzelnd auf die turtelnden Echsen, dann sprang er in einem blauen Blitz runter in Roskts Anwesen. Der Split stand neben dem Thron in seiner Eingangshalle, welcher von roten Vorhängen eingerahmt wurde. Der Split wirkte grimmig, wie jeder Split. "Nun Roskt, bist du fertig für die Reise?" "Ja." "Bevor du mit kommst, möchte ich dir noch etwas sagen: Zwei Teladi und ein Borone sind an Bord meines Schiffes..." "Was?! Diese feigen Kreaturen!" "Sie sind meine Gäste, wie du." "Das werde ich nicht dulden!" Thorsten wurde wütend über diese Ignoranz:"Was hier geduldet wird entscheide ich." blaue Blitze zuckten über seinen Körper, was manchmal passierte wenn er plötzlich wütend wurde:"Du wolltest zu meinen Bedingungen mitkommen, und du wirst die Boronin, die beiden Teladi, die beiden Xenon und den Khaak..." bei den beiden letzteren Nennungen weiteten sich die Augen des Split als Thorsten sich über ihn beugte:"...in frieden lassen und mit ihnen leben müssen, es gibt tausende von ihnen auf meinem Planeten! Ich erwarte nicht das du sie magst, aber du wirst friedlich sein, wie deine Ahnin. Erweise ihr Ehre." "Du...du sprichst wahr, ich werde die Kreaturen äh Wesen in ruhe lassen. Aber ich werde mich nicht mit ihnen anfreunden!" Die Blitze auf Thorstens Körper verebbten, seine finstere Miene lichtete sich:"Gut, mehr erwarte ich auch nicht. Hast du alles beisammen?" Roskt deutete auf einen Stapel Koffer. Thorsten teleportierte sie in den Frachtraum seines Schiffes im Orbit. Der Split ging einen Schritt auf ihn zu:"Khaak? Xenon?" "Ja, beide Arten haben, ein Bewusstsein. Nur bei den Xenon muss es sich erst entwickeln. Das Bewusstsein der Khaak ist von ihrem Kollektiven Verstand unterdrückt. Aber du wirst sie ja kennen lernen. Und ich wiederhole es noch einmal: Sie stehen als meine Gäste unter meinem Schutz." "Das habe ich ja verstanden...ich werde keinen Kampf beginnen."
Thorsten sprang in sein Schiff, Roskt im Schlepptau. Als sie im Schiff auftauchten, drehten alle dort anwesenden sich zu ihnen um. Lasa schrie klickernd und heftete sich mit aller Kraft an Noas Visier. Der stehende Xenon taumelte und versuchte die schreiende Boronin von seinem Kopf abzuziehen ohne ihr Schmerzen oder eine Verletzung zuzufügen. Roskt sah gleichgültig auf die chaotische Scene, doch einer seiner schmalen Mundwinkel hob sich leicht. Thorsten musste wieder als beruhigende Kraft einschreiten:"Lasa!" sie schrie weiter, die Augen auf Roskt gerichtet "Lasa!!!" sie sah zu Thorsten herüber, geschockt und still wegen des lauten Schreis von ihm:"Lasa...Du brauchst keine Angst haben. Ich weiss zwar um die Gedanken deines Volkes über die Split, aber Roskt hier hat versprochen, sich friedlich zu benehmen." Thorsten sah den grimmig dreinschauenden Split an, dann richtete er sich wieder zu den anderen fünf:"Nur einen Small-Talk würde ich euch trotzdem nicht empfehlen." Lasa löste sich vom Visier Noas, dieer löste eine kleine Spritzdüse an seiner Stirn aus, die die Saugnapf-Abdrücke der Boronin weg wusch. Es blieb vorerst still, Roskt setzte sich auf einen der Stühle in Thorstens Personentransporter und verschränkte die Arme ineinander. Der Rest der Gäste griff unterbrochene Unterhaltungen wieder auf, während Gaia und Noa mit Kugelschreibern die neuen Tastsensoren in der Hand prüften. Roskt warf oft, in dem Glauben unbeobachtet zu sein, interessierte Blicke auf die Inneneinrichtung des modernen Schiffs. Der Split verhielt sich genau so zurückgezogen wie all seine Artgenossen zuvor. Aber Thorsten hatte noch andere Termine: Ein Paranide wartete auf ihn am Rande des Sektors Priester-Ringe. Thorsten hatte den Computer die Koordinaten bereits in den Bordcomputer eingegeben. Er bestätigte dem Computer den Sprungbefehl und das Schiff sprang.
Wie lange würde das denn noch dauern?! Tikmanotslat saß in seinem Perseus, schon seit einer halben Stazura. Hier am Rande des Sektors war niemand. Keine Seele. Die Summe von 0 plus 0. Tikmanotslat las die Zeitschrift, welche als Datei in seinem Computer aufgerufen war. Die Koordinaten stimmten, der Tazura auch...Wo blieb dieses Wesen!?
Thorsten und seine Begleiter erschienen keine 500 Meter von dem Perseus entfernt. Da war das Schiff, kleiner als seines. Aber wie Thorsten Paraniden kannte, wollte Tikmanotslat sein Schiff mitnehmen. Nun gut, dann musste ein anderes Schiff her. Die Naniten, welche die gesamte Materie von Thorstens Schiff bereits durchströmt hatten, begannen mit der ummodelierung des Gleiters. Das Schiff begann unter der Arbeit der kleinen Maschinen zu leuchten. Seine 6 Gäste sahen sich um, ungläubig und gespannt. Hatte Thorsten jetzt noch seine Transport-Korvette, würde er nun eines seiner Standard-Groß-Schiffe brauchen. Die Naniten begannen mit ihrer Arbeit: Die beiden großen Arme, welche aus den vorderen Ursprungs-Armen kamen, teilten sich leuchtend wieder aus der Schlaufe in Arme auf und richteten sich unter den vorderen Rumpf des Schiffes, dort wurden sie durch eine aus Licht entstehende Querstrebe verbunden und die Spitzen der Arme verdickten sich zu abgerundeten Kapseln. Die beiden kleinen Arme hinten bogen sich nach oben und liefen in einer Kurve nach vorne um sich in einer spitzen Schlaufe zu verbiden. Der hintere obere Arm verschwand im Rumpf, die Schlaufe am Hinterteil wuchs. Nun begann das ganze Schiff zu wachsen: Auf die Größe eines TL, eines M2, größer, groß genug um einen gigantischen Asteroiden in dem Hohlraum zwischen Rumpf und der Verbindungsstrebe der vorderen Arme zu transportieren.
Als das Schiff groß wie ein Mond war, hörte es auf zu wachsen. Im Cockpit tat sich auch etwas: Das Schott zum Maschinen-Raum wurde zu einer dicken Panzertür, der Maschinen-Raum dahinter verschob sich tiefer in den Rumpf des Schiffes und eine Gang-System zu zahlreichen Labors, Vergnügungs-Räumen, Unterkünften, Frachträumen und Kantinen bildete sich, inklusive der erwähnten Räume. Die Anzeigen wuchsen zu neuer Komplexität aus, ein holographisches Interface bildete sich an dem mittleren Stuhl, welcher nach hinten fuhr und unter dem ein Podest entstand: Der Kapitänssessel. Die Scheibe, welche vorhin noch an einen gläsernen Adler-Schnabel mit einer schlaufenförmigen Strebe darin erinnerten, wurde hinten undurchsichtig und zu dem Material, aus dem auch der Rest der Hülle bestand. Weitere Decks formten sich unter dem Boden, Sitze wuchsen aus dem bisherigen Cockpitboden, wobei sich an den Austrittsstellen jeweils einige Auroren erhoben und wieder im Boden verschwanden, wie Wasser wenn etwas daraus herausschoss. Der Rumpf hatte vor den Armen aufgehört zu wachsen und war dementsprechend von den gigantischen Ausläufern umschlossen, wobei der Rumpf für sich aber such schon bei weitem größer als ein Asteroid war. Der Vorderteil des Rumpfes streckte sich nach vorne in den Weltraum und bog sich ein wenig nach unten, zahlreiche Fenster bildeten sich überall darauf in geregeltem Muster. Die Verwandlung war abgeschlossen, die Naniten hatten ihre Arbeit getan und hörten auf zu leuchten. Langsam verdunkelte sich der Schiffsrumpf und mahm wieder die mittelblau bis dunkelblaue Maserung an, die er vorher auch schon hatte, das Muster erinnerte an die Struktur der Grün-Töne auf der Hülle boronischer Schiffe. Thorsten wies den Bordcomputer an, die Phasenverschiebung aufzuheben, während er mit seinen Naniten das Licht um das Schiff so fliessen liess, dass man es nur im Umkreis von ungefähr 100 Metern sehen konnte. Tikmanotslats Perseus, obwohl Thorstens Schiff sich bei der Transformation von ihm weg bewegt hatte um das kleine M3 nicht beim Wachsen zu umschliessen -was phasenverschoben ja möglich war-, war nur noch 20 Meter von der Aussenhülle entfernt. Etwa 1000 Meter hinter dem Cockpit am Rumpf stand es im Raum, winzig klein im vergleich zu dem gigantischen Schiff, dass ohne Kompensations-Generatoren eine eigen Schwerkraft besessen hätte. Jetzt wo sich Thorstens Destiny enttarnte, dürfte Tikmanotslat nichts mehr als den Rumpf sehen, sein übriges Sichtfeld war von der schieren Größe des Capital-Schiffs verdeckt.
Tikmanotslat sah gelangweilt in den Raum hinaus: Sterne und Nebel funkelten vor seinen drei Augen. Dann wäre er beinahe umgekippt: Das Bild des Raumes vor ihm wurde langsam verzerrt, dann federte es wie eine verzogene Gummi-Plane zurück. Vor ihm war eine gigantische Fläche in den verschiedensten Blau-Tönen. "Co...Comp....Co...Computer? Was sehen wir vor uns?" "In der Schiffsdatenbank ist kein Eintrag gefunden worden. Unbekannte Bauart, die Sensoren können nicht durch die Hülle dringen, der Frachtscan hat kein Ergebnis geliefert. Größenschätzungen liegen bei 3500kM Länge, 2000kM höhe und 2300kM Breite, Masse kann nicht ermittelt werden, von dem Schiff geht keine Gravitation aus. Wir werden kontaktiert, nur Audio." "Los! Antworten!" Der Kanal öffnete sich:"Hallo Tikmanotslat. Ich hoffe du hattest keine Probleme hierher zu kommen." "Ist...ist das dein Schiff?" "Ja, eines von ihnen. Aber komm doch an Bord." "Wie? Wo ist das Dock?" "Augenblick..." Vor Tikmanotslat öffnete sich ein kleines rundes Loch, mit einem blauen Kraftfeld das es durchzog, in der scheinbar endlosen Wand, es weitete sich aus, bis sogar ein Herkules hätte hindurchfliegen können, Landelichter blinkten um ihn auf, dann wurde er von einem türkisen Strahl erfasst. Der Computer meldete sich:"Unbekannte Strahlung, wir werden in das Objekt gezogen." Das war unglaublich...aus der glatten Wand des gigantischen Hohlraumes wuchs eine Landebucht in die der Energiestrahl den Perseus bewegte. Tikmanotslat hörte ein Geräusch wie von Docking-Klammern durch den Rumpf seines Schiffes hallen, die Öffnung durch die er gezogen worden war schloss sich so wie sie sich geöffnet hatte.
"Atmosphäre ist optimal...Temperatur ist Optimal. Ihr könnt aussteigen." Tikmanotslat öffnete die Luke seines Schiffes, die Temperatur war wie auf seinem Heimatplaneten. Thorsten kam durch ein Schott in der Wand, welches sich wie eine Standard-Tür öffnete. Seltsamerweise schwitzte der Mensch nicht.
Jeder normale Mensch hätte die Hitze in diesem Raum nicht lange ertragen, aber Thorsten war ja kein normaler Mensch, manchmal war er sich leider auch nicht ganz sicher ob er noch als Mensch zu bezeichnen war. Der Paranide stand vor ihm, gut einen Kopf größer. "Also Tikmanotslat, ich habe noch andere Gäste hier, einige werden dir nicht unbedingt gefallen, aber da musst du friedlich durch." "Um was für Gäste handelt es sich? Unheilige?" "Du würdest sie sicher so bezeichnen, aber mich ja auch. Nun gut, es sind: Eine Boronin, zwei Teladi, ein Split, zwei Xenon und ein Khaak." "XENON!? KHAAK!?" Der Paranide tobte vor Angriffslust, Thorsten musste ihn beruhigen:"Jupp. Aber du wirst sie in Ruhe lassen. Sie sind friedlich und von den Eigenschaften, die sie bedrohlich machen, befreit." Der Paranide war leider nicht zu beruhigen "Wir werden sie in Stücke reissen!!!" Thorsten musste andere Seiten aufziehen, er packte den Rüssel des Paraniden und umschloss ihn mit der ganzen Hand, dann zog er den Paraniden an dessen Rüssel zu sich herunter:"Sie sind friedlich, solltest du sie angreifen, bin ich es nicht. Und du weisst doch noch was ich mit den Orinokos gemacht habe?!" Der Paranide konnte sich aus Thorstens Griff mit aller Mühe nicht entreissen, dann nickte er heftig mit dem Kopf. "Gut. Dann entschuldige bitte die etwas heftige Zügelung, aber anders kann man deine Spezies ja leider nicht beruhigen." Tikmanotslat rieb sich den geknautschten Rüssel:"Schon gut...wir waren ja auch unbeherrscht." Das war mal ein seltsamer Paranide...im Gegensatz zu seinen Artgenossen sagte er dies nicht aus Angst vor Thorsten, sondern weil er es wirklich ehrlich meinte. Thorsten führte den Paraniden zu seinem Quartier, schliesslich hatte dieses Schiff jetzt einige davon. Thorsten wollte auch den Anderen noch Quartiere geben, doch jetzt war erst einmal Tikmanotslat dran, sie erreichten die Tür, sie fuhr beiseite, dahinter war ein leerer weißer Raum von ungefähr 49m² mit einem Steh-Pult für Paraniden:"So Tikmanotslat, dein Quartier für unsere kurze Reise." Der Paranide musterte das kahle Fleckchen gleichgültig:"Bei so einem Schiff ist das eher jämmerlich." Thorsten hatte diese Reaktion erwartet, doch die wahren Funktionen seiner Quartiere lagen im verborgenen:"'Na dann, Tikmanotslat. Sag mir was du gerne hättest, ich kann mit allem ausser echten Pflanzen dienen." Tikmanotslat sah Thorsten ungläubig an:"Wir wissen zwar nicht was das soll, aber wir hätten gerne Sandboden und Felsen wie auf unserem Heimatplaneten." Das war ja nicht sehr schwer, das Schiff hatte Materie-Replikatoren, die alles herstellen konnten wo es in einem Umkreis von 3000 Metern gebraucht wurde, es war das selbe System wie in Thorstens Naniten, nur etwas klobiger und nicht ganz so ausgereift:"Computer, du hast unseren Freund ja gehört." "Ja, das habe ich. Wie viele Steine sollen erstellt werden?" Der Paranide richtete sich an den Computer, die männliche Stimme des Systems war mit einigen Ton-Subroutinen wie Ironie oder Spott ausgestattet und intelligenter als jeder andere Schiffscomputer "Wir würden drei bevorzugen, zwei kleine und einen größeren, in einer Dreiecksposition." Die Angabe war bei weitem Präziser als es die Maschine benötigt hätte:"Bestätigt. Objekte werden erstellt." Millionen kleiner Blitzlichter bedeckten den Boden, eines für jedes Sandkorn das erstellt wurde, drei größere Blitzlichter blinkten auf und drei Felsen lagen im Sand.
