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Falschparken im Weltraum
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Farmer Fran





Joined: 03 Aug 2010

Location: Kiel

PostPosted: Fri, 24. Jul 15, 12:17    Post subject: Falschparken im Weltraum Reply with quote Print

Falschparken im Weltraum
herausgegeben von Adam Dulasz
Argon Prime Press

IPSBN: 978-3453209619SPACE
19 Credits


Vorwort

Falschparken im Weltraum als Sonderfall des Falschparkens im Allgemeinen hat eine lange Tradition; spätestens mit dem Aufkommen der zivilen Raumfahrt kam es schon in einzelnen Systemen oft zu Problemen durch wegblockierende Raumzeuge.

Potenziert wurden solche Durchgangsprobleme durch den intersystemaren Handel, durch den nicht nur an Knotenpunkten des Handels ein stark konzentrierter Verkehr auftrat, sondern auch die Raumzeughalter aus unterschiedlichen Kulturen und Völkern stark abweichende Vorstellungen von der korrekten Platzierung eines Beförderungsmittels im Raum hatten.

In diesem Büchlein haben wir für Sie - den Reisenden, den Interessierten, den Parkenden - verschiedene Anekdoten, Artikel und Abhandlungen über das Falschparken im Weltraum gesammelt; vom ersten bekannten Weltraumfalschparken der Geschichte bis hin zur Entwicklung des Parkplatzes bei den Boronen haben wir ein breites Spektrum an Informationen gesammelt.

Denken Sie daran, vor Ihrer nächsten Reise die örtlichen Behörden des Zielorts im Voraus nach Parkmöglichkeiten und -gesetzen zu fragen. Und vor allem: Haben Sie dieses Buch dabei!

Viel Freude mit diesem Werk wünscht Ihnen
Adam Dulasz


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Farmer Fran





Joined: 03 Aug 2010

Location: Kiel

modified
PostPosted: Sat, 25. Jul 15, 08:39    Post subject: Reply with quote Print

Inhaltsverzeichnis

001 philosophische betrachtungen [...]
002 Parkmarotten
003 Argonen und Häppchen
.
.
.

(Dies ist ein Sammelband. Tippt gern auch was!)


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Last edited by Farmer Fran on Tue, 28. Jul 15, 08:05; edited 4 times in total
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Farmer Fran





Joined: 03 Aug 2010

Location: Kiel

PostPosted: Sat, 25. Jul 15, 08:59    Post subject: Reply with quote Print

philosophische betrachtungen über das falschparken; eine einleitung zum thema des scheinbaren widerspruchs von schier unendlichem raum und der moeglichkeit im weg zu sein
von Zak Benard

der weltraum - unendliche weiten? erst letzte woche habe ich ein ticket bekommen: falschparken; wie habe ich das geschafft? von unendlich vielen punkten, die das universum bietet, habe ich den gewählt, der ueberwacht wird; doch gibt es nur endlich viele, die ueberwacht werden: endlich viele probleme, unendlich raum zum ausweichen - die wahrscheinlichkeit bestraft zu werden geht gegen null, oder ist sie es? habe ich gar kein ticket bekommen? ich habe es meiner katze gegeben, doch meine katze besitzt nichts, nun ist das ticket fort.

der grund fuer das immer-wieder-auftreten von tickets - das ist, bestrafung durch behoerden fuer platzieren von toeff toeffs -, denn etwas wird diese wahrscheinlichkeit des ausweichens untergraben, also die kohaesionskraefte der zivilisation sind es. denn ueberall dort, wo wesen zusammenkommen, dort wollen noch mehr wesen hin: sie kleben aneinander wie aus staub planeten wird und streben zueinander wie alles ins zentrum der schwerekraft; nun aber ist der raum doch unendlich und hinreichend raum sollte es also sein fuer endlich viele bewohner im bekannten system, aber ihr streben zueinander uebertoent den drang zu den seiten, oder auch:

wenn der naechte parkplatz erfordert, dass geringe muehen aufwendig sind, um zum eigentlich zielort zu gelangen, so wird diese distanz ueberbrueckt nicht durch geringe muehen sondern durch groszes strafgeld, denn der verlust von geld schmerzt minder denn die separation vom anderen oder so zumindest fuer das gemeine volk. als ur-soziales tier kann der gemeine argone nicht der gemeinschaft fern sein und auch sein fahrzeug gesellt sich in zweiter reihe zu moeglichst vielen, projiziert er doch auf alles den hauch des lebens.