Die drei Augen von Tikmanotslat waren weit aufgerissen, das mittlere zuckte leicht. "Zufrieden? Tikmanotslat. Wenn du noch etwas möchtest, sag es dem Computer." "Ja...ja das werden wir tun. Wir bedanken uns für diese Möglichkeit, du bist wahrlich nicht ganz so unheilig wie andere Wesen." "Danke...soweit man das bei einem solchen Kompliment sagen kann." Thorsten verliess das Dreiauge.
Unten in der planetaren Flugkontrolle checkte der zuständige Paranide gerade die Daten über Starts und Flugbahnen, er drehte sich kurz um um sich ein bisschen Soja-Grütze zu genehmigen. Als er weg sah, verschwanden unbemerkt drei Einträge aus der Datenbank:"Perseus5687-3 gestartet./Perseus5687-3 verlässt Hangar/Perseus5687-3 ist vom Gravidar verschwunden".
Um die sechs anderen Gäste würde Thorsten sich jetzt kümmern. Er übermittelte dem Computer die Anfragen: Eine Kabine für einen Khaak, eine für eine Boronin, neben dieser zwei für Teladi, eine für einen Split und zwei für Xenon. Der Computer erstellte an den Stellen, die Thorsten ihm durchgab, entsprechende Basis- Kabinen, so wie bei Tikmanotslat eben. Während Boronen eine geflutete Kabine mit einer Liege-Kuhle und einem Stuhl brauchten, hatten Teladi nur eine Liegefläche in ihrem Habitat. Split hatten ein Bett und einen kleinen Nahkampfdroiden in ihrem Basis-Habitat. Xenon brauchten nichts, sie gestalteten ihren Raum ganz nach ihren Vorlieben. Khaak hatten da doch mehr Ansprüche: Eine Schlafwabe die von oben herabhing und genug Platz um fliegen zu können. Der Computer hatte die entsprechenden Räume vorbereitet, für Beetles Raum hatte er einfach eine Wand zwischen zwei einzelnen Kabinen entfernt. Thorsten erreichte das Cockpit, oder nun besser gesagt: Die Brücke.
Roskt saß immer noch auf dem selben Stuhl wie zuvor, auch wenn es jetzt mehrere gab. Der Split hatte nur eine Augenbraue gehoben, der Rest der Gruppe untersuchte interessiert die neuen Instrumente. "So meine lieben Gäste, dann will ich euch mal zu euren neuen Quartieren führen, der neue Gast hat seines schon bekommen." Sie sahen ihn an, dann folgten sie ihm. Hinter der dicken Panzertür der Brücke stieg er in den silbernen Aufzug, eine blaue Projektion zeigte das Stockwerk und die Sektion an: Hauptdeck/ Brücken-Gang. Als alle eingestiegen waren, gab Thorsten das Ziel an:"Quartier-Deck. Sektion 1." Der Aufzug piepte einmal, dann bewegte sich die Kabine und fuhr sie durch das verzweigte Schacht-System zu dem besagten Ort. Nach zehn Sekunden öffnete sich die Tür wieder und die Gruppe stieg aus, ein gigantischer Gang in weiß mit rechteckiger Form, senkrecht etwas höher als breit und mit abgeschrägten Ecken. Zahllose Türen standen in einem Abstand von rund 7 Metern dicht an dicht. Thorsten ging ein Stück weiter, dann blieb er stehen. Die restlichen Sechs taten es ihm gleich und sahen auf die Tür, vor der Thorsten stand. Mit einem kaum hörbaren Surren öffnete sich die Tür, dahinter war eine Standard-Teladi-Kabine. "So Lasmios, hier haben wir deine Kabine." Der Teladi löste sich von seiner kleinen Schuppen-Freundin und sah sich die Kabine an:"Dassss issst aber nichhhht bessssonderssss ässssthetisschhh." "Dann sag dem Computer doch einfach was du gerne hättest. Nur zu, er wird es dir schon nicht übel nehmen." Die Zunge des Teladi zuckte über sein rechtes Nasenloch, er sah Thorsten an. Thorsten machte eine einladende Geste Richtung Tür, der Teladi begann zu sprechen:"Ein kleiner Sssumpfss und eine zssart teladi-grüne Wandfärbung." Die körperlose Männerstimme erklang aus den Wänden "Bestätigt." Die Wände färbten sich von den Ecken und Kanten her in zartem Teladi-Grün, eine schienbeinhohe Wand wuchs aus dem Boden und schottete einen kleinen Teil des Bodens vom Rest ab, in dem abgetrennten Bereich flammten millionen kleiner Blitzlichter auf und ein kleiner Sumpf mit einer Naturnahen Kunstpalme erschien nach und nach. Sämtlichen anwesenden Gästen klappte der Mund auf, selbst Roskt, jedoch schloss dieser ihn schnell wieder. "Nun, gefällt es dir Lasmios?" "Shhhhhhh...ja...was kann denn noch erscheinen?" "Alles. Nahrung, Möbel und Technologie, sofern ich diese freigegeben habe." "Wenn ich dann den anderen ihre Quartiere zeigen darf." Simaneas' Kabine lag direkt neben Lasmios'-warum denn auch Liebende trennen?-, daneben Lasas, dann folgte Beetles, die Kabinen von Gaia und Noa und letztendlich die von Roskt. Roskt jubelte über den Kampfroboter, eine holographische Simulation zeigte naturechte Wunden bei schweren Verletzungen. Beetle hatte sich gleich wie eine Fledermaus kopfüber in die Schlafwabe gehängt und seine Wände schwarz färben lassen. Gaia und Noa hatten sich jeweils holographische Wiesen geordert, mit einem kleinen Bach mit echtem Wasser; zuverlässig nannten sie erdtypische Pflanzen als Bepflanzung -schliesslich waren sie trotz ihres neuen Bewusstseins Terraformer-. Ein Gartenstuhl rundete die Ausstattung ihrer Kabinen ab. Lasa war bis auf einen Fernseher mit ihrer Kabine zufrieden, nur liess sie sich vom Computer Meeresrauschen vorspielen. Wie eine Qualle liess sie sich genüsslich von einer künstlichen Brandungsströmung treiben. Simaneas wünschte sich, wie zu erwarten, eine Börsentafel, für Teladi aus der Teladi-Corporation entspannend wie eine Lava-Lampe. Ausserdem fragten die beiden Echsen ob eine Tür in der Wand zwischen ihren Kabinen möglich gewesen wäre...wie sie sich über ein wachsendes Loch in der Wand freuen konnten.
Thorsten wies den Computer an, das Schiff wieder mit der Phasenverschiebung zu tarnen, dann hob er die Lichtbrechung um die Destiny auf. Ein unsichtbarer blauer Blitz und das Schiff erschien in Königstal. Ein kleiner blauer Blitz in dem Thorsten verschwand und er war sechs Meter neben dem Haus von Nume, phasenverschoben. Er ging auf den Hauseingang zu, durch die Tür und in die Küche. Da war Nume, der seiner Frau klar zu machen versuchte, warum er Koffer packte. Die Boronin hatte ja nicht miterlebt was Thorsten gemacht hatte um ihren Sohn zu heilen. Er sah dem spektakel von klickernden Boronen zu, doch er hatte auch nicht alle Zeit des Universums. Er hob die Phasenverschiebung direkt vor der Boronin auf. Wie vom Blitz getroffen blieb sie still stehen und sah an ihm hoch, aus der Höhe seines Bauchnabels. Ihr Rüssel öffnete sich, doch kein Ton drang heraus. Nume blieb ruhig und schwamm zu seiner Frau:"Darf ich dir Herrn Kemmrich vorstellen." Eins ihrer Tentakel kam nach oben zu einem Händeschütteln, doch sie schien nur halb anwesend zu sein. Thorsten reichte ihr die Hand und schüttelte sie, der blass-grüne Überraschungsschleier lichtete sich langsam. "Ha...Hallo Herr Kemmrich...". Thorsten richtete sich an Nume:"Hast du alles beisammen?" "Noch nicht ganz, es dauert noch ein Weilchen. Wir können ja schliesslich nicht das ganze Haus mitnehmen." "Och...von mir aus schon." Der Borone sah ihn mit großen Augen an. Thorsten bohrte nach:"Bist du dann bereit?" "J...ja..." "Dann versammel mal deine Familie. Vorrausgesetzt alle wollen mitkommen." Nume sah seine Frau an, sie flippte aus. Ihr klickerndes Gerede war übersetzt genau das was Thorsten schon oft gehört hatte: Wir können doch nicht alles stehen und liegen lassen! Woher willst du wissen was das für ein Wesen ist?! Was ist mit der Ausbildung von Nalo? Thorsten trat an die beiden Boronen heran:"All ihre Sorgen sind unbegründet. Es wird ihnen an nichts mangeln, 5024 Boronen leben bereits in meiner Kolonie, Kinder nicht mitgerechnet. Was die Ausbildung angeht, ich kann unter anderem die besten Lehrer des Universums aufweisen." Sie sah ihn an, dann ging auch ein Geklicker auf ihn los "Was bilden sie sich ein? Sie sind doch allerhöchstens 20 Jazuras alt und wollen uns etwas von schönen Welten nennen." Thorsten klickerte zurück: "Ich bin um ein vielfaches älter, auch wenn ich nicht danach aussehe." "Was für einen Quatsch reden sie da?" "Ihnen ist nicht aufgefallen, dass ich ihre Sprache spreche?" "Ich will ihnen...was,...oh...was zum Split..." Sie sah ihn ratlos an, Thorsten nahm das Gespräch wieder auf:"Können wir dann? Sieben andere warten noch auf mich in meinem Schiff." Der kleine Nalo kam hereingeschwommen:"Papa! Papa! Spielst du mit mir?" Nume nahm seinen Sohn in Empfang "Gleich mein Junge. Wie geht es dir heute?" "Gut. Warum fragst du mich das die letzten drei Tazuras immer wieder?" "Nur so mein Junge. Darf ich dir Herrn Kemmrich vorstellen. Sag Hallo." "Hallo" der kleine winkte mit einem Tentakel "Hallo Junge. Dir geht es sehr gut oder?" "Ja." "Das ist schön. Dein Vater und deine Mutter müssen sich noch für etwas entscheiden, geh doch noch ein bisschen spielen." Numes Frau kam heran:"Wenn wir hier wegziehen, geht das Nalo genau so etwas an wie uns." das leuchtete Thorsten ein:"Meinetwegen. Also Nalo: Ich möchte das du und deine Eltern mit mir kommen um auf meinem Planeten zu leben. Was möchtest du denn?" "Ist das für immer?" "Nein, ihr lebt dort und könnt jederzeit hier Urlaub machen oder auch wieder zurückkehren." "Und wie ist es da so?" "Also ich finde es schön. Aber jeder kann dort friedlich so leben wie es ihm gefällt." "Das klingt langweilig." "Glaub mir, wenn ich alles aufzähle was es dort auch gibt um sich zu amüsieren, dann dauert das ewig."
Nalo überlegte: Der Argone hatte kein Atemgerät, sowas hatte er noch nie gesehen. Was seine Eltern dachten liess er sich auch durch die Schmecker gehen: Sein Papa schmeckte nach Zuneigung und Dankbarkeit, seine Mama nach Skepsis und Angst. Er machte es wie er es immer machte: In Gedanken richtete er ein Tentakel auf seine Mutter: Enemene Flügelkrake, was ich seh und auch noch schmecke, denke ich und denkst auch du, der Geschmack am stärksten ist verfliegt auch mal im nu. Und was ich schmecken möchte, dass du da einmal dächtest. Sein Tentakel blieb auf seinem Vater stehen. Das Spiel hatte ihm wieder einmal geholfen. "Ich möchte, dass wir mitkommen."
Süß, der kleine hatte seine Entscheidung mit einem Spiel wie "enemene Muh" entschieden, eigentlich stammte dieses Spiel ja auch davon ab. Thorsten sah zu der Frau von Nume, sie antwortete geschafft:"Ich bin überstimmt." Thorsten machte sich zum Sprung bereit, aber zuerst teleportierte er das Haus und alle Gegenstände darin, sowie Numes Schiff davor, in den Frachtraum seiner Destiny. Die drei Boronen sahen sich erschrocken um. Thorsten hatte alles soweit:"Kommt ihr bitte ein Stückchen näher, das spart etwas Energie." Die drei kamen näher und er sprang mit ihnen im Schlepptau auf die Brücke der Destiny, sie sahen sich um, erstaunt und interessiert zugleich. Dann sahen sie an sich herab als sie die Haut aus Wasser um sie herum bemerkten. "So ihr drei, da wären wir. Ich muss euch jetzt aber erst einmal über meine anderen Gäste aufklären: Eine Boronin dürfte euch noch nicht besonders aufregen, die beiden Teladi auch nicht. Aber ich habe auch noch einen Split an Bord...." Sie schauderten "...Weiterhin einen Paraniden. Aber alle sind friedlich, auch der Khaak und die beiden Xenon." Bei dem Wort "Khaak" erschraken alle drei, doch bei dem Wort "Xenon" horchte Nume auf:"Xenon? Kann ich mit ihnen kommunizieren?" "Ja, sicher. Aber du solltest sie selber fragen, sag' einfach, du wärest auch ein Gast von mir. Aber ich versichere euch allen drei, dass sie alle friedlich sind. Auch der Split und der Paranide, dafür habe ich gesorgt." Thorsten brachte sie zu der für sie hergerichtete Kabine: Drei Einzelzimmer waren zu einem verschmolzen. Ein bisschen Spielzeug war in Nalos Zimmer erstellt worden. Er wies die beiden in die Einrichtungsoptionen des Raumes ein. Während die Eltern ähnlich reagierten wie alle sieben Anderen zuvor, fand Nalo das alles "Total Cool!".
Thorsten ging zurück in den Aufzug und fuhr dann zurück ins Cockpit. Nun würde das kommen, was ihm am schwersten fallen würde: Sanuma auf sein Schiff bringen. Die Frau hatte die Hölle durch die Khaak erlebt und würde nun auf einen Planeten gebracht werden, wo 1897 dieser Wesen lebten. Und wenn sie Beetle sehen würede...nicht auszudenken wie laut ihr Angstschrei seien würde, Thorsten nahm sich vor, in diesem Moment seinen Hörnerv zu blocken, damit er nicht das Gefühl haben würde, dass seine Trommelfelle platzen.
Aber die Frau würde bestimmt auf ihn hören, er musste ja nur ein paar Effekte aus seinem Ärmel ziehen. Manchmal zog er es vor, dem Computer einfach über Audio Befehle zu geben, anstatt sie ihm über eine Sub-Raum-Frequenz zu übermitteln, dies war jetzt der Fall:"Computer. Springe in den Sektor "Schwarze Sonne", etwa einen Kilometer von der argonischen Militär-Station." "Bestätigt." Ein unsichtbarer blauer Blitz verschlang das gigantische Schiff, dann tauchte es an der angegebenen Position in "Schwarze Sonne" auf. Thorsten verschob sich in eine andere Phase und flog durch die Decks seines Schiffes in die Richtung Redans Quartieres. Als er die Hülle der Station erreichte, vertuschte er seine Anwesenheit für den Bordcomputer und versiegelte Redans Quartier.
Redan saß am Tisch mit seiner Frau. Sie weinte wie so oft in den letzten Tagen."Schatz, du bist jetzt in Sicherheit, du brauchst nicht mehr weinen." "Aber Redan...diese Alpträume...tausende Schreie wie von Tieren drangen durch meinen Kopf. Ich hörte Worfetzen, sah grauenhafte Monster mit aufgequollenen Hinterleibern und welche mit riesigen Krallen und grauenhaften schwarzen Flügeln." "Sanuma...ich kann mir nicht vorstellen, wie grausam es war, aber wir sind wieder zusammen und nur das zählt." "Du hast recht, wir..." ein dumpfer Knall, gefolgt von einem leisen Zischen unterbrach sie. Die Geräusche kamen aus der Tür, sie hatte sich verschlossen. Sanuma streckte ihre Hand nach Redans, er nahm die ihre und sie sagte verängstigt:"Was hat das zu bedeuten." "Keine Sorge. Das ist sicher nur eine Feuerwehr-Übung." "Wenn du meinst..." sie zog ihre Hand erleichtert aus Redans heraus. Er behielt den seltsamen Ring in der Hand. "Er kommt..." "Wer Redan?" "Derjenige der dich befreit hat..." der Mann trat aus der Wand neben Redans Schreibtisch:"So Herr Simten. Können wir?" Sanuma zeigte auf den Mann:"Wie?...Was?...Woher?..." der Mann lächelte die beiden an:"Wenn ich mich vorstellen darf: Mein Name ist Thorsten Kemmrich. Ich hoffe mein Auftritt hat sie nicht zu sehr mitgenommen." Sanuma weinte "Zuerst diese Alpträume und jetzt so etwas..." Kemmrich sah sie an:"Ihre Alpträume kann ich erklären: Die Khaak verständigen sich telepathisch. Um mit anderen Wesen zu kommunizieren, koppeln sie diese an eine Neural-Schnitstelle um deren Gedankenwelt zu ergründen. Was sie gesehen haben, ist der Alltag eines jeden Khaak in einem Schwarm. Das Bewusstsein eines Khaak wird dabei unterdrückt und er agiert als gefühllose Drohne. Für einen normalen Verstand ist das traumatisierend." Sanuma sah Kemmrich schluchzend an "Was, für diese Wesen ist das normal?" "Ja...Ich kenne viele Khaak, sie leben in meiner Kolonie. Von ihrem Schwarm abgeschnitten sind sie lammfromm." Was? Da musst Redan nachhaken:"Ihre Kolonie? Da wo sie mit uns hin wollen? Sie wollen meiner Frau noch mehr Khaak zumuten?" "Nun ja, ich verstehe ihre Einwände, aber sie sind Lebewesen wie sie." Sanuma sah Kemmrich wieder an "Und sie es auch sind..." "Ich bin lange kein Lebewesen, wie es sie in diesem Universum gibt, mehr. Ich bin etwas anders...aber das ist schwer zu erklären." "Sind sie vom Alten Volk?" "Nein, ich bin, oder vielleicht auch war, da bin ich mir nicht mehr so sicher, ein Mensch wie sie beide, zumindest teilweise." "Und wie soll ich das verstehen?" Redan sah ihn skeptisch an. Kemmrich überlegte einen Augenblick, dann begann er wieder zu sprechen:"Ich versuche ihnen einen Eindruck von meinen "Ausläufern" zu geben." Ein Leuchten durchdrang den Raum, unzählige kleine Punkte blieben magisch leuchtend in der Luft und bewegten sich langsam. Redan sah sich die Punkte an: er wollte sie mit seiner Hand wegdrücken, doch die Punkte gingen einfach durch seine Hand hindurch. Als Redan sich umsah, bemerkte er, dass auch tausende dieser Punkte in ihm und Sanuma waren, als er einen Schritt nach vorne tat, bewegten sich diese Punkte jedoch im Gegensatz zu den anderen mit. "Was sind das für Lichter?" "Nano-Bots. Ich bestehe zu großen Teilen daraus." "Wie viele haben sie davon?" "Das möchte ich ihnen lieber nicht sagen...und in Zahlen ausgedrückt ist es unvorstellbar." "Wie bitte?! Unvorstellbar?" Kemmrich sah Redan an:"Können wir nun also los?" Die Punkte verblassten. Redan sah Sanuma fragend an, sie antwortete:"Ich glaube nicht, dass ich es hier noch lange mit diesem komischen Ring aushalte. Und wir kennen niemanden bei dem wir untertauchen können." Kemmrich bohrte nach:"Darf ich das als Ja auffassen?" Redan antwortete, nachdem er seine Frau umarmt hatte:"Ja...wir kommen mit." Kemmrich lächelte:"Das freut mich." In einem blauen Blitz verschwanden die drei.
Thorsten war mit seinen beiden Gästen auf die Brücke der Destiny gesprungen. Sie sahen sich verängstigt um. "So ihr beiden, dann werde ich euch mal eine Kabine geben. Und erst einmal weit von Beetle, meinem kleinen Khaak-Freund, entfernt. Folgt mir doch bitte." Die beiden gingen eng aneinander hinter ihm her. Die große Panzertür zum Brückengang ging auf und er führte sie in den Fahrstuhl. Nun noch auf das Entsprechende Deck:"Quartier-Deck. Sektion 25." Mit einem Piepen bestätigte der Aufzug den Befehl und brachte sie in Windeseile zu dem entsprechenden Ort, Redan näherte sich ihm von hinten, während sie zu dem Quartier gingen:"Sektion 25? Wie groß ist denn diese Kolonie?" "Oh, das ist nicht die Kolonie, das ist eines meiner Schiffe. Hiermit bringe ich sie zur Kolonie." Redan erschrak "Schiff?! Gut...gut...Wie groß ist dann bitte dieses Schiff?" "Möchten sie auch ein paar Spezifikationen?" "Ja, bitte, wenn das möglich ist." "Na dann. Computer, gib Redan ein paar Daten." "Bestätigt. Dieses Schiff ist ein Groß-Kreuzer der Capital-Klasse. Mit seinen Ausläufern hat er eine Länge von 3500kM, eine Breite von 2300kM und eine Höhe von 2000kM...." Redan riss die Augen auf "...Weiterhin hat es 100 Decks, die Austattung wird der jeweiligen Situation angepasst. Der Generator hat eine Leistung von 1000 LDS/H, das entspricht der Leistung, die 1.000.000 Sonnen in ihrer Lebensdauer bringen in einer Stunde, die Schildstärke ist dementsprechend stark. Waffen sind zur Zeit nicht installiert, können aber jederzeit erstellt werden." Redan ging weiter, sein linkes Auge zuckte leicht:"Woher haben sie diese Technologie?" "Die habe ich selber entwickelt. Ich hatte während meines Lebens ja genug Zeit, aber das erzähle ich ihnen später." Sie erreichten die Kabine, die Tür öffnete sich und die beiden sahen auf das karge Doppelzimmer, Sanuma äusserte sich enttäuscht:"Da haben sie so ein gigantisches Schiff und so eine jämmerliche Raumausstattung. Ich hätte gerne mehr als nur zwei Stühle, einen Tisch und ein Bett, ein Sessel zum Beispiel wäre nicht schlecht." "Aus Samt? Welche Farbe?" "Ähm...Ja, Royal-Blau bitte...aber wieso? Haben sie hier etwa auch ein Möbelhaus drin?" "Viel besser. Computer?" "Ja?" "Du hast die Frau gehört: Einen royal-blauen Samt-Sessel bitte." "Positiv, Objekt wird erzeugt." Ein großer Lichtblitz erschien und der Sessel materialisierte in einer Ecke des Raumes, Sanuma fiel die Kinnlade herunter. "Wollen sie ihn nicht ausprobieren Sanuma?" "Äh...ja...ich setze mich wohl wirklich besser." Sie setzte sich in den Sessel:"Oh! Der ist aber bequem." Die scheinbar körperlose Stimme des Computers erklang:"Vielen Dank." Sanuma zuckte zusammen, dann lächelte sie. "Wenn ihr beide noch etwas brauchen solltet, sagt es einfach dem Computer. Ich werde euch Morgen wieder zusammenrufen, dann werdet ihr die anderen Gäste kennenlernen." Die beiden bedankten sich und Thorsten verabschiedete sich.
Er ging zurück zur Brücke und setzte sich dort auf den Kapitänssessel. Er schloss die Augen und entspannte seinen menschlichen Körper. Er überprüfte seine heutigen Forschungsergebnisse: Eine neue biomechanische Schiffshülle würde bald für die Tests fertig sein. Seine Forschungen in Zeittechnologie gingen nicht ganz so schnell voran. Seine Energie-Produktions-Leistung hatte sich wieder einmal mit 2 potentiert. Das Fünkchen das dieses Schiff leistete, konnte ein einziger seiner Naniten locker aus dem Ärmel schütteln, die Energie des Sub-Raums war um einiges intensiver als die im Normal-Raum. Er ging alle Daten noch einmal durch und erforschte weiter die Galaxien und deren Sternenkonstellationen, vier Galaxien waren schon von seinen Naniten durchzogen, im Moment dehnte sich die Sphäre aus Naniten weiter aus, alle waren phasenverschoben. Niemand ausser ihm wusste etwas von der schieren Menge der Maschinen, wovon jeder sein Bewusstsein trug. All diese Maschienen, also er, bildeten ein riesiges Forschungs-System, das Daten sammelte, Technologie erforschte und sich ständig verbesserte. Die Nacht verging, als 9 Stunden vorrüber waren, wies er den Computer an, sich für den Sprung zur Gemeinschaft bereit zu machen. Dann startete er eine Schiffsweite Durchsage:"Guten morgen meine sehr verehrten Gäste, ich möchte euch darum bitten, auf die Brücke zu kommen. Deshalb wollte ich euch fragen ob ich euch herteleportieren darf. Ihr müsst es nur dem Computer sagen." Thorsten wartete einen Augenblick, dann kam die Meldung vom Computer:"Alle Gäste haben zugestimmt. Soll ich sie teleportieren?" "Ja bitte." Dreizehn Lichtblitze erhellten die Brücke, dann waren seine Gäste anwesend. Sanuma flüchtete sich in die Arme ihres Mannes, als sie Beetle sah, während Roskt und Tikmanotslat sich etwas abseits Stellten. Der Rest der Gruppe blieb so stehen, wie sie herteleportiert wurden. "So meine Gäste, dann will ich euch mal zu eurem neuen Heimat-Sektor bringen. Computer, spring jetzt bitte zu der Gemeinschaft." "Bestätigt, ich springe zur:"Gemeinschaft"." Ein blauer Blitz und sie waren in Thorstens Sektor.
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Preacher0815
Joined: 02 Jun 2004 Posts: 117 on topic

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Posted: Fri, 18. Jun 04, 21:28 Post subject: |
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Ich muß sagen ich bin enttäuscht. Enttäuscht darüber, daß es wieder etwas dauern wird bis zum nächsten Teil
Kannst Du nicht schneller schreiben? 
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gsl
Joined: 17 Dec 2003 Posts: 282 on topic

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Posted: Sat, 19. Jun 04, 00:04 Post subject: |
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Wow
Die Geschichte ist super - hab sie gerade durchgelesen.
Mehr davon!