was nun boronen angeht, die koennen es schlicht nicht besser, was auch ein grund fuer ihre weit entwickelte huellentechnologie ist; [...][Rest handelt von Bo-Fu als Katzenfutter, Die Redaktion]

Der argonische Philosophe Zak Benard lebt mit seiner Katze auf einem verlassenen Asteroiden. Einmal im Monat fliegt er zur Handelsstation, überreicht seine Arbeiten der Parkaufsicht und kauft ein.


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Farmer Fran





Joined: 03 Aug 2010

Location: Kiel

PostPosted: Sat, 25. Jul 15, 18:18    Post subject: Reply with quote Print

Parkmarotten
Auszug aus "Marotten der Völker" von Brand Parker, Kapitel VII

[...] So macht auch die Eigentümlichkeit der Völker in Hinsicht auf ihr Verkehrsverhalten keine Ausnahme: Und nicht nur im allgemeinen Flug- und Bodenverkehr, allein schon die Geschichte des Parkens ist eine Untersuchung für sich wert!

Die Argonen sind natürlich schwierig zu beschreiben, gerade aus der Sicht eines Argonen. Wir bieten freie Slots für alle, die parken oder eben andocken wollen, und wo frei ist, dort wird sich hinbewegt. Die wenigsten Stationen erheben Gebühren; Kundschaft will man sich ja nicht vergraulen. Und wenn trotz der Möglichkeiten - ja, manchmal werden sie knapp - jemand falsch parkt, so gibt es ein Ticket und Abschleppfahrzeuge. Ehrlich gesagt: Um das argonische Parkverhalten beschrieben zu bekommen, sollten Sie einen Boronen fragen.

Nun aber zu den Boronen, und hier beginnt der Spaß: Die Angehörigen dieses Volkes stehen uns zwar in Intelligenz um nichts nach, doch ihr Hang zu natürlichen Strukturen hat den Boronen gerade am Anfang ihrer Raumfahrt große Probleme bereitet; das Konzept voneinander abgetrennter Parkplätze ist bis heute nicht für jeden von ihnen plausibel. Wo man Glück hat, außerstationär auf Andockanlagen zu treffen, ist das Prozedere ähnlich wie bei uns, da Andockkabel eine "natürliche" Modellierung für Parkplätze sind. Doch in den Stationen mit wässriger Atmosphäre ist es ein heilloses Durcheinander.

Ganz zu Beginn, so berichtete mir mein Freund Poro Do, wurde das Fahrzeug schlicht irgendwo hineingerammt. Wollte man in einen Bereich, so drückte man sich zwischen die anderen Fahrzeuge und gut war. Das führte zu einem hohen Bedarf an parkbedingten Reparaturen und zur außerordentlich guten Entwicklung von Außenhüllen für ein derart friedfertiges Volk.

Ein nächster Ansatz war die Parksuppe: Das Schiff wurde nach der Schleuse an ein Stahlseil gehängt und schlicht in ein cremiges Becken hinabgelassen, das mit einer sogenannten "Parkgleitschmiere" gefüllt war, die durch Rotation im Becken blieb. Diese Schmiere verhinderte Kratzer und dank ihrer Zähigkeit allzu grobe Zusammenstöße, sodass man nach seinem Besuch nur noch sein Schiff am Seil herausziehen und vom Haken nehmen musste.

In ihren Randbezirken haben sich die Boronen an ihre Nachbarn angepasst. Doch man munkelt, dass tief im boronischen Raum noch Häfen existieren, in denen man sein Schiff schlicht in eine geleeartige Innenhülle rammt und von dort aus losschwimmt.

Bei den Teladi verhält es sich nicht großartig anders als bei uns; dieses Volk von Finanzmathematikern weiß gute Ordnung zu schätzen. Nur die Besteuerung von Parkplätzen stellte lange Zeit ein großes Problem dar. Zuerst gab es das Konzept von Parktickets, dann von Sonderabgaben beim Abfliegen. Als immer mehr Teladi-Raumschiffe außerhalb der Stationen parkten und Piloten die Station schlicht im Raumanzug betraten, um diese Kosten zu umgehen, musste dieses Konzept geändert werden: Nicht nur war dadurch nämlich der gesamte Eingangsbereich blockiert, auch konnten die Teladi so weniger tragen und Umsätze schwanden.