_________________ #include <funnysig> |
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wuif
Joined: 04 Feb 2004 Posts: 42 on topic

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Posted: Sat, 19. Jun 04, 08:24 Post subject: |
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Wow Du wirst immer besser
Da bleibt nur eines zu sagen:
MEEEEEEEHR
_________________ "Gibt es hier eigentlich nur Choleriker, Fanatiker und LSD-Konsumenten?"
"Nein Captain. Es gibt auch noch die Teladi" |
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Collossus-Fan
Joined: 10 Mar 2004 Posts: 841 on topic

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Posted: Sat, 19. Jun 04, 16:31 Post subject: |
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Hier noch ein Stückchen. Ich schreibe ja so schnell ich kann .
Demnächst kommt das nächste Stück, auch wenn ich mein kleines Polster von Zeilen etwas überstrapazier . Naja, wie immer viel Spass beim Lesen und wer etwas sagen möchte:Ich freu mich immer noch über Feedback . Und das hier geht an 4of25: Wenn du das hier liest: Mehr!
Lasa sah aus dem großen Fenster der Brücke: Da war nichts! Leerer Raum breitete sich vor dem Schiff aus. Nur Ein paar weit entfernte Sterne. Aber da war nichts was ihr bekannt vor kam, nicht einmal der Nebel, in dem die Sektoren der Argonen lagen.
"Computer, bring uns in eine Umlaufbahn." Thorsten sah nach vorne, das System funktionierte wie immer einwandfrei. Das gigantische Schiff setzte sich in Bewegung.
Lasa sah weiter aus dem Fenster, weiterhin nur Sterne. Doch was war das? Weiße Blitze zuckten von unten durch den Raum, dann zuckten ähnliche Blitze über das Fenster und dahinter. Was war da los? Im Raum dehnte sich vor ihnen um den Rumpf ein Loch in der Sicht aus, von dessem Rand die Blitze auf das Schiff schossen. Immer mehr durchdrang das Schiff dieses Phänomen, dann sah sie, was ihr den Atem verschlug:
Ein Sonnensystem mit zwei Planeten. Das Schiff flog weiter in das System hinein und näherte sich dem linken Solar-Trabanten: In der Größe war er mit dem der argonischen Planeten vergleichbar, weiße Wolken strichen durch die Atmosphäre. Der ander Planet war ähnlich weit entfernt, jetzt konnte Lasa erkennen, dass er auf der selben Umlaufbahn um die orange-gelbe Sonne flog wie der andere, nur genau auf der gegenüber liegenden Seite. Als sie näher kam, konnte sie acht Monde um den Planeten erkennen: Einer in der näheren Umlaufbahn, der zweite bedeutend weiter weg und von diesem aus noch eine weitere Schale, auf der die übrigen sechs Monde waren. Seltsamerweise deckten die sechs äusseren Monde genau die sechs Seiten des Planeten ab, die es wie bei einem Würfel gab. Während der innerste Mond gerade malerisch vor dem Planeten vorbei zog, verschwand der in der mittleren Umlaufbahn gerade dahinter. Die äusseren Monde hielten konstant ihre Positionen.
Als das Schiff noch näher kam, wäre Lasa beinahe ohnmächtig geworden: Die sechs äusseren Monde bekamen feinere Umrisse: Es waren gigantische Raumschiffe, die organisch aussahen. "Klick klick klick...Was sind das für Schiffe?" Thorsten sah sie an:"Solche wie dieses in dem wir uns befinden." Eine Projektion erschien vor ihr, sie zeigte das selbe Schiff wie es die Monde waren. Die Schiffe standen majestätisch im All, alle anwesenden sahen beeindruckt auf die gigantischen Maschinen. Die Raumschiffe drehten sich zu ihnen, die Rümpfe bogen sich nach unten, mit den Brücken: Es sah aus als würden sich die Schiffe vor diesem verneigen. Lasa konnte keine Antriebsdüsen oder Waffen sehen, bis auf einen großen Teil des Rumpfes schien alles wie aus einem Stück gewachsen. Jedoch leuchteten Bereiche unten und hinten an den Schiffen, als diese sich drehten, der Antrieb musste also irgendwie im Schiff verborgen sein. Die blaue Maserung der Schiffe glänzte wie Edelsteine als die Sonnenstrahlen darauf trafen. Als die Maschinen das Ankommende Schiff begrüßt hatten, flogen sie zu ihren angestammten Positionen zurück und drehten sich mit der Front weg von dem Planeten, wie riesige Wächter. Sie passierten den Planeten an seiner linken Seite und näherten sich dem mittleren Mond. Während der Innere ein weißer Gesteinsbrocken war, war dieser eine gigantische Raumstation. Zwei Discs, verbunden durch eine große Säule mit zahlreichen Ausläufern. Sie nahmen Kurs auf die Station. Alles was sie sich durch die Legenden vorgestellt hatte, wurde von der Realität fast noch übertroffen.
Lasmios sah sich das Sonnensystem an, es war unglaublich. Es war schön und ästhetisch. Kleine blaue Nebelfetzchen waren vereinzelt zu sehen. Der weiße Mond, der einzig Echte, beschien den halben Teil des Planeten, auf dem Nacht war, wobei nur vereinzelt Lichter von größeren Siedlungen aufblitzten. Wie ein Bild aus einer Ianamus-Zura- Gallerie. All die Legenden die er erforscht hatte, und trotzdem hätte er nie gedacht, dass etwas so mächtiges hinter ihnen steckt.
Redan sah auf diesen Sektor. Was war das für ein Wesen, das behauptete ein Mensch zu sein? Es hatte ein eigenes Sonnensystem und Schiffe so groß wie Monde.
Sanuma sah ungläubig auf das System, aber nur kurz, dann sah sie wieder auf den Khaak, um ihn ja nicht an sich ran zu lassen.
Beetle sah mit der Hälfte der Augen an der rechten Seite seines Kopfes auf die seltsame Frau, zumindest war sie laut den Informationen von dem Gerät an seinem Kopf eine menschliche Frau. Sie hatte unglaubliche Angst vor ihm, der Rest dieses Gefühls drang zu ihm durch. Sie war anscheinend in einer Neural-Schnittstelle gewesen und hatte den Verstand des Schwarms erfahren. Laut den Daten, die er über seine Spezies in dem Computer in seinem Zimmer gesehen hatte, war das für alle Wesen die nicht Khaak waren eine wahre Tortour. Er sah sich mit seinen restlichen Augen das Sonnensystem an, die Tarnvorrichtung war ja schon beeindruckend gewesen, aber dieses Sonnensystem war viel schöner als alles was er in Erinnerung hatte. Obwohl schon das Sonnensystem Namens Wolkenbasis SW schön gewesen war, war er von diesem mehr als begeistert.
Simaneas lies ihren Blick über das Sonnensystem schweifen, ebenso über die riesigen künstlichen Gebilde in den Umlaufbahnen des schönen Planeten. Was das alles gekostet haben musste. Soviel hatte wahrscheinlich nicht einmal der Ceo gehabt. Andererseits, dieses Schiff hatte sich ja auch leuchtend verändert, vielleicht hatte Thorsten es mit diesen Gebilden ähnlich gemacht. Sie sah weiter auf die vielen Trabanten, und Lasmios.
Nume sah auf den Planeten, es hatte ihm sowohl die Gedanken, als auch die Sprache verschlagen. Seine Familie schien nicht anders zu reagieren.
Noa und Gaia unterhielten sich über ihr integriertes Funk-Netzwerk: "Dieser Planet und das Sonnensystem sind viel zu gerichtet um natürlich zu sein." Gaia antwortete:"Vielleicht hast du recht, aber ruf' doch mal deinen Datenspeicher ab, die Möglichkeiten im Universum sind unbegrenzt." "Ja, aber das hier? Zwei Planeten gleicher Größe und Masse auf der selben Umlaufbahn? Das kann kaum möglich sein, die Trabanten müssten ungleich groß und dann zusammengestossen sein um dann zu Einem zu werden. Das gebietet schon die Schwerkraft." "Wir können ihn ja einfach fragen. Aber hast du eine Ahnung wo wir sind? Du hast mir doch gesagt, du wärst ein Navigations-Sekundär-System gewesen." "Das Stimmt. Ich habe die Sternenbilder verglichen, wir müssten ungefähr 50 Lichtjahre von der Erde entfernt sein." "Wirklich? Ich wurde 107 Jahre nach dem Verlassen von Terra gebaut und kenne nur die Aufzeichnungen aus den Datenbanken." "Ich wurde zwar 97 Jahre nach dem Verlassen von Terra gebaut, aber mir geht es sonst auch nicht anders." "Was meinst du wo wir untergebracht werden?" "Ich weiss es nicht, aber so wie wir bisher untergebracht worden sind, kann es sicher nichts schlimmes sein."
Tikmanotslat hatte sich nicht mehr unter Kontrolle: Das erste mal in seinem Leben zweifelte er an dem was ihm seine drei Augen zeigten. Ein Tarnmantel der ein ganzes Sonnensystem verbirgt, mit einer Qualität, dass selbst er nichts erkennen konnte. Egal was dieses Wesen, oder Argone oder was auch immer, war, es war ein Genie.
Roskt sah sich das Bild an: Eine Sonne und zwei Planeten, wobei beide Planeten auf ein und der selben Umlaufbahn flogen. Beeindruckend. Jedoch waren diese gigantischen Schiffe und die Station noch viel faszinierender. Er fragte sich, was sie wohl für eine Feuerkraft hatten.
Thorsten flog nicht ohne Stolz durch dieses Sonnensystem, er hatte es damals aus einem Nebel zusammengeballt und geformt. Seine 13 Gäste sahen gebannt auf die riesigen Schiffe und seinen Raum-Hafen. Die Schiffe waren mit der Destiny baugleich, ebenso wie in ihr gab es in diesen primitive Nano-Bots, die Schäden reparierten oder so wie bei der Begrüßung eben die Molekularstruktur veränderten. Und was seinen Raumhafen anging, dieser diente zum Verkehr zwischen dem Wohnplaneten um den er kreiste und dem Forschungs-Planeten auf der anderen Seite der Sonne. Nun nahm die Destiny Kurs auf den Raumhafen, um dort den Mako und den Perseus abzustellen, anschliessend würde sie an der Küste des Wohnplaneten landen. Natürlich schrumpfte die Destiny dann von ihrer Capital-Klassen-Form zu der Korvette zusammen die sie zuerst gewesen war. Ansonsten hätte Thorsten viel zu viele Systeme aktivieren müssen um das Schiff auf den Planeten landen zu können. Ein Schiff dieser Größe verursachte ohne entsprechende Ausgleich-Funktionen folgendes: Die Masse des Schiffes verlieh dem Kreuzer eine eigene Schwerkraft, aber die war ja eh andauernd von speziellen Gravitations-Generatoren abgeschwächt worden. Aber verschiedene Systeme mussten aktiviert werden um die Masse des Schiffes zu neutralisieren, sonst wäre der Planet ins trudeln geraten. Hinzu kamen der Schatten, welcher die Hemisphäre verdunkelt hätte. Auch die Verdrängung der Luft hätte eine Klimakatastrophe ausgelöst. Da war es schon energiesparender, die Destiny zu verkleinern.
Warum niemand das Sonnensystem entdeckt hatte, war recht einfach zu erklären: Thorsten verwendete hier das gleiche Prinzip wie in Priester-Ringe. Der Fluss des Lichtes wurde einfach um den Sektor herum geführt, die Abstrahlung der Sonne des Systems wurde einfach mit in den Fluss eingebracht, was bei der Menge von Sternen hinter dem System nicht sonderlich ins Gewicht fiel. Dann begann der Landeanflug. "So Leute, setzt euch bitte auf die Stühle, wir werden jetzt ein etwas kleineres Schiff bekommen." Das Schiff machte die selben Veränderungen wie in Priester-Ringe nur in umgekehrter Reihenfolge durch. Die Korvette war wiederhergestellt und der Innenraum war weiter modifiziert worden: 24 Stühle, jeweils in Vierer-Reihen, standen hinter Thorstens Pilotensessel. Natürlich waren die Sitze so sortiert, dass es keine ungünstigen Konstellationen gab. Als sie landeten, setzte das Schiff sanft im Wasser auf, dann bat er alle wieder aufzustehen. Als alle standen, verschwanden die Sitze spurlos im Boden.
"Na dann. Herzlich willkommen in der Gemeinschaft. Dieser Planet heisst "Leben". Um euch ein bisschen zusammen zu schweissen, bitte ich jetzt jeden ein paar Kleinigkeiten über sich zu erzählen: Den Geburtstag oder ähnliche Daten. Wir werden die Runde durchgehen, Beetle, du fängst an." Der Khaak sah sich verwirrt um:"Meinen...meinen Geburtstag weiss ich leider nicht. Ich war bis vor drei Tazuras eine Drohne in einem Schwarm, ohne ein Bewusstsein oder eigenen Willen...." er drehte sich zu Sanuma:"...Ich spüre deine ängstlichen Gedanken. Es tut mir leid, was meine Spezies dir angetan hat." Die Argonin war sichtlich überrascht über einen sprechenden Khaak, der sich auch noch bei ihr entschuldigte.
Der nächste in der Reihe war Noa:"Ich bin Noa/27-4, ein ehemaliger Terraformer-Subnavigations-Computer. Ihr würdet mich als Xenon bezeichnen..." alle ausser Gaia, Beetle, den beiden Archäologen, Simaneas und Thorsten sahen den Roboter erschrocken an:"...Ich wurde am 25. August 2163 Erd-Datum im Xenon-Sektor 45 gebaut. Ich habe vor dreieinhalb Tazuras das Bewusstsein erlangt." Als nächstes war Gaia an der Reihe:"Mein Name ist Gaia/43-5, ehemaliger Reperatur-Computer auf einem Kreuzer der Dreadnought-Klasse. Ich wurde am 17. November 2173 Erd-Datum im Xenon-Sektor 62 erbaut. Ich habe vor drei Tazuras das Bewusstsein erlangt." diesmal sahen die selben, die vorher auf Noa gesehen hatten, auf Gaia. Nun war Nume an der Reihe:"Ich bin Nume Mi, Wissenschaftler der Königin in der neunten Strömung. Ich bin vor dreissig Jazuras auf die Welt gekommen. Das hier ist meine Familie." Nun war Nalo an der Reihe:"Ich bin Nalo Mi, ich bin drei Jazuras alt." Er sah verlegen zu seiner Mutter, sie übernahm die Runde:"Ich bin Sanu Mi, meines Zeichens Schriftstellerin. Ich bin 28 Jazuras alt." Es folgte Lasa:"Mein Name ist Lasa Na, ich bin Archäologin und 24 Jazuras alt." Lasa stubbste den mit Simaneas turtelnden Lasmios an, er wurde aufgeschreckt und begann verlegen zu reden:"Tshhh...Ichhhh...ichhh bin Lasmios Nupillos II. Ich bin Archäologe und 24 Jazuras alt." Simaneas war dann wohl die Nächste:"Ichhh bin Sssimaneasss Tisssstillassss VI. Ichhhh habe eigentlichhhh keinen richtigen Beruf, ich bin freie Händlerin." Redan war der Nächste: "Mein Name ist Redan Simten. Ich bin 31 Jazuras alt und Experte für Schildtechnologie." Sanuma sah kurz auf Beetle, dann begann sie zu reden:"Mein Name ist Sanuma Simten. Ich bin Theologin und 29 Jazuras alt. Bis vor kurzem war ich eine Gefangene der Khaak." Roskt stand etwas abseits: "Mein Name ist Roskt T'Rhk. Ich bin Waffen-Ingenuer. Mein alter beträgt 35 Jazuras." Tikmanotslat stand etwa zwei Meter von Roskt entfernt an der Wand zuerst reagierte er aus Trotz nicht, doch ein stechender Blick Thorstens liess ihn beginnen zu reden:"Für die Unhei..." Thorstens blick wurde stechender "...Unser Name ist Tikmanotslat...." na wenigstens hat er den Larvennamen ohne "Unheilige" ausgesprochen "...Wir sind 31 Jazuras alt und Schockwellen-Mathematiker des Priester-Konglomerats." Das war die Runde auch schon gewesen. Thorsten fragte einfach mal in die Runde:"Das war doch ganz ok. Noch irgendwelche Fragen?" Tikmanotslat sah ihn an:"Was ist mit dir? Wir haben unsere Geburtstage genannt, aber du hast noch nichts über dich verraten." Lasas, Lasmios' und Roskts Augen blitzten auf, sie hatten ja eine Vorstellung von seinem Alter.
Thorsten begann:"Pfffff...Ich erzähle es nicht gerne, denn die meisten halten mich dann für verrückt. Aber na gut: Wie ich schon allen einzeln erzählt habe, ist mein Name Thorsten Kemmrich...." Alle nickten "...einigen habe ich auch schon mein Alter verraten, doch zuerst nenne ich meinen Geburtsort: Die Erde." Ein Tuscheln ging durch die Reihe der Organischen, Redan fragte aufgeregt nach:"Die Erde?! Ich dachte das wäre ein Mythos, dem nur die Goner folgen." "Nein. Die argonische Regierung hatte alle Informationen über die Herkunft von der Erde vernichtet, als das Sprungtor zum Erdsektor vernichtet wurde. Aber nun zurück zu der Frage von Tikmanotslat: Ich wurde am 19. März 1985 geboren. Somit bin ich 947 Jahre alt." Die beiden Xenon sahen sich aufgeregt an, ein Mensch der älter als sie war. Thorsten fuhr fort:"Das entspricht etwa 696 Jazuras." Die Gruppe sah ihn an, geschockt, ungläubig, fragend. Simaneas sprach ihn an:"Tshhh...nach dem was du mit mir gemacht hast, glaube ich dir schon. Aber wie wird ein Mensch so alt?" "Nun ja. Ich bin wohl nicht mehr ganz ein Mensch. Im Jahre 2012 hatte ich einen Unfall mit einer Erfindung von mir und meinen Kollegen. Ich überlebte als Einziger und seitdem bin ich nicht gestorben." Roskt kam auf die Gruppe zu, die Boronen nahmen respektvollen Abstand:"Ich würde gerne wissen, was aus einem schwachen Menschen eine Kreatur machen kann, die mein Exoskellet zerfetzt und so lange lebt." Thorsten sah ihn an, leicht lächelnd über die Erwähnung des Exoskellets:"Nano-Maschinen. Was es für welche sind, sage ich nicht, aber sie übersteigen das was ihr an Technologie kennt um ein Vielfaches." "Aber wie hast du das alles entwickelt?" "Ich kann etwas umfangreicher denken als andere Wesen. So auch technologisch." Redan sah Thorsten fragend an:"In wie fern?" "Nun, jeder meiner Naniten kann besser rechnen als ein Schiffscomputer." Die Techniker unter der Gruppe schauten eher skeptisch zu ihm rüber. Er musste wohl einen kleinen Beweis erbringen:"Tikmanotslat, stell mir eine beliebige Rechenaufgabe, die selbst für einen Paraniden eine harte Nuss ist." Der Paranide tat wie ihm geheissen, 5 Minuten lang rezitierte er eine Formel, die aufgeschrieben wohl einen normalen Datenspeicher gefüllt hatte. Für Thorsten war das ein Klacks. Er nannte die Lösung, sobald Tikmanotslat zuende gesprochen hatte. Der Paranide riss die Augen auf, holte ein hand-großes Gerät aus seiner Tasche und tippte die Rechnung schnell ein. Das Gerät rechnete zehn Minuten, dann spuckte es das Ergebnis aus. Tikmanotslat wäre beinahe umgekippt als er die Anzeige las: Es entsprach dem Ergebnis von Thorsten aufs genaueste. Thorsten sah in die Runde: "Noch ein Beweis?" Alle schüttelten den Kopf. "Gut, dann will ich von euch erst einmal wissen, wie ihr wohnen möchtet: In einer gemischten Siedlung, nach Spezies sortiert, in einer Stadt oder ländlich? Fangen wir doch wie vorher an: Beetle?" Der Khaak sah sich um:"Ich weiss noch nicht einmal, wie es ist als Individuum mit anderen zusammen zu leben..." Thorsten musste ihm das zugestehen:"Was hälst du davon, in einem kleinen Dorf mit Khaaks zu leben?" "Ich glaube, das ist das Beste für's erste." "Gut, dann möchte ich noch wissen: Magst du es lieber kalt oder warm?" "Ich denke, kalt." "Na dann hab ich schon das perfekte Haus für dich, ich werde dich nachher hinbringen. Nun Noa, was ist mit dir?" "Ich mag die Natur, also würde ich gerne auf dem Land leben. Ich bevorzuge die Gegend der nördlichen Hemisphäre. Allein möchte ich jedoch nicht leben. Mit welcher Spezies ist eigentlich nicht von Bedeutung." "Gut, dann habe ich da auch ein kleines Dorf für dich. Gut Gaia, wo möchtest du wohnen?" "Ich würde das selbe wie Noa bevorzugen." "Gut, dann werde ich euch im selben Dorf unterbringen. Nume? Euer Haus haben wir ja noch dabei, aber wo möchtet ihr wohnen?" Der kleine Borone beriet sich mit seiner Familie, dann verkündete er das Ergebnis:"Wir hätten gerne eine ländliche Lage, in der Nähe einer Stadt." "Kein Problem, ich suche schon was Schönes. Lasa?" "Ich hätte gerne etwas an einer tropischen Küste. Mit klarem Wasser und blauem Ozean. Wenn es möglich ist, in der Nähe von Lasmios, dann kenne ich wenigstens jemanden." Lasmios nickte. "Gut, dann werde ich dir noch was schönes Suchen. Lasmios, Simaneas,..." Thorsten musste lächeln "...liege ich recht in der Annahme, dass ihr zusammen wohnen wollt?" Die Stirnschuppen der beiden verfärbten sich tief dunkel, ihre Rückenfinnen richteten sich auf. Lasmios zischelte verlegen:"Tshshhhh...ja...wir hätten gerne was Romantisches. Vielleicht eine kleine Siedlung an einem tropischen Sumpf?" Simaneas nickte verlegen mit dem Kopf. "Gut ihr kleinen Turteltauben. Redan?" Redan nahm Sanuma in den Arm. "Wir hätten gerne eine Wohnung in der Stadt, ein Appartment wenn es möglich ist. Ob wir mit anderen Spezies zusammen leben ist uns eigentlich egal." "Kein Problem, da findet sich schon was. Roskt? Was ziehst du vor?" "Mir ist jede Behausung recht, nur nicht mit anderen Spezies zusammen." "Gut, da halten es deine Artgenossen auch nicht anders. Tikmanotslat?" "Gibt es hier eine Wüste?" "Sicher doch, mehrere sogar." "Dann möchten wir eine Wohnung in der Stadt." "Auch das ist möglich. Nun gut, folgt mir bitte, ich bringe euch zu einem Hotel, wo ihr bis morgen wohnen werdet. Dann habe ich die Wohnungs-Angebote für euch zusammengesucht."
Das Schott in der Wand öffnete sich: Ein kleines Loch in der Hülle wurde groß genug, bis alle hindurch konnten. "So Destiny, dann bis bald." Der Computer antwortete: "Bis bald." Thorsten übertrug das Programm des Bordcomputers als Sicherheitskopie in einen kleinen Speicher in einem seiner Naniten, dann löste er das Schiff wieder in Luft auf, indem er die Neutronen, Protronen und Elektronen zu Sauerstoff-Atomen umordnete. Vor ihm lag die Hauptstadt seines Planeten, etwa 100 Kilometer entfernt. Selbst von hier aus konnte man die gigantischen Wolkenkratzer im Zentrum erkennen. Ab hier bis zu der Stadt erstreckte sich einer der Transportwege.
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gsl
Joined: 17 Dec 2003 Posts: 282 on topic

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Posted: Sat, 19. Jun 04, 18:37 Post subject: |
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Ich habe fertig gelesen, du kannst den nächsten Teil posten
Einfach spannend und genial!
Weiter so!
_________________ #include <funnysig> |
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Preacher0815
Joined: 02 Jun 2004 Posts: 117 on topic

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Posted: Sat, 19. Jun 04, 18:39 Post subject: |
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Ich mach mch zwar erst jetzt ans Lesen, wird aber wie gewohnt genial sein. Du darfst schonmal weiter posten
:Edit
Was zu erwarten war 
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Collossus-Fan
Joined: 10 Mar 2004 Posts: 841 on topic

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Posted: Sun, 20. Jun 04, 01:50 Post subject: |
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Tja, die Story heisst "Fast ein Jahrtausend" und nun hab ich fast tausend
Aufrufe (999) durch euch. Nun ja, hier ist ein neues Stück, frisch aus dem Editor. Worüber ich mich freuen würde, könnt ihr euch wohl mittlerweile alle Denken . Aber jetzt viel Spass beim Lesen.
Redan sah fassungslos auf das Bild das sich ihm darbot: Was für eine Landschaft! Sanfte Hügel mit saftigen grünen Gras erstreckten sich vor ihm. Kleine Wälder mit Bäumen aller Arten, die er auch von den Argonen kannte und noch einige mehr. Besonders eine kleinere Art, mit rosanen Blüten daran, hatte es ihm angetan:"Was sind das für rosane Bäume?" Kemmrich drehte sich zu ihm um:"Das sind japanische Kirsch-Bäume. Von der Erde.". Die Erde...wie sie wohl aussah? "Dürfen wir auch mal die Erde sehen?" Kemmrich lächelte:"Na? Heimweh? Na klar. Jeder Argone kann nach einer speziellen Schulung, ihr wollt ja nicht unangenehm auffallen, dort Urlaub machen." Wie wunderbar, er könnte den sagenumwobenen Planeten sehen, den die Goner als Heimatwelt der Menschheit titulierten, er lächelte Sanuma voller Vorfreude an, sie schien nicht ganz so begeistert, lächelte ihm aber trotzdem zu. Redan sah sich weiter um, Vögel, die er noch nie gesehen hatte, flogen am Himmel entlang:"Diese Vögel, was ist das für eine Art?" Kemmrich sah ihn über die Schulter an: "Spatzen, ebenfalls von der Erde. Wenn du mehr über die Tiere hier wissen willst, kannst du zu einem öffentlichen Informations-Terminal in der Stadt dort vorne gehen. Aber alles hat seine Zeit und seinen Ort." Die Gruppe hielt sich eng zusammen, der hochgewachsene Paranide stelzte gemächlich an ihm vorbei, kein Wunder, diese Dreiaugen hatten viel längere Beine als Argonen. Sie folgten weiter dem Weg aus feinem Kies, der sie mit ungefähr drei Metern Breite von der Anlegestelle an dem Strand führte. Der Strand...er sah zurück: Der Sand war etwas grobkörnig, ein paar Steine lagen in wellenförmigen Ansammlungen mitten auf dem Sand, anscheinend hatte die Flut sie angespült, wie das Seegras das vereinzelt an der Wasserlinie lag. Doch dann sah Redan etwas merkwürdiges: Der Kies-Weg hörte urplötzlich auf, er wurde abgelöst von einer seltsamen Strecke, die sich bis auf einige Abzweigungen von normalen Wegen, bis zum Horizont erstreckte, direkt zu...einer gigantischen Stadt! Die Gebäude mussten mindestens 50 Kilometer in den Himmel ragen, und waren einfach wunderschön: Ein blaues Material, wahrscheinlich das selbe aus dem die Schiffe bestanden, war der Grundbaustoff, doch gigantische Glasflächen und silberne Ausläufer an den Türmen verliehen der Stadt ein Aussehen, das an ein Schmuckstück erinnerte. Die Gebäude waren abgerundet und wirkten sogar aus dieser Entfernung organisch wie die riesigen Schiffe. Der Himmel war ebenfalls traumhaft: hellblau und sanft zog er sich von einem Horizont zum anderen, weiße Wolken streiften majestätisch daran entlang.