Die Lösung des Problems war schließlich ganz simpel: Anstatt die Besucher direkt zu belangen, wurde die Steuer auf Ladenbesitzer umgelegt. Welche die Abgabe natürlich auf ihre Produkte umschlugen.

Die Paraniden haben ein - wie könnte es anders sein? - höchst dreidimensionales Parksystem, das sich dem argonischen Betrachter schlechterdings nicht erschließt. Sie berufen sich zwar auf Geometrie und heilige Dreieckigkeit, doch wirklich durchsichtig ist das Prozedere nicht. Und so bekommt der argonische Besucher durchaus das Gefühl, weniger Dimensionen als erwartet wahrnehmen zu können. Übergeben Sie beim Andocken einfach an den Autopiloten, kostenlose Parksoftware ist an jedem Sektoreingang käuflich.

Nahezu zuletzt die Split haben ein eigentümliches Parksystem, das auf Dominanz beruht. Die besten Plätze gehen an den stärksten und den meisten Besuchern ist recht intuitiv klar, in welche Reihe ihr Gefährt gehört. Sollte jemand sich überschätzen, wird sein Fahrzeug schlicht zerstört. Sollte jemand sich unterschätzen, ist dies der Beginn des sozialen Abstiegs. Unvergessen ist die Geschichte der Verhandlung zwischen den Familien Ze'Krr und Sark'Zmnt, die frühzeitig durch einen Streit um den letzten verbleibenden Parkplatz in Reihe 2 endete - und mit der Auslöschung beider Familien.

Den Xenon ist - so beweisen Funde von entsprechenden Softwarekomponenten - ein hochkomplexes Parksystem eigen, das aufgrund ihrer Herkunft in vielerlei Hinsicht dem System der Argonen entspricht, doch durch ein optimiertes Kostennutzenverfahren den besten Parkplatz für jedes eingehende Schiff im Voraus berechnet, unter Berücksichtigung aller bekannten Parameter und eingehender weiterer Schiffe, die in absehbarer Zeit eintreffen werden.

Bemerkenswert an dieser Geschichte ist doch insbesondere der Hintergrund, denn für acht Jahre erforschte ein Interspezies-Team an der gefundenen Softwarekomponente die Algorithmen und verbrannte dabei Millionen von Credits, bis herauskam, dass es sich um die Parkkomponente handelte.

Das Parkverhalten der Khaak zuletzt ist weitgehend unbekannt und unerforscht. Anerkannte Parktheoretiker der intersystemaren Verkehrs- und Fahrzeuguniversität Argon Prime gehen von einer ähnlich dem boronischen Ursprung entsprechenden Parksituation aus, doch auch wabenförmige Docks sind im Gespräch. Nicht zuletzt beweisen diese Theorien jedoch, dass in der Unendlichkeit des Universums wohl alles Platz hat, um eine Wissenschaft zu werden.

[...]


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Joined: 03 Aug 2010

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PostPosted: Tue, 28. Jul 15, 08:04    Post subject: Reply with quote Print

Argonen und Häppchen
Artikel von Roto Bri

[...] und als Gleichnis für diese Zerteilung der Welt ist bei den Argonen das "Häppchen" als Bild populär, wie mir scheint, und über dieses können auch wir einen interessanten Einblick in die weltliche Ordnung der Argonen gewinnen:

Wie nämlich, als würde jeder einen Bissen von einem BoFu-Kuchen nehmen, dieses unzerkaut ausspucken und dann das Resultat anbieten, so findet bei den Argonen eine Zerteilung der Welt statt; einigen sind die Häppchen dann zu klein, sodass sie noch eines nehmen und davon liegen lassen, anderen zu groß, sodass sie nur etwas davon nehmen und den Rest doppelt angekaut liegen lassen, manchen passen sie, doch dann ist es immer noch zweifelhaft, ob man diese Stücke passend in seinen Mund bekommt, und für jeden ist es vorgekaut durch einen anderen und befremdlich durch seine Ordnung; und das ist, wie die Argonen ihre Fahrzeuge parken.


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