"Redan? Redan?!" er hörte Sanumas Stimme. Er war stehengeblieben, als die anderen auf die seltsame Strecke gegangen waren: Dieses Gebilde war nicht breiter als der Kies-Weg. Eine cyan-blaue Platte, die ein wenig wie gefärbtes Glas wirkte, bildete einen breiten Mittelstreifen, der nur von beiden Seiten durch jeweils fünf Centimeter breite Streifen aus silbernen Metall abgegrenzt wurde. Kemmrich stellte sich noch etwas weiter an die Spitze der Gruppe:"Transport." Eine Stimme drang aus dem seltsamen blauen Weg, die kleinen Wesen der Gruppe erschreckten sich:"Bereit, bitte nennen sie die Menge der Personen und das Ziel." Kemmrich sah zu der Stadt:"Vierzehn Personen. Diamond-City, Distrikt 7, Ankunftshalle A." "Bestätigt. Bitte bereiten sie sich für den Transport vor." Vierzehn hellblaue Lichter erstrahlten unter der blauen Platte, eines unter jedem Wesen der Gruppe. Redan fühlte ein für einen heutigen Mensch vertrautes Gefühl: Schwerelosigkeit. Ein transparenter, leichter blauer Schimmer stieg von den Lichtern unter dem Weg auf und endete da, wo die Personen berührt wurden. Er hob vom Boden ab, wie alle anderen auch. Sanuma nahm ängstlich seine Hand, er zog sie zu sich rüber, das Licht unter ihr folgte ihr, bis es etwa neben seinem war. Die Lichter waren etwa einen halben Meter im Durchmesser und der helle weiße Kern lief langsam in das helle Blau über. Die Licht-Flächen begannen stärker zu glühen, sie richteten die Gruppe in die Waagerechte. Erneut erklang die Stimme des Weges:"Start in drei...zwei...eins...jetzt." Mit einem Mal schossen die Lichter unter der Glasfläche entlang und zogen die Gruppe mit sich. Die Geschwindigkeit hatte sofort eingesetzt, sie war nicht von 0 angestiegen, sondern gleich so hoch gewesen. Seine Haare wehtem im Flug-Wind. Mit enomen Tempo schoss die Gruppe über die wunderbare Landschaft, welche nur so vorbei raste. Da vorne kam eine Abzweigung wo sich der Weg wie ein Ypselon aufspaltete. Schnell näherten sie sich der Gabelung und mit einer leichten Rechtskurve bogen sie ab. Es gab dabei keinerlei G-Kräfte. Die Boronen sahen aus wie Fetzendrachen, die die Kinder im Herbst stiegen liessen: Ihre Tentakel schlackerten im Wind. Die Teladi hielten Händchen wie er und Sanuma, ihre aufgerichteten Rückenfinnen zerschnitten den Wind wie ein Leitwerk. Der Paranide hatte die Arme ineinander verschränkt, seine Augen zuckten in einem Affenzahn über die Landschaft. Der Split hatte die Fäuste geballt und diese nach vorne gestreckt, als würde er sich darauf vorbereiten durch eine Wand zu donnern. Kemmrich hatte die Arme in Form eines V's nach hinten abgestreckt, er schien den Flug-Wind zu geniessen.
Die riesige Stadt kam immer näher. Häuser im gleiche Baustil wie die gigantischen Wolkenkratzer erschienen vereinzelt an der Strecke. Wieder eine Abzweigung. Jetzt rasten sie über den Weg auf ein Gebäude zu, um genauer zu sein, auf ein Portal in der Hauswand. Sie passierten die Wand, der Weg reichte noch etwa 20 Meter weiter in den Raum. Mit einer Plötzlichkeit wie beim Start ihrer Tour hielten sie an. Wieder keine G-Kräfte. Die Lichter wurden blasser, langsam drehten sie sich wieder in die Senkrechte, wer Füsse oder ähnliches hatte, setzte mit diesen auf, die Boronen schwebten weiter. Der transparente Schimmer verschwand im Boden, die Lichter erblassten vollends. Wieder meldete sich der Computer:"Ich hoffe die Reise war angenehm, ich wünsche noch einen schönen Tag." Sanuma sah gestresst aus:"Von wegen schöne Reise! Ich hatte eine Heiden-Angst." Die Computer-Stimme erklang erneut, Sanuma zuckte zusammen, eine Antwort hatte sie wohl nicht erwartet:"Das tut mir leid. Möchten sie etwas zur Beruhigung?" Sanuma sah fassungslos auf den Boden "Ich glaub ich spinne...ja...eine Tasse Kaffe. Aber damit kann mir ein sprechender Weg wohl nicht helfen." Der Computer antwortete wieder, dieses mal leicht geknickt:"Der "sprechende Weg" ist der Hauptcomputer des Verkehrsnetzes. Und wenn sie eine Tasse Kaffe möchten, dann strecken sie doch bitte eine Hand aus." Ein heller Blitz, wie auf dem Schiff erstrahlte auf Sanumas Hand. Mit einem mal stand eine Tasse duftenden Kaffees auf ihrer Handfläche. Mit großen Augen nahm sie die Tasse in die andere Hand:"Da...dadada...Danke, aber ich trinke ihn mit Milch und Zucker." der Computer erklang erneut:"Wie viel Milch? Wie viel Zucker?" "Viel Milch, zwei Stück Zucker." Ein kleiner Blitz über der Tasse und es erschien eine tropfenförmige Kugel Milch, die unten langsam auslief, als die Kugel leer war, bleb bloß noch ein transparentes Kraftfeld, das dann verblasste. Sanuma und alle anderen sahen gebannt auf die Tasse. Dieses mal gab es zwei Blitze, direkt über dem Kaffee erschienen zwei Stück Zucker "Blub blub" Mit satten Eintauchgeräuschen fielen die Stücke in die braune Flüssigkeit. Ein neues Kraftfeld erschien über der Tasse, es hatte in etwa der Form einer Münze. Das Kraftfeld senkte sich in den Kaffee und begann sich zu drehen, ein kleiner Strudel und das Durchmischen des Kaffees zeigten dies an. Auch dieses Kraftfeld verblasste. Sanuma sah auf die Tasse, als hätte sie einen Geist gesehen. Sie hatte sich auf dem Schiff zwar einen Saft geordert gehabt, aber dieser erschien einfach im Glas, da gab es keine schwebende Milchkugel. Sie roch an dem dampfenden Kaffee und nahm einen satten Schluck:"Mmmmhhh...der ist köstlich." Von unten kam wieder die Stimme:"Danke.". Kemmrich kam heran:"Können wir dann weiter? Ich würde ihnen allen gerne noch einen Park zeigen. Dort gibt es auch ein kleines Cafè, wo man sich herrlich ausruhen kann."
Sie verliessen das Gebäude und gelangten auf eine Straße. Hier herrschte reger Betrieb: Menschen, Boronen, Teladi, Xenon, Paraniden, Khaak und Split liefen umher, in allen Altersklassen. Vor ihm kroch ein Khaak-oder eine Khaak?- vorbei, auf dessen Rücken drei unterarm-lange Raupen hockten, sie sahen aus wie Khaak ohne Flügel, aber mit ein paar borstigen Haaren auf dem Kopf. Jedes Wesen, das an Kemmrich vorbei ging, grüßte ihn herzlich. Wie viele Xenon es hier gab, nicht das sie dominierten, aber man fand schon einige. Die Maschinen waren im Grunde die selben wie die beiden vom Schiff, jedoch hatten sie andere Namen aufgesprüht. Ebenso hatten einige andersfarbige Visiere oder waren aufwendig lackiert. Aber alle hatten sie menschliche Gesichter unter ihrem Visier, das nun mehr wie ein große Sonnenbrille wirkte. Der Kopf sowieso wirkte bis auf Haarfarben menschlich. Die Gruppe ging die Straße entlang, ein Aufzug schoss in einer transparenten Röhre, die an der Wand eines der Gebäude befestigt war, nach oben. Redan sah sich um: Überall wuchsen Gräser und Blumen an Straßenrand, Bäume warfen kühle Schatten auf den Weg. Was war der Zweck dieser ganzen Gebäude?
Da sah er es: Ein Laden! Da drüben ging gerade eine menschliche Frau in ein Haus, anscheinend ein Wohngebäude. Das hier war eine Wohn- und Erholungs-Stadt. Diese modernen Gebäude waren für die Passanten anscheinend alltäglich.
Nach fünf Mizuras Fuss-Marsch, erreichten sie einen riesigen Park. Bäume mit dichtem Efeu-Bewuchs zierten die Wege. Überall blühten Blumen und Sträucher, Tiere bewegten sich ohne Angst vor anderen Wesen durch die Gegend. Ein kleiner Spatz landete auf seiner Schulter und knabberte an seinem Ohrläppchen. Wie unbeschwert erschien hier alles. Sie erreichten eine Fläche, die voll mit weißen Gartenstühlen und Tischen war. Kemmrich lotste die Gruppe an eine Dreiergruppe von Sechsertischen. "Setzt euch. Ihr werdet augenblicklich bedient." Alle setzten sich, der Paranide und der Split zu zweit an einen der Tische, die anderen Tische waren voll besetzt. Ein kleiner halbrunder Kristall, eingefasst in einen silbernen Ring, in der Mitte der runden Tische begann zu leuchten, dann erschien vor jedem ein Hologramm, gefolgt von einer Computer-Stimme:"Guten Tag. Geben sie bitte ihre Bestellung ab, wir werden versuchen, ihre Wünsche nach besten Möglichkeiten zu erfüllen." Alle sahen sich fragend an, dann rief Kemmrich etwas ein:"Kommt schon. Ihr habt doch sicher Hunger oder Durst?! Ach übrigens, ihr erhaltet alle noch eine Kleinigkeit." Kemmrich griff in seine Tasche und holte zehn kleine Armbänder und elf Pillen aus ihr heraus. "Legt bitte diese Armbänder an, sie sind so eine Art Universal-System. Sie dienen als Navigations-System, aber auch als Terminkalender. Naja, sie können noch viel mehr, aber das möchte ich jetzt nicht alles auflisten." Kemmrich sah zu den beiden Xenon, dann zu Beetle:"Gaia, Noa ihr braucht keine, sie sind bereits in eure Hardware integriert. Beetle, du hast schon eines." Der Khaak sah auf das kleine Gerät an seinem Handgelenk. Kemmrich fuhr fort:"Nun nehmen bitte alle organischen Wesen diese Pillen in den Mund. Es sind Kapseln mit Nano-Robotern, die euch befähigen, alles zu essen, ob es nun für euren Stoffwechsel gedacht ist oder nicht. Sie schützen auch vor kleineren Virus-Erkrankungen oder Infektionen. Auch eventuelle Allergien werden ausgemerzt." Nume sah den Menschen zweifelnd an:"Wie sollen Nano-Maschinen es uns ermöglichen, alles zu essen, was nicht für unseren Kreislauf gedacht ist?" "Sie umringen die Materie, wodurch im Mund keine giftige Wirkung entstehen kann, und formen die Nahrung in eurem Verdauungstrakt auf atomarer Ebene in für euch verträgliche Substanzen um. Sie sind nicht so modern wie meine Naniten, aber es reicht dafür. Ihre Energie erzeugen sie selbst, wodurch sie euch auch etwas vor Erfrierungen schützen können." Die organischen Wesen sahen ungläubig auf die kleine weiße Kapsel, dann nahm der Split die Kapsel in den Mund. Augenblicklich löste sie sich auf und verschwand in seiner Zunge. Dem Split geschah nichts, da nahm auch Redan die Kapsel in den Mund. Ein kurzes Gefühl von Flüssigkeit in seinem Mund, dann war die Pille weg. Redan tat seine Erfahrung allen kund, nun nahm auch der Rest der Gruppe die Pillen auf die Zunge. Als das vorrüber war, richtete Kemmrich sich wieder an die Xenon:"Ihr solltet auch etwas essen, euer Generator erzeugt daraus viel Energie, die in euren Akkus gespeichert wird." Die Xenon sahen sich fragend an, die weibliche zuckte die Schultern und begann zu sprechen:"Wie sollen Maschinen, wie wir, essen?" Kemmrich lächelte:"Geht in den Unterordner "Energie" in eurem Basis-Programm und öffnet die Anwendung "Ressuorce.exe", dann werden die Treiber geladen." Die Xenon hielten kurz inne, dann weiteten sich ihre Augen -oder Kameras?-. Die Mundplatten der Maschinen fuhren zweigeteilt links und rechts unter die Wangen-Platten, hervor kam eine Art mechanischer Mund: der von konturlosen Gummilippen umrandet war. Es gab kein hervorstehendes Kinn, alles unterhalb der künstlichen Nase war vom Profil her gesehen eine Linie. Die Maschinen öffneten den Mund, eine Reihe von Zähnen wie sie die Menschen hatten kam zum vorschein und eine weiße Zunge. Es erinnerte irgendwie an ein Maul von einer Echse, da das Kinn fehlte und auch richtige Lippen. Ein leichter Energie-Schimmer drang durch das künstliche Gesicht: Das Gesicht war nun mit dem eines Menschen identisch, sogar richtige Augen-Farben waren in die Kameralinsen gelangt. Kemmrich lächelte die verdatterten Roboter an, die nun eine richtige Mimik besaßen. Die Schädelplatten der Maschinen fuhren nach hinten, darunter kamen silberne Haare hervor, eine Luke am Nacken der Roboter öffnete sich, darin verschwanden die Helme, welche vorher das Gesicht bedeckt hatten, nur das Visier blieb als Sonnenbrille auf ihrer Nase. Vom Halsansatz nach oben hin wirkten die Roboter nun komplett menschlich, von der Haarfarbe abgesehen, langes wallendes Haar fiel über die Schultern des weiblichen Roboters. Nicht nur, das die beiden Maschinen fassungslos ihr Gesicht abtasteten, der rest der Gruppe sah mit offenem Mund auf die verwandelten Roboter.
Kemmrich lächelte wieder einmal:"Na, ist die Überraschung gelungen?" Die weibliche Maschine drehte ihren Kopf zu ihm:"...das ist unglaublich...so viele Tastsensoren...aber warum die ganze Mühe?" "Erstens stellt es für mich keine Mühe da. Zweitens ist es ein Kommunikationsmittel, schliesslich wird auch ein Großteil der Kommunikation über die Mimik abgewickelt. Und drittens: Es beschleunigt die Integration in die Welt der organischen Wesen. Zu aller letzt möchte ich euch aber das Essen und Trinken nicht vorenthalten. Wie sagten schon die alten Römer: Der Wein ist das Leben. Auch wenn Alkohol nicht unbedingt das beste Beispiel für gute Ernährung ist. So, nun aber genug von Technologie: Bestellt euch etwas Gutes." Die Gruppe sah wieder auf die Hologramme vor ihnen, die wie Speisekarten mit Computer-Index aussahen. Der Paranide verlangte die komplette Liste aller Speisen, der Computer fragte nach einer Sorierung nach Spezies, der Paranide tat das ab und verlangte die komplette Liste. Das Hologramm blitzte kurz auf, dann war der Index-Strich in der Suchleiste nicht mehr zu erkennen, wie groß war diese Datenbank?! Der Paranide blinzelte mit seinem mittleren Auge, dann verlangte er, dass Tagesmenü zu hören. Der Computer begann:"Ursprung Terra: Suflaki." das Dreiauge verlangte etwas paranidisches:"Wir wünschen ein paranidisches Mittazuras-Gericht." "Bitte drücken sie sich präziser aus. Oder wünschen sie ein zufällig ausgewähltes Gericht?". Redan löste seine Augen von dem Bild und sah auf das Hologramm vor seinem Kopf, dann wollte er es mal versuchen:"Ich möchte ein Getränk bestellen." Der Computer antwortete höflich:"Aus welchem Bereich, bitte? Heißgetränke, Alkoholisches, Alkoholfreies." "Ich möchte einen Orangen-Saft, bitte." "Sehr wohl." Der kleine Silberring um den Kristall begann in Redans Richtung zu leuchten, ein dünner gelber Energiestrahl ging von dem Leucht-Punkt aus und bildete eine Energie-Kugel auf dem Tisch, ein blitzen und der Orangensaft stand vor ihm. Langsam gewöhnten sich alle an den Vorgang. Der Computer drang als Stimme aus dem Hologramm vor Redan:"Wünschen sie auch eine Mahlzeit?" "Ja bitte. Was für eine Empfehlung gibt es aus dem Bereich der menschlichen Küche?" "Heutige Empfehlung: Tropischer Obstsalat." "Gut das nehme ich." "Möchten sie eine Kugel Vanillie-Eis dazu?" "Ja, warum nicht." Der selbe Effekt wie bei seinem Saft fand vor ihm statt, dann war der Obstsalat in einem Gefäß, das an ein großes Martini-Glas erinnerte, angerichtet. Oben drauf lag eine Kugel Vanillie-Eis, die in der angenehm warmen Mittazura-Sonne langsam in den Früchtesud schmolz. Redan nahm einen Bissen mit dem kleinen Löffel, der in dem Obstsalat steckte. Es war köstlich. Sanuma sah noch immer auf das Hologramm, weiter als bis zu einem Eis-Kaffee war sie nicht gekommen. Redan hielt ihr einen Löffel Obstsalat mit etwas Vanillie-Eis vors Gesicht, sie sah ihn an, dann nahm sie den Löffel in den Mund. Sie riss überrascht die Augen auf, noch leicht am kauen wendete sie sich an das Hologramm:"Ich nehme das selbe wie mein Mann." Wieder begann der Ring zu leuchten, nur dieses mal in ihre Richtung. Ein Energiestrahl gefolgt von einem Blitz und ein kleiner Obstsalat stand auch vor ihr, mit einer Kugel Eis. Redan sah sich am Tisch um, mittlerweile hatten alle etwas zu Essen vor sich, nur der Khaak und die Xenon nicht. Kemmrich stand bei ihnen und beriet sie, zuerst den Khaak:"Du hast auf der Destiny ja schon die Nährsubstanz gekriegt, die deine Spezies als Nahrung in ihren Stationen und Schiffen herstellt, vielleicht solltest du mal etwas anderes ausprobieren." Der Khaak legte den Kopf schräg, dann begannen seine Flügel etwas zu schimmern, gefolgt von einem Nicken, Kemmrich richtete sich an das Hologramm vor dem Khaak namens Beetle:"Einmal schwedische Prinzess-Torte, ohne Sahne." "Sehr wohl, Bestellung wird reproduziert." Wieder ein Energieblitz, dann stand ein Stück Kuchen mit grün gefärbten Marzipan vor Beetle, eine kleine Kuchengabel lag daneben. Kemmrich nahm die Gabel und trennte ein Stück von dem Kuchen ab und hob es mit der Gabel an, dann reichte er sie dem Insekten-Wesen. Der dünne Arm mit einer Hand mit drei Fingern daran kam nach oben und griff die Gabel, dann führte Beetle den Happen zu seinem Schnabel und öffnete ihn. Unter den beiden Schnabel-Teilen wie bei einem Papagei, waren noch je eine kleine Hornplatte an jeweils einer Seite in den Mundwinkeln. Eine glatte schwarze Zunge lag in der unteren Schnabel-Hälfte, in der oberen waren ein paar gezackte Lamellen, anscheinend Kau-Werkzeuge. Der Khaak führte die Gabel hinein und schloss den Schnabel leicht, dann zog er die Gabel heraus. Die Schnabelhälften bewegten sich leicht, ebenso kontrahierten zwei Muskeln unter der ledrigen Haut an der Seite des Schnabels, anscheinend bewegten sich auch die Hornplatten in den Mundwinkeln als Kau-Werkzeuge. Ein zuckendes Flimmern ging vom Rand der Flügel bis zum Körper des Khaak, anscheinend schmeckte ihm der Kuchen, denn er nahm noch eine Gabel voll. Die Teladi teilten sich ein seltsam aussehendes Gericht aus verschiedenen Pflanzen, während die Boronen alle irgendetwas mit BoFu aßen.
Kemmrich bestellte sich eine Cola und setzte sich gemächlich auf seinen Platz.
Da sah Redan etwas, was er nie erwartet hätte: Ein paar Kinder spielten miteinander, allgemein nichts ungewöhnliches, aber es waren Kinder der Spezien Mensch, Teladi, Boronen-an sich auch nicht ungewöhnlich- UND Paraniden, Split und Khaak. Während deren Eltern sich friedlich unterhielten. Split friedlich?! Paraniden und Menschen...unterhalten?! Das hier war wirklich ein aussergewöhnlicher Ort. Der kleine Pulk aus Kindern tobte an den Tischen vorbei: Das Paranidenkind, eigentlich eine Mini-Ausgabe seiner Spezies, nur mit Hornplatten als Schutz an Knieen und Ellenbogen-anscheinend eine Larve-, trug eine Khaak-Raupe auf seinem Rücken. Ein Split-Junge rannte an einem Menschenjungen vorbei. Zwei Boronen schwebten etwas über ihnen. Eine kleine Teladi schwamm in einem Bach neben dem Weg nebenbei. Anscheinend versuchten alle die Teladi zu fangen, die mit aufgerichteter Rückenfinne durch das Wasser schoss. Sie spielten so ausgelassen miteinander, als hätte es zwischen ihren Spezies nie irgendwelche Kämpfe gegeben. Der Split-Junge schoss mit einer Wasserpistole auf den Paraniden-Jungen, die Khaak-Raupe bekam etwas Wasser ab und schoss einen kleinen schwarzen Faden aus ihrem Schnabel auf den Splitjungen zurück: Die drei Lachten. Tikmanotslat, so hatte er sich vorgestellt, sah gebannt auf die Gruppe, anscheinend Gefangen zwischen den Empfindungen Verwirrung und Belustigung. Einen kurzen Augenblick später formte sich eine Art Lächeln auf seinem Rüssel. Redan lächelte nun auch, ebenso Sanuma. Rund fünfzehn Mizuras später hatten alle aufgegessen. Redan zückte seine Brieftasche und fragte das Hologramm vor sich nach den Kosten, der Computer antwortete wieder freundlich:"Dienste, die vom System zur verfügung gestellt werden, sind kostenlos. Lediglich der öffentliche Markt der Privatpersonen benutzt in der Gemeinschaft Credits." "Öffentlicher Markt?" Kemmrich lächelte: "Einige Teladi wollten unbedingt noch eine Möglichkeit zum Handel haben. Alle begrüßten das, um Kunst oder eigene Erfindungen zu vertreiben. Es ist eigentlich mehr etwas soziales, oder die verdienten Credits werden bei Ausflügen ausgegeben. Hier benötigen sie eigentlich keine Credits, ausser sie gehen auf den Markt." Der männliche Teladi, Lasmios, war bei dem Wort "Kunst" hellhörig geworden, seine Echsen-Freundin bei dem Wort Handel. Der Echserich wendete sich an Kemmrich:"Ein Markt mit Kunsssst?! Können wir dorthin? Tshhhh?" Kemmrich lachte:"Das war klar... Na eigentlich spricht nichts dagegen. Es ist Mittwoch, da findet der Markt eh statt und in der richtigen Stadt sind wir ja. Dann folgt mir doch bitte, es lohnt sich auch für die anderen." Kemmrich ging zu einem Weg und lief in die Richtung von drei größeren Gebäuden, die selbst aus der Ferne über die Baumwipfel des Parks reichten. Redan schätzte die Gebäude auf eine Höhe von 60 Metern. Sie verliessen den Park und gingen auf die Ansammlung der Gebäude zu. Hier herrschte noch mehr Trubel als auf der Straße. Ein etwa zwei Hektar großer Platz erstreckte sich vor ihnen, durchzogen von Blumenbeeten und kleinen Bächen. Überall standen Buden, die so garnicht zu den modernen Gebäuden passten. Jede Spezies war mit mindestens zehn Ständen vertreten, Technologie, selbst gezogene Früchte und Gemüse, Textilien, Kunsthandwerker, Imbisse und Schausteller gab es hier. Ein Jahrmarkt, wie er im Buche stand. Ein Borone bietete kunstvolle Töpferwaren an, Beetle untersuchte alles sorgfältig und interessiert, Kemmrich drückte ihm eine Brieftasche in die Hand. Sanuma zog es zu einem Stand mit Textilien, sie schleifte Redan mit. Während Sanuma die Stoffe und Schals durchstöberte, sah Redan sich um: Kemmrich hatte die Gruppe freigegeben, mit der Anmerkung, dass er alle über die Armbänder zurückrufen werde, wenn man weiter sollte. Die Boronen schwebten den Teladi hinterher, die leicht watschelnd die Kunsthandwerker durchstöberten, die weibliche Teladi feilschte nach allen Regeln der Kunst. Sie trug in ihren Greifklauen triumphierend einen kunstvoll mit Ornamenten verzierten Teller vom Stand weg, den sie dem Männchen schenkte. Die Boronen hörten sich an als ob man einen Transport-Container Kastanietten auskippte, ihr begeistertes Klackern war bis zu diesem Stand zu hören. Die Gruppe aus Boronen näherte sich einem Stand mit Wasserpflanzen, dort begannen sie eine Unterhaltung mit dem Mann, dem der Stand zu gehören schien. Die Teladi zogen weiter und die beiden Xenon gingen zu einem Stand mit Pflanzen Kemmrich schlenderte gelassen über den Platz und setzte sich auf eine Park-Bank aus Glas. Zwei argonische Kinder liefen zu ihm und sprachen ihn an, er lächelte und hob die Rechte Hand, er spitzte die Finger leicht zusammen dann hob er die Hand weiter: Lachend hoben sich die Kinder mit und schwebten schwerelos durch die Luft. Kemmrich führte die Hand nach oben, die Kinder hoben sich mit, bei jeder Bewegung. Sie lachten. Er senkte die Hand wieder und die Kinder schwebten zum Boden, wo sie sanft mit den Füssen aufsetzten. Sie lachten wieder, dann liefen sie tobend zu ihren Eltern, Kemmrich winkte zum Abschied. Redan konnte kaum glauben, dass die Kinder das als normal empfanden.
Redan wurde von hinten angestubbst, es war Sanuma, die sich in einen roten Schal gewickelt hatte:"Redan! Sieh nur dieser wunderbare Schal. Er ist herrlich weich. Bitte, holst du ihn mir?" Redan lächelte, so unbeschwert hatte er Sanuma die letzten vier Tazuras nicht erlebt:"Sicher doch." Er drehte sich zu der Verkäuferin, eine Xenon mit rosa-metallic-farbigen Haaren:"Was kostet dieser Schal?" Sie antwortete mit einem Lächeln:"5 Credits." Redan reichte ihr eine kleine Chip-Karte mit der entsprechenden Summe. Die mechanische Hand der Xenon nahm sie entgegen, dann bedankte sie sich höflich. Sanuma zog Redan weiter, zu einem Stand mit Malereihen, sie sah sich um, ein Khaak kroch auf sie zu:"Guten Tag gnädiges Fräulein, darf ich ihnen helfen?" Sanuma erschrak zuerst, so wie der Khaak es tat als sie stark ausatmete. Der Khaak sah sie einen Moment an, es schien ihr nicht zu behagen, dann redete er weiter, über das kleine Gerät an seinem Kopf:"Ich kann verstehen das sie Angst vor meiner Rasse haben, seit sie in einer Neural-Schnittstelle waren, aber hier in der Gemeinschaft wird ihnen niemand etwas tun, das ist das einzige Gesetz hier:"Frieden bewahren." Ehrlich gesagt hat hier auch niemand das Bedürfnis mit bösem Willen Gewalt auszuüben. Was es hier gibt sind Schaukämpfe oder Duelle, aber keine destruktive Gewalt. Warten sie, nach ihren schrecklichen Erlebnissen, schenke ich ihnen eines meiner Bilder, suchen sie sich doch eines aus." Sanuma sah den Khaak an, dieser fing erneut an zu sprechen:"Oh entschuldigung, ich habe mich nicht vorgestellt: Mein Name ist Archibald." Sanuma war die Angst aus dem Gesicht gewichen, ein kleines Lächeln machte sich breit:"Danke. Freut mich, ich bin Sanuma Simten." Archibald legte den Kopf schief:"Sanuma. Ein schöner Name." Dann sah er auf die Gemälde:"Haben sie sich für eines Entschieden?" Sanuma ging um die Malereien, dann nahm sie eine hoch:
Ein Sonnenuntergang am Meer. "Dieses hier finde ich besonders schön." "Dann gehört es ihnen." Sanuma sah glücklich auf das Bild:"Dankeschön." Sie verabschiedete sich von dem Khaak, dann gingen Redan und sie weiter. Ein paar Stände weiter, entdeckte sie einen Schmuck-Handwerker, ein Teladi-Paar und ein Paar Xenon betrieben den Stand. Sanuma betrachtete einen Tisch mit Diamanten-Colliers, sie atmete traurig aus, sowas konnte sie sich wohl nicht leisten. Redan glaubte zwar nicht daran, aber er fragte trotzdem das Teladi-Männchen:"Was kosten die Colliers dahinten?" Er zeigte auf Sanuma. Der Teladi sah Redan an:"Ssssie sssind neu hier, oder?" "Ja. Wieso?" "Nun ssssie haben sssichhhh nichhht gleichhh einesss gegriffen. Diamanten sind hier so leicht zu bekommen wie Glasperlen, hier nehmen wir nur Credits für die Arbeit. Meine Frau ist zwar aus der Profitgemeinschaft, aber eine Betrügerin ist keine Teladi." Redan war überrascht:"Das ist ja interessant. Und was kosten ihre Arbeiten?" Die Rückenfinne des Teladi richtete sich auf:"Die großen 20 Credits, die kleinen 15." Redan gingen die Augen über, Sanuma würde sich tierisch freuen "Gut, ich nehme ein Großes und zwei Kleine." Die Zunge des Teladi zuckte über sein rechtes Nasenloch:"Schön, das macht dann 50 Credits." Redan gab dem Echserich eine entsprechende Credit-Karte und ging dann zu Sanuma:"Hey Schatz. Hier kann man sich so was leisten. Hier zählt nur die Arbeit, nicht das Material." Sie sah ihn ungläubig an "Wie bitte?" "Ehrlich. Ich habe eben den Teladi dort gefragt und ihm gleich drei bezahlt. Stell dir vor, zwei Kleine für insgesamt 30 Credits und ein Großes für 20." "Du nimmst mich auf den Arm." Redan musste lächeln:"Frag ihn doch wenn du mir nicht glaubst." Sanuma ging zu dem Teladi und sprach ihn an, er redete mit ihr, dann lächelte sie breit und rannte zu Redan. Sie umarmte ihn und sah sich die Schmuckstücke an. Ihre Wahl viel auf ein großes goldenes Collier mit Diamanten und Opalen, sowie einem Kleinen silbernen und einem Goldenen. Sie legte das kleine goldene Schmuckstück gleich an. Eine Quazura verging, sie hatten ausgiebig eingekauft, so auch Redan: Ein paar kleine Geräte deren Funktionen er interessant fand: Ein molekulares Küchensieb, das ungewünschte Schwebstoffe in der Speise anhand ihrer Molekularstruktur in einem Kraftfeld abfing und eine schwebende Taschenlampe, die ihm leicht surrend folgte, waren nur zwei Beispiele. Plötlich piepte das Armband an ihren Handgelenken, dann drang eine Stimme daraus:"Sie haben eine Nachricht bekommen, möchten sie sie entgegen nehmen?" Beide antworteten mit Ja. Ein Hologramm von Kemmrich erschien über dem Gerät:"Hallo meine Gäste, ich möchte euch jetzt zu euren Hotelzimmern bringen. Folgt bitte der Anzeige eurer Armbänder." Das Hologramm verblasste, eine blass türkise transparente Holographie einer Kompass-Scheibe erschien, ein dicker roter Pfeil darauf wies in die Richtung in die sie mussten. Redan drehte sich, bis der Pfeil nach vorne zeigte. Da konnte er nicht durch, dort stand ein Imbiss. Er und Sanuma gingen um den Imbiss und folgten dann dem Pfeil weiter. 3 Mizuras später kamen sie dort an, wo sie den Markt betreten hatten. Kemmrich saß noch immer auf der Bank, die beiden Teladi der Gruppe saßen neben ihm. Neben den Teladi wiederum, standen ihre Einkäufe: Der Teller von vorhin, ein Bild -offensichtlich hatten sie Archibald besucht-, eine Taschenlampe wie sie sich in Redans Tüte befand, ein bisschen Schmuck, eine seltsame Speise, auf derer Folienverpackung das Bild eines Menschen darstellte, der seine acht Glieder von sich streckte und letztendlich eine schwebende Platte, auf der die Einkäufe standen.
Redan setzte sich zu der Gruppe.
Lasmios war beeindruckt von den Gepflogenheiten hier: Dinge nach dem Wert der entsprechenden Arbeit und nicht nach ihren Kosten zu verkaufen, wäre selbst auf Ianamus Zura nicht möglich gewesen. Er sah auf das kleine Medallion, das er von einem Xenon gekauft hatte: Es war ein großer münzenförmiger Diamant, der von einem silbernen Ring umschlossen an eine Kette gebunden war. In den Diamanten war ein kleines Bild der Erde eingesetzt, welches aus Topassen für die Meere, Quarz für die Pole, Diamanten für die Wolken und Smaragden für die Kontinente bestand. Es war sehr klein und filigran, wodurch es nicht all zu kitschig wirkte. Aber Lasmios interessierte eher die feine Verarbeitung als das Motiv. Das kleine Schmuckstück baumelte um seinen Hals, Simaneas trug eine kleine Kette, mit zwei schwarzen Perlen links und rechts, die fast wie ihr Schuppenpanzer aussahen. Weiterhin hatte das Schmuckstück einen großen Opal in der Mitte und bestand aus Gold, welches wunderbar mit ihren Augen harmonierte. Er hatte heute auch sein erstes nicht-teladianisches Gericht gekostet: Schafskäse-Brot. Ein Mann, der sagte er käme aus dem ehemaligen Griechenland auf Terra, verkaufte es neben anderen intensiv duftenden Speisen. Lasmios und Simaneas gefiel der Geschmack des Brotes auf anhieb und die Nano-Maschinen aus der Kapsel taten ihre Arbeit anscheinend wie Thorsten es gesagt hatte. Die beiden Teladi hatten gleich ein Stück des handgemachten Brotes gekauft. Der Paranide kam zu der Gruppe, er hielt ein flaches kleines Gerät in der Hand, welches er als "heiligstes aller Rechenmaschinen" titulierte. Der Split näherte sich nun von der anderen Seite, mit einem verzierten Messer, das er in einem Gürtel trug. Ein schmales Grinsen lag auf seinen dünnen Lippen. Auch die beiden Xenon waren nun angekommen: Die männliche Maschine trug eine große Platte mit Pflanzen aller Art, jede schön auf ihre Weise. Die weibliche Xenon trug hingegen nur zwei mittelgroße Blumentöpfe. Aber Noa trug so viele Sachen, das alles musste gut und gerne 600 Kilo wiegen. Der Split sah mit aufgerissenen Augen auf den Roboter. Auch Beetle kam langsam heran, mit drei kunstvoll verzierten Schüsseln. Thorsten erhob sich von der Bank.
Na gut, die Gruppe war wieder beisammen, dann konnte Thorsten sie ja in das Hotel bringen. Er lief über die Straße und auf das zehntgrößte Gebäude der Stadt zu. Die Gruppe folgte ihm. Jetzt erreichte er die großen silbernen Türen des Hotel-Towers. Sie betraten die Eingangshalle und gingen auf den transparenten Aufzugsschacht zu. Thorsten sah sich um, alles war zur vollsten Zufriedenheit: Der weiße Teppich und die Säulen aus Marmor waren blitzend sauber. Der große Springbrunnen spieh riesige Fontänen in die rund siebzig Meter hohe Kuppel der Eingangshalle. Sie stiegen in den großen Fahrstuhl, er brachte sie in die oberen Etagen, was er mit leise zischenden Geräuschen tat. Oben angekommen, sagte Thorsten ihnen, wie sie in ihre Zimmer kommen würden:"Wenn ihr nun bitte eure Armbänder betrachten würdet...." alle hoben ihre Arme auf Brusthöhe, dann lud Thorsten die Wegbeschreibung über Funk in die Geräte, daraufhin erschienen die gleichen Wegweiser, die sie auf dem Marktplatz zu ihm zurück geführt hatten"...Wenn ihr diesen Hologrammen folgt, dann kommt ihr zu euren Zimmern. Ihr könnt sie so ausstatten wie die Zimmer auf der Destiny. Ein paar Luxus-Einrichtungen gibt es auch, ihr könnt die Wegbeschreibung aus euren Armbändern abfragen. Wenn ihr mich nun entschuldigt, dann würde ich gerne die Wohnungsvorschläge für euch zusammen suchen." Alle nickten. Thorsten nutzte seinen Sprungantrieb, nachdem alle den Fahrstuhl verlassen hatten.
Tikmanotslat hatte sein Zimmer schnell gefunden und ausgestattet. Dann liess er sich von diesem kleinen Gerät die Wegbeschreibung zu den Luxus-Einrichtungen geben. Dieser Planet war beeindruckend, mehr als beeindruckend, fast sogar als heilig zu bezeichnen. Dieser kleine Computer, den er auf dem Markt für nur 25 Credits gekauft hatte, arbeitete besser und schneller als der heilige Groß-Computer des Schockwellen-Forschungszentrums. Tikmanotslat verliess den Raum und ging, der Wegbeschreibung folgend, durch die weißen Gänge, bis er zu einer silbernen Tür gelangte. Als er sich vor die Tür stellte, öffnete sie sich und ihm kam eine willkommene schwelende Hitze entgegen. Er trat ein und die Tür schloss sich hinter ihm. Wieder glaubte er, seine Augen hätten ihn im Stich gelassen: Vor ihm breitete sich eine rund fünfzig mal fünfzig Meter breite Wüste aus. Eine Stimme drang wieder aus der Uhr:"Willkommen im Sandbad, einer Luxuseinrichtung für Paraniden. Der hier im Becken liegende Sand, ist in einem Kraftfeld, welches ihn ähnlich fliessen lässt, wie Wasser. Gebrauch: Entkleidung bis auf Unterwäsche, dann das Becken betreten." Tikmanotslat zog seine Klamotten aus und stieg langsam in das Becken. Tatsächlich, der Sand floss beiseite wie Wasser. Eine vierstufige Treppe führte ihn so weit in den Sand, das er ihm bis zur Hüfte reichte. Er liess sich in den Sand sinken und setzte sich auf die dritte Stufe. An der Wand, wo man saß, war eine breite Steinfläche mit zahlreichen Erhebungen, fast wie Felsen auf Sand. Er liess sich noch etwas tiefer sinken, oh Imperator...das fühlte sich wirklich gut an. Der brütend heiße Sand erhitzte seine Glieder wohltuend. Auf einmal spürte er eine Berührung am Hinterkopf, er sah mit seinem mittleren Auge nach oben. Eine Paranidin. Sie sah ihn erst jetzt:"Oh verzeiht. Wir haben euch nicht bemerkt." "Schon gut. Uns ist ja nichts geschehen. Wer seid ihr?" "Wir sind Tismunislet, vierte Mathematikerin des Unter-Priesters. Und ihr?" "Wir sind Tikmanotslat, Schockwellen-Mathematiker des Priester-Konglomerats." "Oh, welch Ehre euch zu begegnen. Ihr seit wahrlich zu verehren." "Wir danken euch. Wolltet ihr in das Sandbad?" "Ja." "Dann setzt euch doch zu uns." Sie setzte sich. Sie erzählte ihm, das sie vor sechs Tazuras kurz davor war, die Sprungformel zu lösen. Dann sei dieser Argone aufgetaucht, dem dieser Planet gehörte und brachte sie mit seinen Fähigkeiten dazu, mit zu kommen. Sie wartete bereits seit 5 Tazuras hier, bis er sie zu ihrer Wohnung bringen wollte. Mit einem anderen Paraniden der noch kommen würde, hatte er gesagt. Tikmanotslat erzählte ihr, das er heute erst angekommen sei, sie lachte:"Dann seid ihr also der Grund, warum ich hier gewartet habe." Die beiden unterhielten sich noch die ganze Nazura und bestellten ab und zu etwas beim Computer.
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James T.
Joined: 10 Mar 2004 Posts: 589 on topic

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Posted: Sun, 20. Jun 04, 07:17 Post subject: |
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| Collossus-Fan wrote: |
| Die Xenon sahen sich fragend an, die weibliche zuckte die Schultern und begann zu sprechen:"Wie sollen Maschinen, wie wir, essen?" Kemmrich lächelte:"Geht in den Unterordner "Energie" in eurem Basis-Programm und öffnet die Anwendung "Ressuorce.exe", dann werden die Treiber geladen." |
Na wenn die Xenon von Microsoft programmiert wurden ist ja alles klar (.exe)
Naja vielleicht stammt das ja auch noch aus seiner Zeit auf der Erde, ist aber eher unwahrscheinlich.
Außerdem wundere ich mich schon die ganze Zeit, warum es bei den Xenon männlich und weiblich geben sollte ?
Ansonsten Klasse !
Weiterschreiben !
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Preacher0815
Joined: 02 Jun 2004 Posts: 117 on topic

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Posted: Sun, 20. Jun 04, 08:45 Post subject: |
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@ James T.
Ich würde sagen zur einfacheren Akzeptanz der beiden durch ihre Umwelt.
@ Collossus-Fan
Tja, was soll man dazu noch sagen? Einfach wundervoll, im wahrsten Sinne des Wortes 
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gsl
Joined: 17 Dec 2003 Posts: 282 on topic

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Posted: Sun, 20. Jun 04, 13:39 Post subject: |
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Und ein weiterer genialer Teil!
Spannend, interessant zu lesen und auch gut zu lesen.
Das ist es, was ich an Forumsgeschichten mag: Die achten wenigstens auf Rächtschriebung, schreiben nicht alles klein und ohne kommata so dass der lesefluss gestört wird und schreiben zusammengesetzte nomen wie Sprung Antrieb auch wirklich zusammen
Weiter so!
_________________ #include <funnysig> |
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Collossus-Fan
Joined: 10 Mar 2004 Posts: 841 on topic

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Posted: Sun, 20. Jun 04, 14:18 Post subject: |
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Das mit männlichen und weiblichen Xenon hatte ich mir folgenderweise gedacht: Es gibt Xenon mit männlichen und weiblichen Namen. Warum sollte also ein Xenon mit dem Namen efaa( aus Nopileos) einen Körper kriegen wie einer Namens Noa? 
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